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Games

Xbox schließt Studios und pumpt die Millionen in Fallout, Halo und The Elder Scrolls 6

Einem Bericht von The Information zufolge will Xbox-Chefin Asha Sharma leistungsschwache Studios schließen und die Mittel in neue Spiele von Fallout, The Elder Scrolls und Halo umleiten. Das Gesamtbudget bleibt 2027 unverändert – jeder Cent für die Zugpferde fehlt woanders, und ein Studio könnte komplett geopfert werden.

Manuel Rössler
von Manuel Rössler
15.06.26
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Lesezeit: 4 Min.
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15 Jahre nach Skyrim, 11 Jahre nach Fallout 4 und 8 Jahre nach der Ankündigung von The Elder Scrolls 6 reißt Xbox offenbar der Geduldsfaden. Einem Bericht von The Information zufolge will die seit Februar amtierende Chefin von Xbox, Asha Sharma, die Mittel radikal umverteilen: Schwache Studios werden beschnitten, das freiwerdende Geld fließt in die Zugpferde Fallout, The Elder Scrolls und Halo. Drei anonyme Quellen stützen den Bericht. Dass Sharma vor harten Einschnitten nicht zurückschreckt, hat sie bereits mit ihrer schonungslosen Bestandsaufnahme zum Xbox-Geschäft bewiesen – in einem internen Memo räumte sie ein, das Geschäft sei „nicht gesund“.

Das steckt im Artikel
  • Was der Bericht von The Information enthüllt
  • 15 Jahre Skyrim – die unhaltbare Bethesda-Lücke
  • Der Preis der Radikalkur
  • Geld allein macht keine Spiele

Was der Bericht von The Information enthüllt

IGN berichtet unter Berufung auf The Information, dass Sharma die Entwicklung neuer Spiele der drei Kernmarken beschleunigen will. Parallel dazu prüft Microsoft einem Strategiepapier zufolge, ob Xbox künftig als eigenständige Tochtergesellschaft geführt wird – ähnlich wie LinkedIn oder GitHub. Ein Verkauf steht demnach nicht unmittelbar bevor, ist aber auch nicht vom Tisch.

Konkret planen Sharma und Chief Strategy Officer Matthew Ball, Mittel aus leistungsschwachen Studios abzuziehen und in Fallout, The Elder Scrolls und Halo zu stecken. Auch Minecraft soll zusätzliche Investitionen erhalten. Die drei Insider betonen: Das Gesamtbudget von Xbox bleibt 2027 unverändert. Jeder Cent für die Zugpferde muss also woanders eingespart werden.

15 Jahre Skyrim – die unhaltbare Bethesda-Lücke

Die Zahlen sind für eine Plattform vom Anspruch einer Xbox Series X/S vernichtend: 15 Jahre seit Skyrim. 11 Jahre seit Fallout 4. 8 Jahre seit dem kurzen Teasertrailer zu The Elder Scrolls 6 – und bis heute keine einzige Sekunde Gameplay. Einem düsteren Ausblick zufolge könnte The Elder Scrolls 6 frühestens 2030 erscheinen. Ein neues Fallout würde erst danach kommen – irgendwann in den 2030ern. Das nächste Halo ist ein Remake.

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Xbox hat in dieser Generation kein einziges neues Aushängeschild dieser drei Serien auf die Series X/S gebracht. Dass Sharma und Ball jetzt ungeduldig werden, ist kein PR-Getöse – es ist das Eingeständnis, dass die letzten beiden Konsolengenerationen an genau dieser Lücke gescheitert sind.

In ihrem öffentlichen Memo ließ Sharma keinen Zweifel an der neuen Härte: „Wir sind die Verwalter branchendefinierender Marken mit enormem Potenzial und großer Spielernachfrage – aber wir haben sie nicht ausreichend finanziert, um zu konkurrieren und zu gewinnen.“

Der Preis der Radikalkur

Dass Sparen wehtut, zeigen die Massenentlassungen im Juli, die Sharma bereits angekündigt hat. Der Bericht von The Information geht noch weiter: Mindestens ein Studio könnte komplett geschlossen werden. In Branchenkreisen fällt dabei der Name Double Fine – das Team hinter Psychonauts und Brutal Legend. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, doch das Muster ist vertraut: Microsoft hat 2025 bereits Tango Gameworks und Arkane Austin dichtgemacht.

Auch für die Vielfalt im Game Pass sieht es düster aus. Sharmas Strategie zielt auf verlässliche Einnahmequellen, nicht auf kreative Risiken. Projekte im Double-A-Bereich – genau die Art von Spielen, die ein Abo wie den Game Pass abseits der Blockbuster interessant machen – werden künftig seltener grünes Licht bekommen. Ein risikoaverser Kurs, der das Abo auf lange Sicht weniger attraktiv machen könnte.

Geld allein macht keine Spiele

So entschlossen die neue Führung auftritt – die größte Hürde bleibt die Zeit. Selbst mit voller Finanzierung braucht ein Spiel vom Umfang eines The Elder Scrolls 6 Jahre. Ein neues Fallout von Bethesda Game Studios ist vor Abschluss von TES6 nicht zu erwarten. Ein möglicher Ausweg: Spekulationen um ein neues Fallout von Obsidian machen seit Tagen die Runde. Das Team um Fallout-Veteranen wie Leonard Boyarsky und Tim Cain hat mit The Outer Worlds bereits bewiesen, dass es das postapokalyptische Rollenspiel beherrscht – und ein dritter Teil der Reihe ist wegen schwacher Verkaufszahlen nicht geplant.

Ob Bethesda unter dem neuen Xbox-Regime die Kontrolle über die Marke teilen muss, bleibt offen. Unter Phil Spencer durfte Bethesda allein entscheiden – für Sharma und Ball zählt nur noch das Ergebnis.

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vonManuel Rössler
Ich bin ein Nerd aus Leidenschaft, spiele von Shooter bis hin zu Jump & Run Games und habe ein Herz für schönes Story-Telling. Kann den Hype um Spiele wie Battlefield und Co. nicht verstehen, konnte über ein ganzes Jahr Spielzeit in World of Warcraft erreichen bevor es seinen Reiz verlor. Momentan bin ich auf der Suche nach spannenden und herausfordernden Spielen welche es zu bezwingen gilt!
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