Cheater haben Arc Raiders monatelang zugesetzt. Wallhacks, Duplikations-Exploits, endlose Gummienten – wer in den höheren Rängen unterwegs war, traf früher oder später auf jemanden, der das Spiel für alle anderen kaputtmachte. Jetzt zieht Embark die Schraube an. Mit Update 1.33.0 kommt Denuvo Anti-Cheat auf breiterer Front, und wer einem Cheater zum Opfer fiel, bekommt sein Loot automatisch zurück. Was das für die Fans konkret bedeutet: weniger Frust, mehr Fairness – zumindest auf dem Papier.
Embark weitet Denuvo Anti-Cheat für Arc Raiders aus
Bereits Ende Mai hatte Embark Denuvo Anti-Cheat zunächst für eine begrenzte Spielergruppe aktiviert. Das Studio sammelte Daten, prüfte die Performance und zog offenbar positive Bilanz. In den offiziellen Patch Notes zu 1.33.0 heißt es jetzt: „Im Rahmen unserer laufenden Bemühungen gegen unfaires Spielen weiten wir Denuvo Anti-Cheat auf weitere Spieler aus. Wir sind mit den Fortschritten zufrieden und erwarten weitere Verbesserungen, je weiter wir hochfahren.“
Der Schritt kommt nicht überraschend. Wer die letzten Monate in Arc Raiders verbracht hat, weiß: Die Cheater-Problematik war existentiell. Streamer und erfahrene Spieler hatten das Spiel zeitweise aufgegeben. Exploits zerstörten das Wirtschaftssystem – allen voran ein Duplikations-Glitch, der es erlaubte, Ausrüstung und Items in unbegrenzter Menge zu kopieren. Dass Embark mit Denuvo nachlegt, ist der konsequente nächste Schritt. Auch im Schwestertitel The Finals hatte der Anti-Cheat bereits seine Wirksamkeit gezeigt.
Duplikations-Exploits und neue Sicherheitsvorkehrungen
Neben der Anti-Cheat-Ausweitung adressiert Embark die zweite große Baustelle: Duplikations-Exploits. Das Studio spricht von „strengen Maßnahmen gegen Beteiligte“ und kündigt an, künftige Sicherheitsvorkehrungen zu entwickeln, um Exploits gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Formulierung bleibt bewusst vage – was genau Embark unternimmt, ist nicht im Detail bekannt. Für ein Extraction Shooter, in dem Beute buchstäblich über Leben und Tod entscheidet, war die Situation zuletzt unhaltbar.
Der PC Gamer-Bericht fasst zusammen, wie tiefgreifend die Probleme waren: TheGamingMerchant hatte die Duplikations-Exploits getestet und dokumentiert, wie sehr sie das High-End-PvP verzerren. Dass Embark jetzt handelt, ist überfällig – aber besser spät als nie.
Automatische Rückerstattung und Bann-Benachrichtigung
Der vielleicht wichtigste Neuzugang für den Normal-Spieler: Wer einem Cheater zum Opfer fällt, bekommt seinen Loot automatisch zurück. Sobald Embark einen Cheater bannt, wird geprüft, welche Spieler gegen ihn verloren haben – und die verlorenen Items landen wieder im Inventar. Eine separate Meldung informiert zudem, wenn ein gemeldeter Spieler tatsächlich gebannt wurde.
Das klingt banal, ist aber genau das, was Spieler seit Monaten fordern. In einem Extraction Shooter ist das Risiko der zentrale Mechanismus: Man bringt Beute ins Gefecht, setzt sie aufs Spiel. Wenn ein Cheater diese Mechanik aushebelt, bleibt nichts als Frust. Die automatische Rückerstattung hebelt zumindest die schlimmste Konsequenz aus.
Ob Embark mit Denuvo tatsächlich die hartnäckigsten Exploits stoppen kann, lässt sich erst in den kommenden Wochen prüfen – das Studio selbst spricht von einem schrittweisen Hochfahren.


