Das Resident Evil Showcase hat die Vorhänge gelüftet, und was sich dahinter verbirgt, ist gleichermaßen faszinierend wie beunruhigend. Resident Evil Requiem, der neunte Hauptableger der legendären Survival-Horror-Reihe, verspricht eine Rückkehr zu den Wurzeln – allerdings mit einem blutgetränkten Twist, der selbst hartgesottene Fans aufhorchen lässt. Leon S. Kennedy ist zurück, und er hat im Laufe der Jahre nicht nur an Erfahrung gewonnen, sondern auch an Brutalität. Neue Hinrichtungsmoves, ein Tomahawk als vielseitiges Werkzeug und Zombies, die sich an ihre menschlichen Gewohnheiten klammern, sind nur einige der Details, die Capcom enthüllt hat. Der Release am 27. Februar 2026 rückt näher, und die Erwartungen könnten kaum höher sein.
Leons Arsenal: Tomahawk, Schrotflinten-Hinrichtungen und erbeutete Kettensägen
Leon hat in seinen Jahren beim DSO – der Division of Security Operations – gegen unzählige bioterroristische Organisationen gekämpft, doch Requiem soll ihn an seine absoluten Grenzen treiben. Das zeigt sich nicht zuletzt in seinem erweiterten Waffenarsenal. Der Tomahawk ist hierbei das Highlight: Er kann geschärft werden, eignet sich hervorragend für Stealth-Kills und kann sogar Kettensägenangriffe parieren. Ja, richtig gelesen – Parieren. Das eröffnet völlig neue taktische Möglichkeiten im Kampf gegen die Infizierten.
Doch damit nicht genug. Leon kann gezielt Körperteile attackieren, um Gegner zu Straucheln zu bringen und sich so etwas Luft zu verschaffen. Wer es noch drastischer mag, kann einem Zombie auch einfach die Schrotflinte in den Mund rammen – eine Hinrichtung, die an die ikonische Pistolen-Execution aus früheren Teilen erinnert, aber wesentlich brutaler wirkt. Fallen Feinde und hinterlassen Waffen wie Kettensägen, kann Leon diese für eine begrenzte Anzahl von Angriffen nutzen. Das sorgt für improvisierte Momente purer Verzweiflung und Gewalt.
Zombies mit Erinnerungen: Ein verstörendes Detail
Was Requiem von anderen Resident Evil-Teilen abhebt, ist die Art, wie die Infizierten dargestellt werden. Capcom hat sich dazu entschieden, den Zombies Charakteristika zu verleihen, die sie aus ihrem früheren Leben beibehalten haben. Ein Hausmeister putzt weiter, selbst wenn sein Körper bereits verwest. Ein Verkäufer steht vielleicht noch immer hinter seiner Theke, unfähig, seine Routine loszulassen. Diese Details verleihen den Untoten eine verstörende Menschlichkeit und machen das Töten emotional schwerer. Gleichzeitig eröffnet es taktische Möglichkeiten: Wer die Gewohnheiten der Zombies beobachtet, kann sie gezielter ausschalten.
Diese Designentscheidung erinnert an klassische Zombie-Filme wie Dawn of the Dead, in denen die Untoten instinktiv zu Orten zurückkehren, die ihnen zu Lebzeiten vertraut waren. In Requiem wird dieser Ansatz spielerisch genutzt und verleiht den Gegnern eine Tiefe, die über bloße Zielscheiben hinausgeht.
Graces Gameplay: Methodisch, gefährlich, verzweifelt
Während Leon auf Action setzt, verkörpert Grace einen klassischeren Survival-Horror-Ansatz. Ihre Spielabschnitte sind von Schleichmechaniken geprägt, und Munition ist Mangelware. Schwere Waffen sucht man bei ihr vergeblich, doch sie besitzt die Requiem – einen großkalibrigen Sturmrevolver mit begrenzter Munition, der in brenzligen Situationen den entscheidenden Unterschied machen kann. Jeder Schuss muss sitzen, denn Verschwendung bedeutet den Tod.
Das Crafting-System nimmt sich Anleihen bei Resident Evil 2, doch mit einer ekligen Wendung: Viele Items können nur mit infiziertem Blut hergestellt werden. Das bedeutet, dass Grace sich die Hände schmutzig machen muss – buchstäblich. Ein besonders interessantes Werkzeug ist der Specialized Injector, mit dem verhindert werden kann, dass Leichen mutieren. Das eröffnet neue strategische Ebenen: Soll man eine Leiche präventiv behandeln, bevor sie zum Problem wird, oder die kostbare Ressource sparen?
Rückkehr nach Raccoon City: Fanwünsche wurden erhört
Producer Masato Kumazawa hat in Interviews betont, dass Capcoms Entscheidung, nach Raccoon City zurückzukehren, nicht nur aus Nostalgie geboren wurde. „Wir haben viel positives Feedback erhalten, aber auch den Wunsch der Fans vernommen, die Hauptstory weiterzuführen“, erklärt er. Deshalb konzentriert sich Requiem auf die Ereignisse rund um Raccoon City – allerdings nicht ausschließlich. Neue Schauplätze wie das Rhodes Hill Chronic Care Center liegen außerhalb der Stadt und versprechen frische Kulissen.
Die Rückkehr zu den Wurzeln kommt nicht von ungefähr. Nach den eher actionlastigen Teilen Resident Evil 5 und 6 sowie den experimentelleren Ansätzen von 7 und Village sehnen sich viele Fans nach der Atmosphäre der klassischen Teile. Requiem scheint genau diese Balance zu finden: Horror für Grace, Action für Leon.
Technische Details und Plattformen
Resident Evil Requiem erscheint am 27. Februar 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC und Nintendo Switch 2. Die Unterstützung der neuen Nintendo-Konsole ist ein bemerkenswertes Statement, das zeigt, dass Capcom die Plattform ernst nimmt. Wie gut das Spiel auf der Switch 2 läuft, bleibt abzuwarten, doch die Leistungsfähigkeit der Konsole sollte für eine solide Performance ausreichen.
Glaubst du, dass Requiem das Zeug hat, sich neben Klassikern wie Resident Evil 2 Remake zu behaupten, oder wird es nur ein weiterer Eintrag in einer übersättigten Reihe? Und welche Spielweise reizt dich mehr – Leons actiongeladener Ansatz oder Graces methodisches Überleben? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!




