Creative Technology erweitert sein Portfolio um einen neuen Desktop-Lautsprecher, der die Lücke zwischen günstigen PC-Boxen und teuren Studiomonitoren schließen soll. Der Creative XF1 liefert 72 Watt RMS aus einem vollaktiven 2-Wege-Design mit DSP-Steuerung und dedizierter Verstärkung pro Treiber. Bluetooth 6.0 mit LDAC, USB-C-Audio bis 24 Bit/96 kHz und ein Subwoofer-Ausgang machen ihn zum flexiblen Allrounder für den Schreibtisch. Ab 6. August kostet er 159,99 Euro.
Creative XF1 Desktop-Lautsprecher mit doppelter Hi-Res-Zertifizierung und FEA-Chassis
Creative setzt beim XF1 auf ein durchdachtes Treiber-Design: Zwei 3-Zoll-Tieftöner, optimiert per Finite-Element-Analyse, arbeiten mit zwei ¾-Zoll-Hochtönern zusammen. Der Frequenzbereich erstreckt sich von 55 Hz bis 40 kHz – ein Wert, der unter 200 Euro selten ist. Die doppelte Hi-Res-Audio-Zertifizierung deckt sowohl kabelgebundene (USB, AUX) als auch kabellose Pfade (LDAC) ab.
Der Clou: Jeder Treiber hat seinen eigenen Verstärker. Das vollaktive 2-Wege-Design mit DSP-Steuerung sorgt für einen gleichmäßigen Frequenzgang über verschiedene Lautstärken hinweg – ein Detail, das viele passive oder einfach verstärkte Desktop-Boxen vermissen lassen. Der Signal-Rausch-Abstand von mindestens 85 dB und eine Klirrrate unter einem Prozent bestätigen die technische Seriosität. Ein Blick auf die Creative XF1 Produktseite zeigt die vollständigen Spezifikationen.
Bluetooth 6.0, LDAC und Subwoofer-Erweiterung – die Anschlussvielfalt
Der XF1 setzt auf Bluetooth 6.0 mit LDAC – ein echtes Plus für Nutzer, die hochauflösendes Streaming ohne Kabel wollen. LDAC überträgt bis zu 990 kbps bei 24 Bit/96 kHz, was in dieser Preisklasse noch nicht Standard ist. Per USB-C klingt es ebenfalls exzellent, der 3,5-mm-AUX-Eingang bleibt als analoge Brücke erhalten.
Der Subwoofer-Ausgang mit automatischem Moduswechsel ist das vielleicht wichtigste Detail für alle, die später auf ein 2.1-System aufrüsten wollen. Der XF1 startet als 2.0-Lösung, lässt sich aber ohne Umbau um einen externen Subwoofer erweitern – eine clevere Upgrade-Strategie, die Creative Sound Blaster Audigy-Besitzer aus dem PCIe-Slot-Bereich kennen. Der OXS Thunder Duo X zeigt derweil, wie Surround-Sound am Schreibtisch aussehen kann: mit 130 Watt RMS und Nackenlautsprecher für 650 Euro – eine Alternative für Nutzer mit höheren Ansprüchen an Raumklang.
Creative Nexus App mit 120 EQ-Voreinstellungen
Die Software-Seite übernimmt die Creative Nexus App, die bereits von den Sound Blaster-Karten bekannt ist. Sie bietet einen 10-Band-parametrischen Equalizer sowie über 120 EQ-Voreinstellungen, die von Creatives Audio-Experten entwickelt wurden. Die Profile decken über 20 Musikgenres und knapp 100 Spiele ab – von neutraler Mixing-Kurve bis zu bassbetontem Gaming-Profil.
Das Gehäuse gibt es in Schwarz oder Weiß, die abnehmbaren Korkfüße erlauben eine Ausrichtung zum Hörer. Mit 155 × 99,7 × 191 mm pro Box und rund 1,3 kg bleiben die Lautsprecher kompakt genug für den Schreibtisch. Der kombinierte Drehregler für Lautstärke, Ein/Aus und Quellenwahl sitzt an der rechten Box – simpel, aber effektiv.