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Games

Gericht lässt Blacklisting-Klage gegen Rockstar Games zu – der Fall um 34 entlassene Mitarbeiter wird jetzt zum Prozess

Ein britisches Arbeitsgericht hat die Blacklisting-Vorwürfe gegen Rockstar Games zur Hauptverhandlung zugelassen und den Prozess für September 2026 terminiert. Damit eskaliert der Streit um die Entlassung von 34 Mitarbeitern, während der GTA-6-Release im November 2026 vorerst nicht betroffen ist.

Alexander Liebe
von Alexander Liebe
19.06.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Der Rechtsstreit zwischen Rockstar Games und der britischen Gewerkschaft IWGB eskaliert weiter. Ein Arbeitsgericht hat die Blacklisting-Vorwürfe gegen den GTA 6 Entwickler zur Verhandlung zugelassen – und damit den Druck auf den Konzern erhöht. Schon seit November 2025 streiten die Parteien über die Entlassung von 34 Mitarbeitern, die eine Gewerkschaft gründen wollten. Jetzt steht der Termin: Ab dem 10. September wird vor Gericht verhandelt, ob Rockstar systematisch gegen organisierte Beschäftigte vorgegangen ist.

Das steckt im Artikel
  • Ein Fall mit Vorgeschichte: Wie es zu den Entlassungen kam
  • Gericht lehnt Eilantrag ab – Blacklisting-Vorwurf bleibt
  • Politik schaltet sich ein: Starmer fordert Aufklärung
  • Was bedeutet das für GTA 6?
  • Auf den Pixel gefühlt…

Ein Fall mit Vorgeschichte: Wie es zu den Entlassungen kam

Der Konflikt begann im Oktober 2025, als Rockstar Games mehr als 30 Mitarbeiter in Großbritannien und Kanada entließ – ohne Vorwarnung, ohne Angabe konkreter Gründe im Vorfeld. Die Betroffenen waren nach Angaben der IWGB allesamt an der Gründung einer Arbeitnehmervertretung beteiligt. Die Gewerkschaft reichte daraufhin im November 2025 Klage beim britischen Arbeitsgericht ein und warf dem Studio vor, gezielt gegen gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte vorzugehen. Ein Insiderbericht zu den Entlassungen zeichnet ein düsteres Bild der Vorgänge hinter den Kulissen.

Rockstar selbst begründete die Kündigungen mit der Weitergabe vertraulicher Informationen: Auf einem Discord-Server sollen Details zu unangekündigten Projekten durchgestochen worden sein. Die Gewerkschaft bestreitet das und spricht von einem Vorwand, um die Organisation der Belegschaft zu unterbinden.

Gericht lehnt Eilantrag ab – Blacklisting-Vorwurf bleibt

Im Januar 2026 folgte der erste Rückschlag für die IWGB: Ein abgelehnter Eilantrag auf Zwischenzahlungen bedeutete, dass die entlassenen Mitarbeiter vorerst ohne Vergütung blieben. Das Gericht sah damals keine ausreichende Grundlage für einen sofortigen einstweiligen Rechtsschutz.

📌 Kurz gefragt
Was bedeutet Blacklisting im arbeitsrechtlichen Kontext?
→ Blacklisting bezeichnet die Praxis, ehemalige Mitarbeiter auf eine interne schwarze Liste zu setzen, um ihnen den Wiedereinstieg in die Branche zu erschweren. Im Fall von Rockstar wirft die IWGB dem Studio vor, genau das mit den entlassenen Beschäftigten getan zu haben.

Die jetzt bekannt gewordene Entscheidung vom Juni 2026 dreht den Spieß jedoch nicht um, sondern öffnet eine zweite Front: Das Arbeitsgericht hat zugelassen, dass die IWGB ihre Blacklisting-Vorwürfe einbringen darf. Die Gewerkschaft wirft Rockstar vor, entlassene Mitarbeiter systematisch auf eine schwarze Liste gesetzt zu haben – ein Schritt, der ihnen die Rückkehr in die Branche unmöglich machen würde. Der Ursprung der Klage im November 2025 zeigt, wie tief der Graben zwischen den Parteien bereits damals war.

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Politik schaltet sich ein: Starmer fordert Aufklärung

Der Fall hat längst die Unternehmensebene verlassen. Bereits im Frühjahr 2026 schaltete sich der britische Premierminister Keir Starmer in die Debatte ein und bezeichnete die Vorgänge bei Rockstar als zutiefst besorgniserregend. Der Druck auf den Mutterkonzern Take-Two Interactive wächst damit von mehreren Seiten gleichzeitig – juristisch, politisch und öffentlichkeitswirksam.

Was bedeutet das für GTA 6?

Die Frage, die Spieler am stärksten beschäftigt: Gefährdet der Rechtsstreit den Release von GTA 6? Die kurze Antwort: nein – zumindest nicht direkt. Das Spiel soll planmäßig am 19. November 2026 erscheinen. Der Prozess ist vom 10. September bis 15. Oktober 2026 terminiert und liegt damit vor dem Veröffentlichungsfenster. Dass ein laufendes Verfahren die Entwicklungsarbeit beeinträchtigt oder zu weiteren Verzögerungen führt, ist unwahrscheinlich. Aber der Imageschaden bleibt. Während GTA 6 am 19. November 2026 erscheint, wird parallel vor Gericht über die Arbeitsbedingungen beim wichtigsten Entwicklerstudio der Welt verhandelt.

Auf den Pixel gefühlt…

Kurz, präzise, unbestechlich

Der Fall ist kein mobbender Shitstorm, sondern ein ernstzunehmendes Verfahren mit Substanz. Ein Arbeitsgericht lässt die Blacklisting-Vorwürfe zu – das passiert nicht ohne Grund. Gleichzeitig ist Rockstars Version der Ereignisse (Leak vertraulicher Daten auf einem Discord-Server mit 25 externen Personen) weder aus der Luft gegriffen noch trivial. Der Prozess wird zeigen müssen, ob die Entlassungen tatsächlich gezielte Gewerkschaftsbekämpfung waren oder eine harte, aber juristisch saubere Reaktion auf einen Informationsleck. Für GTA 6 ändert sich nichts an der Terminlage. Für den Ruf von Rockstar Games als Arbeitgeber könnte der Herbst 2026 dennoch zur Zerreißprobe werden.
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vonAlexander Liebe
Seitdem ich zum ersten Mal einen Controller in der Hand hielt wusste ich, dass dies eine Freundschaft fürs Leben wird. Bis heute ist der digitale Sport für mich fixer Bestandteil meiner Freizeit. Mit AustriaGaming ist er sogar zum Teil zur Berufung geworden. Favorisierte Spiele sind für mich aus dem Genre Horror, SciFi und RPG mit viel geschichtlichem Tiefgang. Gerade innovative und alternative Games ziehen mich öfters in den Bann.
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