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Grand Theft Auto 6: Screenshot
Games

Gewerkschaftsprotest erschüttert London nach Massenentlassungen bei Rockstar Games

Nach der Entlassung von Dutzenden gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern durch Rockstar Games organisiert die britische Gewerkschaft IWGB einen Protest vor dem Londoner Büro der Muttergesellschaft Take-Two, wobei sie dem Unternehmen gezielte Gewerkschaftsbekämpfung vorwirft, während Rockstar die Kündigungen mit der Verbreitung vertraulicher Informationen rechtfertigt.

Maciej Ataman
von Maciej Ataman
07.11.25
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Lesezeit: 3 Min.
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Die Spannungen zwischen dem Entwicklergiganten Rockstar Games und seinen Angestellten haben einen neuen, beunruhigenden Siedepunkt erreicht. Nach der kürzlichen Entlassung von 30 bis 40 Mitarbeitern hat die britische Gewerkschaft Independent Workers‘ Union of Great Britain (IWGB) zu einem Protest vor dem Londoner Büro der Muttergesellschaft Take-Two Interactive aufgerufen. In einem über soziale Medien verbreiteten Video wirft die Gewerkschaft dem Schöpfer von Grand Theft Auto vor, seine Mitarbeiter „verraten“ und mit den Entlassungen einen Akt des „Union Busting“ – der gezielten Zerschlagung von Gewerkschaftsstrukturen – begangen zu haben. Der Streit verlagert sich somit von den internen Foren direkt auf das Pflaster der britischen Hauptstadt.

Das steckt im Artikel
  • Der Vorwurf des Verrats und der Einschüchterung
  • Vertrauliche Informationen oder fadenscheiniger Vorwand?
  • Ein Präzedenzfall für die gesamte Branche

Der Vorwurf des Verrats und der Einschüchterung

Die von der IWGB erhobenen Anschuldigungen sind an Deutlichkeit kaum zu überbieten. „Rockstar, die Macher von GTA, haben eine rote Linie überschritten“, schreibt die Organisation. „Sie haben über 30 Mitarbeiter entlassen, allesamt Mitglieder der IWGB-Gewerkschaft, in einem unverhohlenen Akt des Union Busting.“ Die Gewerkschaft behauptet, dieser Schritt sei aus keinem anderen Grund erfolgt, als die Belegschaft „einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen“. In ihrer Erklärung heißt es weiter: „Dies ist nicht nur illegal, sondern auch ein kompletter Angriff auf die Rechte der Arbeitnehmer und das Wohlergehen der Menschen.“ Man wirft dem Unternehmen vor, sich wie die Schurken aus den eigenen Spielen aufzuführen, Arbeitsgesetze zu brechen und damit sowohl die Belegschaft als auch die Fans zu hintergehen.

Vertrauliche Informationen oder fadenscheiniger Vorwand?

Die Unternehmensseite zeichnet ein gänzlich anderes Bild der Ereignisse. Ein Sprecher von Rockstar Games konterte die Vorwürfe mit der Darstellung, die Entlassungen seien die Konsequenz aus einem klaren Verstoß gegen die Unternehmensrichtlinien. Man habe gegen eine kleine Anzahl von Personen Maßnahmen ergriffen, die nachweislich „vertrauliche Informationen in einem öffentlichen Forum verbreitet und diskutiert“ hätten. Der Sprecher bestritt vehement, dass dieser Vorgang in irgendeinem Zusammenhang mit dem Recht der Mitarbeiter stehe, einer Gewerkschaft beizutreten oder sich gewerkschaftlich zu betätigen. Auch Alan Lewis, ein Sprecher der Muttergesellschaft Take-Two, stützte diese Version und sprach von „grobem Fehlverhalten“ als einzigem Grund für die Kündigungen.

Ein Präzedenzfall für die gesamte Branche

Im Kern dieses erbitterten Disputs steht eine fundamentale Meinungsverschiedenheit über die Definition von „grobem Fehlverhalten“. Die IWGB behauptet, die vorgeworfene Handlung habe lediglich in der privaten Kommunikation der Mitarbeiter mit Gewerkschaftsvertretern bestanden. Alex Marshall, der Präsident der IWGB, nannte den Vorgang „einen der schamlosesten und rücksichtslosesten Akte des Union Busting in der Geschichte der Spielebranche“. Rockstar habe, so Marshall, Angst davor, dass hart arbeitende Angestellte privat ihre Rechte auf einen faireren Arbeitsplatz diskutieren. Das Management zeige damit, dass ihm Verzögerungen bei GTA 6 gleichgültig seien und es die Bekämpfung der Gewerkschaft über die Fertigstellung des Spiels stelle, indem es genau die Leute ins Visier nehme, die es entwickeln.

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vonMaciej Ataman
Mein “HOBBY” hat mit dem Gameboy und Tetris begonnen und amüsiert mich immer noch bis in die Morgenstunden. Meine Lieblingsspiele sind Strategie/Renn –und Actionspiele. Man probiert jedoch alles aus was Spaß macht. AustriaGaming bietet mir die Möglichkeit mein Hobby mit anderen zu teilen und gemeinsam Spaß zu haben. P.S: “We see us on the Battlefield!”
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