Capcom hat den „Severing Fates“-Trailer zu Onimusha: Way of the Sword veröffentlicht. Im Mittelpunkt: ein mehrarmiger Genma-Boss, dem Musashi Miyamoto mit purer Oni-Kraft entgegentritt – und ein Handschuh, der Fans von Devil May Cry sofort bekannt vorkommen dürfte.
Ein Schrein, ein Monster – und der Oni-Handschuh als Antwort
Der Trailer führt Musashi in einen Schrein, der der Legende nach die „Schicksalsfäden“ durchtrennt. Was dort lauert, ist ein mehrarmiges Genma, das erst versucht, in den Kopf des Samurai einzudringen, bevor es zur Klinge greift. Musashi ist schneller – und der Lohn des Kampfes sind glänzende Oni-Handschuhe, die dem Protagonisten eine völlig neue Kampfdimension verleihen.
Die Parallelen zu Vergils Beowulf aus der Devil May Cry Reihe sind unübersehbar: wuchtige Schläge, aufgeladene Angriffe und eine spürbare Zunahme an physischer Zerstörungskraft. Selbst die Animation des Gewichthebens, die der Trailer augenzwinkernd zeigt, spielt mit diesem Capcom-internen Zitat. Kein Zufall – beide Serien teilen sich eine DNA aus präzisem Timing, Style und übernatürlicher Action.
Deflect, Redirect, Issen – das Kampfsystem setzt auf Timing statt Knöpfchenhämmern
Die Kernmechaniken des Kampfsystems sind inzwischen aus der spielbaren Demo bekannt: Deflecten und Redirecten. Wer gegnerische Angriffe im richtigen Moment pariert, bricht die Haltung des Feindes und öffnet ein Fenster für verheerende Issen-Konter. Der Oni-Handschuh erweitert dieses Repertoire nun um rohe Durchschlagskraft – die Frage ist, ob er sich gegen schnelle Gegner überhaupt lohnt oder primär als Boss-Knacker dient.
Dass die Demo von einigen Spielern als zu leicht empfunden wurde, hat Capcom übrigens nicht ignoriert. Das Studio reagierte auf die Kritik und versprach Nachjustierungen für die finale Version – der gezeigte mehrarmige Boss könnte also im fertigen Spiel deutlich aggressiver ausfallen als das, was der Trailer andeutet.
Der vorgezogene Release als Statement
Dass Onimusha: Way of the Sword jetzt schon am 4. September erscheint, war ursprünglich nicht geplant. Capcom zog den Termin um drei Wochen vor – vom 25. September auf Anfang September – und katapultierte das Spiel damit direkt in den Windschatten von The Blood of Dawnwalker. Ein riskanter Move, der Selbstbewusstsein ausstrahlt.
Für Capcom ist Onimusha kein Nebenprojekt: Die Serie steht mit über 9 Millionen verkauften Einheiten auf Platz zehn der umsatzstärksten Franchises des Publishers. Nach fast 20 Jahren ohne neuen Hauptteil ist Way of the Sword die Wiederbelebung eines schlafenden Schwergewichts – und die Entscheidung, Miyamoto Musashi statt eines namenlosen Samurai zum Protagonisten zu machen, unterstreicht den narrativen Anspruch.
Die Oni-Handschuhe sind erst der Anfang
Bleibt die Frage, was Musashis Oni-Handschuh sonst noch beschwören kann. Der Trailer zeigt eine Waffe – aber die Demo deutete bereits an, dass der Handschuh Seelen absorbieren und verschiedene Oni-Waffen manifestieren kann. Ein ganzes Arsenal, das über klassische Schwerter hinausgeht und die Rollenspiel-Elemente der Serie in Richtung Devil-May-Cry-Loadout-Vielfalt schieben könnte.
Ob der mehrarmige Boss am Ende ein Story-Schlüsselgegner oder ein optionaler Superboss ist, verrät Capcom noch nicht. Fest steht: Der September beginnt scharf. Onimusha: Way of the Sword erscheint am 4. September 2026 für PS5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC. Wer es selbst testen will: Die Demo steht auf allen Plattformen zum Download bereit, und auf der Gamescom 2026 ist das Spiel in Halle 6.1 spielbar.




