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Games

Eine Million Verkäufe in 24 Stunden: Warum ein totgeglaubter Action-Gigant plötzlich alles rasiert

Das dämonische Samurai-Abenteuer bricht alle Erwartungen und setzt am ersten Verkaufstag über eine Million Einheiten ab. Mit diesem Traumstart knackt die Reihe einen historischen Meilenstein und ermutigt Capcom zur Rückkehr weiterer Fan-Lieblinge.

Max Wollersberger
von Max Wollersberger
08.09.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Mit Onimusha: Way of the Sword meldet sich Capcoms legendäre Schwertkampf-Reihe nach zwei Jahrzehnten Funkstille furios auf PlayStation 5, Xbox Series X und S, PC sowie Nintendo Switch 2 zurück. Der japanische Publisher meldet bereits am ersten Verkaufstag über eine Million abgesetzte Exemplare weltweit. Dieser Blitzstart befördert das Gesamtergebnis des Franchise über die Marke von zehn Millionen Einheiten und tritt eine Welle an Comeback-Hoffnungen für längst vergessene Klassiker los.

Das steckt im Artikel
  • Eine Million Verkäufe am Premierentag brechen zwanzig Jahre Funkstille
  • Präziser Schwertkampf triumphiert über generische Modetrends
  • Capcom öffnet die Archive und weckt alte Legenden

Eine Million Verkäufe am Premierentag brechen zwanzig Jahre Funkstille

Der Ansturm auf den Neustart übertrifft selbst kühne Erwartungen der Analysten. Nach fast zwanzig Jahren Pause seit Dawn of Dreams schlägt das Schwertkampf-Abenteuer an den Kassen voll ein. Laut der offiziellen Mitteilung für Investoren passierte der Titel bereits in den ersten vierundzwanzig Stunden die Marke von einer Million verkaufter Einheiten. Dieser Erfolg treibt die Gesamtverkäufe der gesamten Marke auf über zehn Millionen Spiele und belegt eindrucksvoll den gewaltigen Nachholbedarf der Zockerschaft.

Hinter diesem Blitzstart steckt eine clevere Veröffentlichungsstrategie ohne faule Tricks. Statt sich hinter verschlossenen Türen zu verstecken, ließ Capcom die Spieler im Vorfeld über mehrere Demos und Messe-Events direkt ans Gamepad. Die Rückkehr der Samurai-Saga baute dadurch eine enorme Mundpropaganda auf, die den Vollpreis von siebzig Euro von der ersten Minute an rechtfertigte.

Dieser Vertrauensvorschuss zahlt sich vor allem deshalb aus, weil das fertige Spiel ein klares spielerisches Versprechen einlöst. Die Fans bekamen genau das kompromisslose Gameplay geliefert, das sie gefordert haben.

Präziser Schwertkampf triumphiert über generische Modetrends

Das Team um Game Director Satoru Nihei widerstand der Versuchung, die traditionsreiche Marke in ein beliebiges Abziehbild aktueller Markttrends zu verwandeln. Spieler steuern den legendären Samurai Miyamoto Musashi durch ein düsteres, von Dämonen heimgesuchtes Kyoto der Edo-Zeit. Anstatt die Welt mit unzähligen Sammel-Symbolen vollzustopfen, konzentriert sich das Geschehen voll auf enge Gassen, präzise Duelle und wuchtige Bosskämpfe. Jeder gezogene Klingenstreich verlangt volle Konzentration.

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Im Zentrum der Gefechte steht das runderneuerte Issen-System, das perfektes Parieren im allerletzten Moment mit verheerenden Hinrichtungen belohnt. Dieser bewusste Verzicht auf Soulslike-Trends hebt das Abenteuer wohltuend von der Masse ab und besinnt sich auf die Tugenden klassischer Hack-and-Slash-Großtaten. Das Feedback am Controller fühlt sich direkt, brachial und befriedigend an.

Dass die Rechnung ohne aufgezwungene Rollenspiel-Bäume und endlose Grind-Schleifen aufgeht, beweisen auch die Steam-Statistiken mit über 85.000 gleichzeitigen Kriegern am Premierenwochenende. Dieser enorme Spieleransturm entfaltet in der Chefetage in Osaka nun eine gewaltige Hebelwirkung.

Capcom öffnet die Archive und weckt alte Legenden

Der Erfolg befeuert direkt die langfristige Konzernstrategie des Publishers. In der offiziellen Stellungnahme betont Capcom ausdrücklich, dass man sich künftig verstärkt auf die Reaktivierung ruhender Marken konzentrieren wolle, die schon länger keinen neuen Ableger mehr spendiert bekamen. Nach einem Rekordjahr mit 59 Millionen verkauften Spielen peilt das Management langfristig bis zu 100 Millionen Verkäufe jährlich an. Alte Schätze aus dem Firmenarchiv sind dafür das perfekte Werkzeug mit überschaubarem Produktionsrisiko.

Diese offene Ansage elektrisiert vor allem jene Fans, die seit über zwei Jahrzehnten auf eine Wiederbelebung von Dino Crisis warten. Da der zweite Teil des Dinosaurier-Horrors noch in diesem Jahr im Klassiker-Katalog von PlayStation Plus landet, stehen die Zeichen für eine echte Rückkehr günstiger denn je. Wer Samurais nach zwanzig Jahren erfolgreich wiederbelebt, kann auch Regina gegen Urzeit-Echsen antreten lassen.

Capcom beweist im laufenden Jahr eine Treffsicherheit, die in der Branche ihresgleichen sucht. Nach Hits wie Resident Evil Requiem und Pragmata zeigt Onimusha, wie zeitlos gutes Spieldesign bleibt, wenn Entwickler den Kern einer Marke verstehen. Wer sein Archiv mit solcher Liebe und handwerklicher Präzision entstaubt, braucht vor der Zukunft keine Angst zu haben.

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vonMax Wollersberger
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Heavy Music, schnelle Bikes und Sport sowieso – da ich auch im Jahre des Herren 1986 geboren wurde und da auch der NES in Europa das Licht erblickte, war die Konsequenz des Zockens logisch. Da ich auch an verbaler Inkontinenz leide, sind PixelCritics sowie earshot.at perfekte Orte um mein Interesse am Journalismus auszuleben.
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8.7
PXC
83
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Plattformen
PCPlaystationXboxSwitch

Onimusha: Way of the Sword

Release Datum: 04. September 2026
Genre: Action, Adventure
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Spielmodi: Einzelspieler
Plattformen
PCPlaystationXboxSwitch
PEGI 18
violencebad-languagein-game-purchases
Kämpfe dich über blutbesudelte Schlachtfelder und beweise dich als herausragender Schwertkämpfer. Erkunde die Edo-zeitliche historische japanische Hauptstadt Kyoto, während sie von bösartigen Wolken aus Miasma verschlungen wird – jeder Abschnitt ist in Geheimnisse, Gefahren und Intrigen gehüllt. Bekämpfe in einer düsteren übernatürlichen Geschichte Monstrositäten aus der Unterwelt, die als Genma bekannt sind. Folge der Geschichte eines Samurai, der den Oni-Handschuh trägt – ein mystisches Artefakt, das seinem Träger die Macht verleiht, Genma zu töten.
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