Capcom zieht die Daumenschrauben für angehende Schwertmeister spürbar an. Im rasanten Action-Reboot Onimusha: Way of the Sword bekommt es Protagonist Musashi Miyamoto nicht länger nur mit isolierten Duellanten zu tun. Ein neuer Trailer stellt das dämonische Genma-Duo Ifuu und Burai vor, das den geschichtsträchtigen Kennin-Ji-Tempel in eine blutige Arena verwandelt. Wer hier blindlings auf die Angriffstaste hämmert, wird von perfekt abgestimmten Kombos der beiden Krieger gnadenlos in den Boden gestampft.
Doppelte Dämonen-Wucht im Kennin-Ji-Tempel
Doppelbosse sind seit jeher der verlässlichste Blutdruck-Garant der Spielegeschichte. Wenn zwei hochaggressive Dämonen synchron zum Schlag ausholen, nützt die schönste Samurai-Romantik am Controller herzlich wenig.
Im Kennin-Ji-Tempel teilen sich Ifuu und Burai die Rollen mit bösartiger Präzision auf. Während der eine Hüne mit wuchtigen Überkopfschlägen die Deckung zertrümmert, setzt sein Partner blitzschnell zu tiefen Fegern an. Wie der Trailer zeigt, treibt das Duo Musashis Ausweichfähigkeiten an die absolute Schmerzgrenze. Die Remix-Philosophie von Director Nihei feiert hier einen Einstand, der Veteranen alter Serienteile eiskalt erwischen dürfte.
Wer in diesem Chaos versucht, die Kamera manuell nachzujustieren, fängt sich augenblicklich den nächsten Treffer ein. Das Spiel verlangt ein ständiges Lesen der Angriffsachsen im Raum, um nicht im toten Winkel aufgespießt zu werden.
Issen-Timing unter Dauerfeuer zweier Klingen
Die eigentliche Zerreißprobe für die Nerven liegt jedoch im Pariersystem. Ein einzelner Konter lässt sich mit etwas Rhythmusgefühl lernen, doch zwei versetzte Klingen bringen jedes Muskelgedächtnis ins Schleudern.
Musashi verlässt sich im Gefecht auf die präzise getimten Issen-Konter als stärkste Waffe gegen die Übermacht. Zündet die Parade im exakten Frame vor dem Einschlag, zerplatzt der Angreifer in einem Regen aus Seelen. Verfehlt der Schlag das winzige Zeitfenster um Haaresbreite, kassiert man die volle Kombo des zweiten Dämons als schmerzhaften Nachschlag.
Diese kompromisslose Mechanik trennt planloses Button-Mashing von echter Beherrschung des virtuellen Schwertes. Wer in Panik gerät und blind über den Boden rollt, leert die eigene Ausdauerleiste und liefert sich den Klingen wehrlos aus.
Enge Tempelmauern statt gemütlicher Ausweichzonen
Capcom verwehrt dem Spieler bei diesem Showdown jede Möglichkeit zur feigen Flucht. Die Arena zwingt Musashi in einen klaustrophobischen Nahkampf zwischen knarrenden Holzpfeilern und zerbrechlichen Papiertüren.
Der beengte Raum stützt die knallharte lineare Action-Struktur, mit der sich das Spiel bewusst gegen verwässerte Open World-Trends stemmt. Es gibt kein Zurückweichen über weitläufige Wiesen und kein Ausnutzen billiger Deckung; der Tempelboden zwingt zu offensivem Positionsspiel und maximaler Wachsamkeit.
Die RE Engine bringt die Funken bei jedem Aufeinandertreffen zum Sprühen. Wenn das Hartholz der Dielen unter schweren Stiefeln splittert und die Klingen mit metallischem Kreischen kollidieren, transportiert das Treffer-Feedback genau die Wucht, die man von einem modernen Hack-and-Slash erwartet.
Capcoms Generalprobe für den September-Start
Die Vorstellung des Genma-Gespanns setzt kurz vor dem Release ein klares Ausrufezeichen an das Action-Genre. Capcom poliert nicht einfach nur alte Marken auf, sondern verlangt den Spielern die gleiche eiserne Disziplin ab, die schon die Klassiker auf der PlayStation 2 berüchtigt machte.
Das Spiel lässt die Termin-Verschiebungen der letzten Monate endgültig hinter sich und biegt auf die Zielgerade ein. Der Titel erscheint am 03. September für PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC sowie Nintendos Switch 2 und stellt unter Beweis, ob der klassische Capcom-Terror am Controller im Jahr 2026 noch genauso zündet wie damals.
Wer den Kampf gegen Ifuu und Burai überleben will, sollte schon mal die Daumen auf Betriebstemperatur bringen. Die beiden Dämonen warten im Tempel, und sie verteilen garantiert keine Mitleidspunkte.




