The Relic: First Guardian erscheint am 31. Juli – zumindest für PS5 und PC. Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2 folgen erst später im Sommer, was dem Debüt von Project Cloud Games eine ungewöhnliche Startdynamik verleiht. Der kürzlich veröffentlichte Gameplay-Trailer zeigt, wie das koreanische Studio ohne Ausdauerbalken und mit über 70 Bossen eine eigene Nische im Soulslike-Genre besetzen will.
Plattform-Start mit Versatz
Nur zwei der vier angekündigten Plattformen bekommen The Relic: First Guardian pünktlich zum 31. Juli. Publisher Perp Games bestätigte, dass die Xbox Series X|S und Switch 2 Fassungen „später im Sommer“ nachgereicht werden – ein Zeitfenster, das im Juli beginnt und theoretisch bis Ende September reichen kann. Die Switch 2 Version bezeichnete Perp-Games-Vizepräsident Mickey Torode bereits im Vorfeld als „ambitionierten, technischen Meilenstein“ für den Titel, was vermuten lässt, dass die Portierung auf Nintendos neuer Konsole aufwendiger ausfällt als erwartet.
Wer auf PS5 oder PC setzt, bekommt das Spiel zuerst – aber die Fragmentierung ist für ein Debüt-Studio kein idealer Start.
Was der Trailer über das Kampfsystem verrät
Der neue Trailer setzt dort an, wo die früheren Gameplay-Einblicke aufgehört haben: Das Kampfsystem kommt ohne klassischen Ausdauerbalken aus und belohnt aggressive Spielweisen. Statt ausweichendem Abwarten setzt Project Cloud Games auf Paraden, Ausweichrollen und sofortige Gegenangriffe. Dazu kommen Elementarangriffe, die im Trailer erstmals prominent zu sehen sind – Feuerblitze, Eisflächen und vermutlich weitere, an die Umgebung gebundene Effekte.
Die Architektur dahinter: Fünf Waffentypen mit individuellen Skill-Sets, zwölf separate Fähigkeitsbäume und ein level-loses Fortschrittssystem, das über Runen, Items und Crafting funktioniert. Jede Waffe und jedes Rüstungsteil existiert genau einmal in der Spielwelt von Arsiltus und trägt eine eigene Geschichte – ein Ansatz, der Erkundung und Wiederspielbarkeit belohnen soll.
70 Brutals und eine Welt aus koreanischer Folklore
Was The Relic: First Guardian von der Masse der Soulslikes abhebt, ist seine narrative Basis. Project Cloud Games adaptiert koreanische Volksmärchen – der bereits bekannte Horror-Trailer zur Himmelsfee zeigte, wie eine klassische Liebesgeschichte zur Albtraum-Boss-Begegnung umgedeutet wird. 70 Bosse – im Spiel Brutals genannt – haben jeweils eigene Hintergrundgeschichten, die an die koreanische Mythologie angelehnt sind. Einst Menschen, durch Hunger, Fluch oder Verzweiflung in Monster verwandelt.
Die Spielwelt Arsiltus ist als semi-open World angelegt. Die Geschichte: Ein gewaltiges Relikt wurde zerstört, ein Void verschlang das Land, und als letzter Hüter sammelst du die Bruchstücke ein, während du Rätsel löst und die Brutals besiegst.
Der Weg zum Release – und was noch offen ist
Die Entwicklung von The Relic: First Guardian läuft seit der Ankündigung 2021. Ursprünglich für 2025 geplant, dann auf den 26. Mai 2026 terminiert und schließlich in den Sommer verschoben – der 31. Juli ist der dritte Termin, den Perp Games nennt. Für ein Erstlingswerk in einem der technisch anspruchsvollsten Genres ist das kein Alarmzeichen, aber ein Indikator dafür, wie ambitioniert der Titel tatsächlich ist. Project Cloud Games setzt auf Unreal Engine 5, die visuell beeindruckende Momente liefert, aber auf den älteren Konsolen und der Switch 2 Optimierungsarbeit abverlangt.
