Das juristische Tauziehen um die Taschenmonster erreicht eine neue Eskalationsstufe auf dem Smartphonemarkt. Während Nintendo und The Pokémon Company alles daran setzen, ihre Vormachtstellung im Monster Catching Genre zu zementieren, hat das japanische Patentamt JPO dem Branchenriesen nun einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Im Kern geht es um den Versuch, fundamentale Spielmechaniken auf Touchscreen Geräten zu monopolisieren. Doch wer glaubt, dass Nintendo hier echte Innovationen schützen wollte, der irrt: Experten sehen darin eher einen strategischen Feldzug gegen den Konkurrenten Pocketpair und dessen kommendes Projekt Palworld Mobile.
Die Japan Patent Office Entscheidung: Fehlende Innovation
Nintendo versuchte mit dem Patent 2026-019762, elementare Abläufe wie das Fangen von Wesen via Touch Panel und den anschließenden Kampf rechtlich abzusichern. Das JPO urteilte jedoch hart: Es fehle der notwendige inventive Schritt. Die Begründung ist eine schallende Ohrfeige für die Rechtsabteilung in Kyoto. Die Behörde verwies auf den Stand der Technik und nannte dabei explizit Spiele wie ARK Survival Evolved und PUBG Mobile als Beispiele für bereits existierende Lösungen.
| Abgelehnte Mechanik | Begründung der Behörde |
|---|---|
| Item Nutzung zum Fang | Bekannte Methode in Pokémon Titeln |
| Touch Panel Steuerung | Industrieweiter Standard bei Mobile Games |
| Listenbasierte Aktionen | Stand der Technik in Rollenspielen |
Schon im April erlitt Nintendo einen ähnlichen Rückschlag, als das USPTO Nintendos Beschwörungs Patent ablehnte, was bereits damals als herber Rückschlag im Kampf gegen Palworld gewertet wurde. Es scheint, als ließe sich das Rad der Zeit nicht so einfach durch nachträgliche Patentanträge zurückdrehen, nur um Konkurrenten vom Markt zu drängen.
Strategisches Säbelrasseln gegen Palworld Mobile
Hinter der Fassade der Patentpflege steckt nackte Kalkulation. Nintendo zielt mit diesen Anträgen direkt auf den Release von Palworld Mobile ab, das derzeit in Kooperation mit Krafton und den PUBG Studios entwickelt wird. Ziel ist es offenbar, den Launch im Jahr 2026 durch rechtliche Hürden zu erschweren oder gar zu verhindern. Dass das JPO nun so detailliert begründet, warum Nintendos Forderungen nicht haltbar sind, dürfte Pocketpair in die Karten spielen. Während das Original Palworld auf Steam weiterhin Millionen Spieler begeistert, zeigt dieser Fall, dass auch ein Goliath wie Nintendo an seine Grenzen stößt, wenn er versucht, das Genre der Monster Fang Spiele als sein alleiniges Eigentum zu deklarieren. Nintendo wird vermutlich versuchen, den Prüfer in einer weiteren Runde umzustimmen, doch die fundierte Ablehnung macht einen Erfolg unwahrscheinlich.
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