Storage Hunter Simulator war 2025 der Überraschungshit auf dem PC. Wer auf der Jagd nach verborgenen Schätzen in verstaubten Garagen und Containern war, kam auf seine Kosten. Jetzt zieht der Auktions-Simulator nach – und zwar auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Ab wann genau, wie viel das Ganze kostet und ob sich der Konsolen-Port lohnt – das klären wir hier.
Von null auf reich – das ist das Spielprinzip
Storage Hunter Simulator dreht sich um eines: Auktionen. Ihr bietet auf den Inhalt von Garagen, Lagerräumen und Containern – ohne genau zu wissen, was drinsteckt. Mal entdeckt ihr einen seltenen Sammlergegenstand, mal nur Sperrmüll. Das Risiko gehört zum Konzept.
Der Aufstieg ist klassisch: Ihr startet mit ein paar Hundert Euro im Gepäck, vielleicht sogar noch in einem Trailer Park. Mit jedem erfolgreichen Kauf und Verkauf baut ihr euer Imperium auf. Irgendwann gehört euch ein eigenes Pfandhaus. Ihr stellt Experten ein, die den Wert eurer Funde schätzen, investiert in Werkzeuge und Upgrades – und werdet vom armen Schlucker zum reichen Geschäftsmann.
Das Besondere: Die Welt ist offen, aufgeteilt in fünf Bezirke mit jeweils eigenen Geheimnissen. Sieben Fahrzeuge mit Laderaum und Tank-Funktion stehen zur Verfügung. Ihr fahrt nicht nur von Auktion zu Auktion, sondern managed auch eure Ressourcen – Sprit, Zeit, Geld. Das ist mehr als nur Bieten. Das ist Wirtschaftssimulation mit Auktions-Adrenalin.
Der Konsolen-Port – was sich ändert und was bleibt
Die PC-Version kam im November 2025 auf den Markt und hat sich seitdem mit „sehr positiven“ Bewertungen auf Steam geschmückt – 82 Prozent der knapp 2.000 Reviews sind positiv. Jetzt folgt der Sprung auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S.
Der Preis bleibt fair: 24,99 Euro für das Basisspiel. Wer das volle Paket will, greift zur „No Refunds Edition“ für 34,99 Euro. Sie enthält den Expansion Pass mit mehreren Themen-DLCs. Den Pass gibt es auch separat für 16,99 Euro. Ein konkreter Release-Termin steht noch nicht fest – nur „2026“ – aber da wir fast September haben, dürfte es nicht mehr lange dauern.
Die Konsolen-Version übernimmt alle Features des PC-Originals. Das heißt: Tausende Gegenstände, hunderte freischaltbare Dekorationen, ein leichter und ein schwerer Modus – und natürlich der Koop-Modus für bis zu vier Spieler. Die größte Frage ist die Steuerung. Die PC-Version lebt von präzisem Bieten und geschicktem Management – ob das mit Controller genauso gut funktioniert, wird sich zeigen. Wer sich fragt, ob astragon das hinkriegt: Bei Railroads Online haben sie bereits bewiesen, dass sie komplexe Simulationen für Konsolen tauglich machen können.
Koop-Chaos zu viert – der wahre Gamechanger
Das Feature, das Storage Hunter Simulator von anderen Simulationsspielen abhebt, ist der Koop-Modus. Bis zu drei Freunde könnt ihr einladen – und das mit Drop-in/Drop-out-Funktion. Das bedeutet: Wer keine Lust mehr hat, steigt einfach aus, ohne dass das Spiel unterbrochen wird.
Gemeinsam nehmt ihr an Auktionen teil – oder teilt euch die Arbeit auf, indem ihr gleichzeitig mehrere Auktionen besucht. Der Clou: Ihr habt ein gemeinsames Firmenkonto. Die Rechnungen werden gemeinsam bezahlt. Das zwingt zur Absprache. Wer zu viel für eine Schrottkiste ausgibt, schadet dem ganzen Team. Und genau das macht den Reiz aus: Es ist kein einfaches Mitnahmeprogramm, sondern echte Koordination ist gefragt.
Das erinnert an andere Koop-Simulationen, die bei PixelCritics gut angekommen sind. Gute Erfahrungen mit Mehrspieler-Modi hat das Studio übrigens auch bei Bau-Simulator: Evolution gesammelt. Storage Hunter Simulator geht den nächsten Schritt: Hier ist der Koop nicht nur nett, sondern ein zentraler Bestandteil des Spielerlebnisses.
Lohnt sich der Umstieg von der PC-Version?
Die PC-Community ist sich uneins. Auf Metacritic gibt es sowohl Begeisterung („erfrischender Ansatz in einem stagnierenden Genre“) als auch Ernüchterung („die Grundidee ist interessant, aber das Gameplay bleibt langweilig“). Ein Nutzer fasst es so zusammen: „Interessantes Konzept und Gameplay-Loop, aber der Fortschritt ist zu langsam. Hatte eine Weile Spaß, aber bleibt nicht im Gedächtnis“.
Das ist das Risiko bei Simulationsspielen: Sie leben von der Motivation, immer weiterzumachen. Wenn der Fortschritt stockt, kann die Luft raus sein. Die Konsolen-Version könnte hier nachbessern – oder die gleichen Schwächen mitbringen.
Was für den Umstieg spricht: Der Preis ist fair. 24,99 Euro für ein Spiel mit dieser Tiefe und diesem Wiederspielwert sind ein Schnäppchen. Die No Refunds Edition für 34,99 Euro ist ebenfalls im Rahmen – vor allem, wenn die DLCs wirklich Mehrwert bieten. Wer den PC-Hit verpasst hat oder lieber auf der Couch spielt, kann hier nicht viel falsch machen.
