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Games

Das vierte verlorene Projekt: Thick as Thieves Entwickler „OtherSide Entertainment“ baut erneut Stellen ab

OtherSide Entertainment hat 17 Mitarbeiter entlassen, nachdem das Projekt Argos: Riders on the Storm eingestellt wurde. Das Studio von Warren Spector und Paul Neurath setzt damit eine Serie von verlorenen Projekten fort – Underworld Ascendant (Flop), System Shock 3 (verloren an Tencent), ein D&D Projekt (gecancelt 2023) – und steht nach dem verhaltenen Start von Thick as Thieves unter massivem Druck.

Mischa Schumacher
von Mischa Schumacher
20.06.26
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Lesezeit: 3 Min.
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OtherSide Entertainment hat wieder Personal abgebaut. Zum dritten Mal in fünf Jahren streicht das Studio von Warren Spector und Paul Neurath Stellen – dieses Mal 17 Mitarbeiter, nachdem das Projekt mit dem Codenamen Argos eingestellt wurde. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Erst vor wenigen Wochen erschien der Koop Titel Thick as Thieves, und die Zeichen stehen alles andere als gut.

Das steckt im Artikel
  • Das Aus für Argos: ein weiteres Projekt in der Versenkung
  • OtherSide Entertainment: eine Geschichte verlorener Projekte
  • Was bleibt von OtherSide Entertainment?

Das Aus für Argos: ein weiteres Projekt in der Versenkung

Ein Sprecher von OtherSide Entertainment bestätigte die Entlassungen gegenüber Game Developer mit einer nüchternen Formulierung: „Nach der Einstellung eines Spiels mit dem Codenamen Argos musste sich OtherSide Entertainment schweren Herzens von 17 Teammitgliedern trennen, mit Wirkung zum Ende Mai.“ Argos, das 2022 als Argos: Riders on the Storm angekündigt wurde und Warren Spectors Rückkehr zu den immersiven Simulationen markieren sollte, sei unter den aktuellen Marktbedingungen „derzeit nicht realisierbar“, so der Sprecher weiter. Bei normalen Marktverhältnissen hätte das Spiel „ein großer Erfolg“ werden können.

Das Studio selbst beschreibt die Branche als „extrem herausfordernd“. Die betroffenen Mitarbeiter empfiehlt der Sprecher anderen Studios mit den Worten: „An alle Studios, die einstellen: Wir können diese betroffenen Mitarbeiter nicht genug empfehlen.“ Zwei der Entlassenen – die Level Designerin Apryl Arrogante und die 3D Künstlerin Elizabeth Walcher – haben ihren Jobverlust auf LinkedIn bestätigt.

OtherSide Entertainment: eine Geschichte verlorener Projekte

Das Problem von OtherSide Entertainment ist nicht die Qualität der Leute – es ist die Bilanz des Studios. Seit der Gründung 2013 hat das Team um Paul Neurath und Warren Spector mehr Projekte verloren als veröffentlicht. Der erste Titel, Underworld Ascendant, erschien 2018 nach einem Kickstarter mit 860.000 US-Dollar in einem desaströsen Zustand und wurde vom Studio selbst nie wieder erwähnt. Das lang erhoffte System Shock 3 wechselte 2020 den Entwickler zu Tencent – Spector bestätigte 2022, dass OtherSide nicht mehr daran arbeitet. Und 2023 cancelte Wizards of the Coast ein bereits in Entwicklung befindliches Dungeons & Dragons Projekt, was zu ersten Entlassungen führte.

Bleibt Thick as Thieves, das einzige Spiel, das OtherSide in den letzten Jahren tatsächlich veröffentlicht hat. Der Kurswechsel bei Thick as Thieves – von einem PvPvE Ansatz hin zu einer reinen Koop und Solo Kampagne – erfolgte erst wenige Wochen vor dem Release am 20. Mai. Das Resultat: ein Stealth Titel für 4,99 Euro mit nur zwei Karten, rund vier Stunden Spielzeit und mäßigen Kritiken. Das ist nicht der Wurf, den man von den Machern von Deus Ex und Thief erwartet hätte.

Was bleibt von OtherSide Entertainment?

Das Studio existiert noch – 2023 wurde es vom Aonic Konzern übernommen, der bislang keine Anzeichen gemacht hat, die Reißleine zu ziehen. Aber die Frage drängt sich auf: Wie viele gescheiterte Projekte kann sich ein Entwickler leisten, bevor die Geduld des Publishers endet? Argos war das vierte Projekt in zwölf Jahren, das OtherSide nicht liefern konnte. Die legendären Namen im Team garantieren keine erfolgreiche Entwicklung – sie machen die Lücke zwischen Anspruch und Realität nur sichtbarer.

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vonMischa Schumacher
Seit Kindestagen bin ich ein riesen Nintendo-Fan und bin mit Spielen wie Super Mario und Pokemon aufgewachsen. Dann kam die erste Playstation, kurz darauf folgte der eigene PC und somit gab es für mich keinen Halt mehr und meine Leidenschaft für Videospiele wurde immer größer. So groß, dass ich mittlerweile 16 Konsolen im Wohnzimmer stehen hab. Ich kann mit Shooter nicht wirklich etwas anfangen, jedoch habe ich mit RPGs und JRPGs umso mehr Freude, Jump and Runs dürfen natürlich hier nicht fehlen. Mein Herz gilt Spielen mit einer bewegenden Story, da kann Grafik schon mal als Nebensache betrachtet werden.
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