Grand Theft Auto 6 bleibt der unangefochtene König der Spekulation. Nachdem ein angeblicher Best Buy-Leak die Community in dieser Woche in helle Aufregung versetzte, hat Take-Two-CEO Strauss Zelnick persönlich für Klarheit gesorgt. Im Gespräch mit Variety stellte er klar: Ja, der Marketing-Zug rollt an – aber erst im Hochsommer, und ein Auftritt auf den großen Juni-Showcases ist alles andere als sicher. Wir ordnen ein, was das für den heißesten Release des Jahres bedeutet.
Ende Juni, nicht Juni: Zelnick stellt die Uhr richtig
Die entscheidende Passage aus dem Interview ist ein klassischer Fall von CEO-Präzision. Auf die Frage, ob GTA 6 bei Summer Game Fest oder State of Play im Juni auftauchen könnte, winkte Zelnick ab. Sein Wortlaut: „So the next few weeks I don‘t think it‘ll be summertime yet, but when it‘s summertime, Rockstar expects to start marketing ‚GTA 6.‘“
Die Message ist glasklar: Wer auf eine überraschende Ankündigung Mitte Juni hofft, wird wohl enttäuscht. Summer beginnt astronomisch am 21. Juni – realistisch rechnet die Branche also mit einem Marketing-Start in der letzten Juni-Woche oder Anfang Juli. Das deckt sich mit den Finanzprognosen des Publishers, der für das nächste Geschäftsjahr mit einem Umsatzsprung auf bis zu 8,2 Milliarden Dollar kalkuliert – angetrieben durch den November-Launch. Dass Zelnick den Release-Termin 19. November 2026 noch einmal explizit bekräftigte, dürfte nach der historie der Verschiebungen manchen Fan aber nur bedingt beruhigen.
Die Show-Diplomatie von Rockstar – und warum Trailer 3 nicht auf der Bühne landen wird
Ein entscheidender Punkt, den der Variety-Auftritt von Zelnick indirekt bestätigt: Rockstar hat kein Interesse daran, sich in das starre Korsett der Branchen-Events pressen zu lassen. Schon Trailer 1 und 2 wurden ohne Vorankündigung fallengelassen – und brachen mit 93 Millionen beziehungsweise 475 Millionen Aufrufen alle Rekorde. Warum also sollte Rockstar jetzt auf einmal die Bühne mit Geoff Keighley teilen? Die Antwort: Wird es nicht. Der Marketing-Start Ende Juni markiert vielmehr den Beginn einer eigenständigen Kampagne, bei der Rockstar die volle Kontrolle über Timing und Narration behält. Dazu passt auch das Gerücht, dass der Publisher auf klassische Review-Codes verzichten und stattdessen ein geschlossenes Presse-Event abhalten will – eine beispiellose Sicherheitsmaßnahme für den größten Launch der Branche.
Kein Preis, kein Pre-Order, keine Kompromisse
Die vergangene Woche hatte die Gerüchteküche zum Kochen gebracht: Best Buy Affiliate-Mails deuteten auf einen Vorbestellungsstart am 18. Mai hin – und die Community interpretierte das als Startschuss für die heiße Phase. Wir haben damals genau darüber berichtet. Zelnick stellte nun klar: Fake. Vorbestellungen werden frühestens Ende Juni live gehen, parallel zum Marketing-Start. Auch der Preis bleibt vorerst unter Verschluss – der CEO ließ durchblicken, dass Preise und Editionen erst mit dem dritten Trailer kommuniziert werden.
Was das für PC-Spieler bedeutet, ist ebenfalls kein Geheimnis mehr. Rockstar hat bereits klargestellt, dass die „Kernzielgruppe“ auf Konsole sitzt – der PC-Port kommt traditionell ein bis zwei Jahre später. Die Frage, ob GTA 6 mit 80 oder sogar 100 Euro zu Buche schlagen wird, bleibt damit weiter offen.
So viel steht fest: Der Juni wird ruhig, der Juli dafür umso lauter. Die Marketing-Maschinerie von Rockstar steht in den Startlöchern, und wenn sie loslegt, wird sie die Branche für die nächsten vier Monate bis zum November-Launch im Würgegriff halten. Was denkst du: Hält Rockstar den November-Termin diesmal wirklich – oder kommt eine weitere Verschiebung kurz vor der Zielgeraden? Und wie stehst du zu einem möglichen Preis von 100 Euro? Wärst du dabei, oder wäre dir das zu viel für ein einzelnes Spiel?
