Stell dir vor, dein Job ist es, tonnenschwere Monsterkadaver aus der Innenstadt zu schrubben – während überall noch Säurepfützen dampfen und vergessene Organe bedrohlich vor sich hin pulsen. Willkommen bei Kaiju Cleanup, dem neuen Werk der britischen Indie-Schmiede Brightrock Games. Pünktlich zum Six One Indie Showcase haben die Entwickler den ersten offiziellen Co-op Trailer aus dem Labor geschmuggelt – und der zeigt weit mehr als nur überdimensionierte Putzlappen.
Warum Brightrock Games mit Kaiju Cleanup ein dickes Risiko eingeht
Wer das Studio Brightrock Games kennt, denkt vermutlich zuerst an den teuflischen Dungeon-Bau War for the Overworld oder das Krankenhaus-Management Galacticare. Ein Ego-Aufräum-Simulator mit Leichenriesen? Das ist etwa so, als würde FromSoftware plötzlich ein Partyspiel ankündigen. Aber genau dieser Überraschungseffekt könnte das Geheimrezept sein. Wo andere Cleaning Sims auf entspannte Alltagsszenarien setzen – Hausputz bei House Flipper 2, Terror-Reinigung bei Crime Scene Cleaner – legt Kaiju Cleanup den Fokus auf absurden Overkill und schwarzen Humor. Du stirbst bei der Arbeit? Kein Problem, schick einfach einen Klon hinterher und wisch deine eigene Leiche weg. Das hat richtig Charme.
Koop-Chaos für bis zu vier Spieler: Was der neue Trailer verrät
Der Clip zeigt erstmals, was passiert, wenn man sich zu zweit, dritt oder viert durch die Innereien eines gigantischen Kaiju fräst. Die neue Gameplay-Szene spielt in einer zerstörten U-Bahn-Station, in der ein tunneltragender Koloss verendet ist. Mit dabei: ein arsenalschwerer Werkzeugkasten aus Laser-Cutter, Greifzange und mächtigen Saugern – quasi PowerWash Simulator trifft auf Hardspace: Shipbreaker, nur mit mehr Tentakeln. Das clevere Upgrade-System erlaubt es dir, deine Ausrüstung nach und nach zu verbessern und dein Firmenfahrzeug sowie den Look deines Charakters zu individualisieren.
Der Cleaning-Sim-Markt 2026: Zwischen Satire und Suchtfaktor
Lass uns ehrlich sein: Die Konkurrenz schläft nicht. PowerWash Simulator 2 ist draußen, Crime Scene Cleaner hat gezeigt, dass Morbidität im Job-Sim-Genre funktioniert, und Satisfactory frisst ohnehin Tausende Stunden. Doch Kaiju Cleanup sticht durch seinen rohen, toxischen Humor heraus. Das Team um KaijuCorp – beschrieben als eine Bande von Versagern und Delinquenten – erinnert eher an die Underdog-Story aus Lethal Company als an sterile Arbeitsplatz-Simulation. Der Trailer macht Lust auf mehr, auch wenn ein Release-Fenster weiterhin fehlt. Ein konkretes Datum bleibt Brightrock Games schuldig – die offizielle Steam-Seite lässt sich zumindest schon mit einer Wunschliste befüllen und verspricht einen künftigen Playtest.
