Kaum hat sich die erste offenen Beta von Battlefield 6 verzogen, prasselt bereits ein Trommelfeuer an Feedback auf die Entwickler von DICE, Ripple Effect und Criterion ein. Inmitten des Lobs für die stabile Server-Performance und das wuchtige Gunplay kristallisierte sich ein zentraler Kritikpunkt heraus, der die Community spaltet: Die Karten seien zu klein, das Geschehen zu chaotisch, der Bildschirm durch UI-Elemente überladen. Ein Vorwurf, der bei einer Franchise, die für ihre epischen, weitläufigen Schlachtfelder berühmt ist, schwer wiegt. Doch was manche als Design-Fehler anprangerten, entpuppt sich nun als bewusste, strategische Entscheidung, wie Lead Producer David Sirland in einer Reihe von Stellungnahmen enthüllte.
Ein kalkulierter Adrenalinrausch
Angesprochen auf das Feedback, erklärte Sirland, dass die Auswahl der Beta-Karten mit chirurgischer Präzision erfolgte, um den Spielern gezielt „die voll-oktanige Version von Battlefield“ zu präsentieren. Man wollte der Welt – und sich selbst – beweisen, dass DICE auch das pure, unerbittliche Chaos auf engstem Raum meisterhaft beherrscht. „Die Geschwindigkeit ist ein Faktor der Kartengröße“, so Sirland. Man habe diese Karten gewählt, um das Nervenzentrum der Action direkt zu treffen. Gleichzeitig gab er aber eine entscheidende Entwarnung für alle Veteranen, die bereits die Luft aus den Reifen ihrer Jeeps ließen: „Große Karten existieren, und das Tempo skaliert entsprechend. Ihr werdet es bald selbst sehen!“ Diese Beta ist also kein Abbild des gesamten Spiels, sondern ein gezielter Stresstest, eine Demonstration der Fähigkeit, auch in der dichtesten Infanterieschlacht eine fesselnde Erfahrung zu schaffen.
Mehr Futter für die Front
Und die nächste Dosis Adrenalin steht bereits in den Startlöchern. Die bereits gestartete zweite Beta-Phase erweitert das Arsenal um die neue Karte „Empire State“, die mit den Straßen und Gassen von Brooklyn den Fokus noch stärker auf den urbanen Häuserkampf legt. Zudem werden die bekannten Spielmodi um die Fan-Favoriten Rush und Squad Deathmatch ergänzt. Während Squad Deathmatch vier Teams in einen gnadenlosen Kampf um die meisten Kills schickt, verlangt der legendäre Rush-Modus höchste taktische Koordination, wenn ein Team versucht, M-COM-Stationen zu sprengen, während das andere sie mit Mann und Maus verteidigt.
Als weiteren Einblick verriet Sirland, dass das Matchmaking zwar viele Faktoren, aber allen voran den Ping und die Wartezeit priorisiert. Spieler-Skill spiele eine untergeordnete Rolle, da die Sandbox von Battlefield eine bunte Mischung aus Fähigkeitsleveln benötige, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Dass dieser Ansatz Früchte trägt, beweisen die über 500.000 gleichzeitigen Spieler allein auf dem PC während der ersten Beta – ein Erfolg, der sogar den Aktienkurs von EA beflügelte und die Vorfreude auf den Release am 10. Oktober ins Unermessliche steigert.
Battlefield 6
Das ultimative All-Out Warfare-Erlebnis. Trage intensive Infanteriegefechte aus. Beherrsche den Himmel in Luftkämpfen. Zerstöre deine Umgebung für einen strategischen Vorteil. In einem Krieg mit Panzern, Jets und riesigen Arsenalen ist dein Squad die tödlichste Waffe. Das ist Battlefield 6.