Housemarque hat mit Returnal bewiesen, dass Bullet-Hell und tiefgründiges Gameplay kein Widerspruch sind – ganz im Gegenteil. Mit Saros legt das finnische Studio nach, und erste Gameplay-Ausschnitte des kommenden PS5-Exclusives lassen erahnen, dass der nächste Trip in ein fremdes, feindseliges Ökosystem mindestens genauso fordernd und faszinierend wird wie sein Vorgänger.
Protagonist Arjun Devraj und die Welt nach der Eklipse
Die Handlung von Saros entfaltet sich auf dem Planeten Carcosa, einer Welt, die nach einem Ereignis namens Eklipse in einem Zustand dauerhafter Gefahr verharrt. Du spielst Arjun Devraj, einen sogenannten Solari Enforcer, der sich durch die veränderte Umgebung kämpft und dabei auf ein wachsendes Arsenal an Waffen zurückgreift. Das Setting erinnert in seiner Fremdartigkeit und Bedrohlichkeit an Returnal, trägt aber eine eigene visuelle und atmosphärische Identität, die sich schon in den kurzen Gameplay-Sequenzen abzeichnet. Carcosa ist kein angenehmer Ort – aber genau deshalb ist er so unwiderstehlich.
Abpraller als taktisches Werkzeug
Eines der interessantesten Elemente im neuen Gameplay-Material ist eine Burst-Feuer-Pistole, die sich aufladen lässt, um eine Salve von Schüssen auf einmal abzufeuern. Das allein klingt solide, aber die eigentliche Tiefe liegt in der Abprallfähigkeit der Projektile. Schüsse können gezielt auf Oberflächen abgefeuert werden, prallen ab und treffen Ziele, die sich eigentlich außerhalb der direkten Schusslinie befinden. Ob das in jedem Szenario effizienter ist als das direkte Anvisieren, darf bezweifelt werden – aber in Situationen mit niedrigem Lebens- und Schutzschild-Stand eröffnet diese Mechanik taktische Spielräume, die klugen Spielern zugutekommen. Denkbar ist zudem, dass passive Fähigkeiten oder Waffenverbesserungen Abpralltreffer mit Schadensboni belegen, was das System noch interessanter machen würde.
Bosskämpfe im Bullet-Hell-Stil: Ausweichen, Absorbieren, Kontern
Ein weiterer Gameplay-Ausschnitt zeigt einen Bosskampf, der die DNA von Returnal unmissverständlich trägt – und das ist ausdrücklich als Lob gemeint. Komplexe Projektilmuster fordern dich heraus, präzise auszuweichen oder im richtigen Moment über die Schüsse zu springen. Besonders interessant dabei: Ein bestimmter Schutzschild kann heranfliegende Treffer absorbieren und dadurch die Superwaffe aufladen, die anschließend für einen verheerenden Gegenschlag genutzt werden kann. Das ist ein elegantes Risiko-Belohnungs-Prinzip – wer den Schaden hinnimmt, statt ihn zu umgehen, erhält dafür eine mächtige Option zum Kontern. Das gezeigte Beispiel dürfte dabei noch zu den zugänglicheren Bosskämpfen zählen; Housemarque ist für eine Schwierigkeitskurve bekannt, die im späteren Spielverlauf deutlich steiler wird.
Nur für PS5 – Release Ende April
Saros erscheint am 30. April ausschließlich für die PlayStation 5. Eine PC-Version scheint derzeit nicht geplant zu sein, was das Spiel zu einem der wenigen echten Plattform-Exklusivtitel des Frühjahrs macht. Für PS5-Besitzer ist das eine erfreuliche Nachricht: Housemarque zeigt einmal mehr, was die Konsole in Sachen Spielgefühl und visueller Dichte leisten kann. Wer Returnal geliebt hat – oder sich damals nur nicht getraut hat –, sollte Saros definitiv im Blick behalten.





