Die Metro 2039 Vorbestellungen öffnen laut verlässlichen Händlerberichten am 13. oder 14. Oktober 2026 für PC und Konsolen ihre digitalen Pforten. Entwickler 4A Games schickt euch ab Februar 2027 wieder in die radioaktiven Trümmer Moskaus und spendiert den Konsolenfassungen dabei überraschend echte Discs. Doch wer auf eine autarke Scheibe ohne gigantischen Patch-Zwang gehofft hat, erlebt an der Kasse eine böse Überraschung.
Drei Editionen bedienen Sammler und Sparfüchse
Metro 2039 erscheint in drei verschiedenen Fassungen, die preislich von rund 70 Euro für die Standardversion bis zu knapp 300 Euro für die Sammlerkiste reichen. Wer zum Verkaufsstart lediglich das Grundspiel samt Vorbesteller-Boni in den Schacht schieben will, greift zur Day One Edition für 69,99 Euro. Sammler zahlen für die Deluxe Edition exakt 109,99 Euro und erhalten neben einem schicken Steelbook auch ein gedrucktes Artbook, den Soundtrack sowie die erste geplante Story-Erweiterung.
Die bereits vorgestellte Collector’s Edition von Metro 2039 markiert mit 299,99 Euro das obere Ende der Preisskala. Das Studio packt hierfür eine detailgetreue Nachbildung des ikonischen Spartan-Helms in ein wuchtiges Paket, das vor allem treue Serienveteranen ansprechen soll. Dieser saftige Aufpreis spiegelt den Trend zu hochpreisigen Sammlerobjekten wider, bei denen die physische Ausstattung den Wert des eigentlichen Spiels längst übersteigt.
| Edition | Preis | Physische Inhalte | Digitale Boni |
| Day One Edition | 69,99 € | Spieldisc (Konsolen) | Vorbesteller-DLC |
| Deluxe Edition | 109,99 € | Steelbook, Artbook, Schuber, Disc | Soundtrack, Artbook, Erweiterungs-Code |
| Collector’s Edition | 299,99 € | Spartan-Helm, Sammlerbox | Boni & Erweiterung unbestätigt |
Durch diese Staffelung trennt der Publisher Gelegenheitskäufer von hartgesottenen Fans, die bereitwillig dreistellige Summen für physische Vitrinenstücke hinblättern. Die Preisgestaltung orientiert sich damit nahtlos am aktuellen Branchenstandard für aufwendige Blockbuster-Produktionen. Wer auf Schnäppchen hofft, muss sich folglich bis weit nach dem Erstverkaufstag gedulden oder direkt zum digitalen Basispaket greifen.
Physische Discs fordern trotzdem massive Downloads
Sowohl die Day One Edition als auch die Deluxe Edition enthalten auf PlayStation 5 und Xbox Series X einen echten physischen Datenträger in der Hülle. Wie der bekannte Leaker billbil-kun auf Dealabs berichtet, reicht der gepresste Silberling am Veröffentlichungstag allerdings nicht für den Spielstart aus. Ein zwingender Download zusätzlicher Spieldaten ist unumgänglich, wodurch Offline-Spieler ohne Breitbandanschluss vor verschlossenen Tunneltüren stehen.
Bei der Deluxe Edition setzt sich diese Praxis fort, da die enthaltene Story-Erweiterung lediglich als Download-Code auf einem Papierstreifen beiliegt. Am PC streicht der Publisher physische Scheiben komplett und legt den Schachteln ausschließlich Lizenzschlüssel für digitale Plattformen bei. Sogar bei der teuren Sammlerbox für knapp 300 Euro bleibt bisher völlig offen, ob Käufer überhaupt einen echten Datenträger in den Händen halten werden.
Für Fans klassischer Spielkonservierung verliert der physische Vertrieb damit seinen wichtigsten praktischen Wert. Wenn die Plastikhülle im Regal verstaubt und die eigentlichen Programmdaten komplett auf externen Servern lagern, dient der Datenträger am Ende nur noch als teure Lizenzprüfung. Es bleibt fraglich, warum Konsolenspieler überhaupt noch zur Disc greifen sollten, wenn der Speicherhunger der Festplatte ohnehin unerbittlich zuschlägt.
Technische Ambitionen treiben die Konsolen an
Entwickler 4A Games peilt für Metro 2039 auf den aktuellen Konsolen einen kompromisslosen Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde samt nativer Raytracing-Beleuchtung an. Das Entwicklerteam verspricht für saubere 60 FPS samt Raytracing auf PlayStation 5 und Xbox Series X spürbare Optimierungsarbeit, spart die schwächere Series S bei den Strahleneffekten jedoch aus. Auf der PS5 Pro soll die Bildrate dank hardwareseitiger Hochskalierung noch stabiler laufen, ohne dass die düstere Lichtstimmung der verfallenen Stationen einbricht.
Zur Einstimmung liefert 4A Games im Vorfeld sogar ein kostenloses Next-Gen-Update für METRO Redux, um die hauseigene Engine für moderne Systeme fit zu machen. Diese technische Vorarbeit soll sicherstellen, dass die dichte Kulisse aus Schlamm, Rost und verstrahltem Schnee ab Tag eins flüssig über eure Hardware wandert. Der offizielle Veröffentlichungstermin steht für den 4. Februar 2027 auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S fest.
Bis zu diesem Stichtag müssen PC-Spieler noch auf die finalen Systemanforderungen warten, die der Entwickler in den kommenden Monaten nachreichen will. Wer sich schon jetzt für den Kauf entscheidet, sichert sich zwar seinen Platz im Zug, kauft bei den versprochenen Hardware-Leistungen aber unweigerlich die Katze im Sack. Erst handfeste Vor-Ort-Messungen werden zeigen, wie viel Puste die Konsolenlüfter im nuklearen Winter tatsächlich behalten.


