Hello Games hat das kostenlose Update 7.10 namens No Man’s Sky Forsaken für PC, Konsolen und erstmals auch iOS veröffentlicht. Zwischen modrigen Frachtwracks und uralten Knochenstätten zieht bedrückende Horror-Stimmung auf, während feindselige Grenzkreaturen eure Bergungsarbeiten belauern. Doch hinter den schaurigen Trophäen verbirgt sich ein technischer Befreiungsschlag, der das Weltraumspiel endlich von lästigen Kartenmenüs erlöst.
Grusel-Relikte belohnen euch mit biomechanischen Schiffsteilen
Im Forsaken-Update sammelt ihr heimgesuchte Erinnerungsstücke auf verlassenen Frachtern und Planeten, um sie bei finsteren Händlern gegen neue Ausrüstung zu tauschen. Diese Schattenfiguren rüsten eure Raumschiffe mit biomechanischen Modulen auf und verkaufen euch die neue Larvenkanone als Multitool.
Die Bergung der Relikte an verseuchten Außenposten oder an planetaren Ausgrabungsstätten birgt erhebliche Risiken für unvorsichtige Reisende. Wer zu lange gierig nach Knochen gräbt, lockt sogenannte Boundary Horrors an, die ohne Vorwarnung aus dem Boden brechen und euer Schutzschild zermürben.
Überlebt ihr den Ansturm, tauscht ihr die erbeuteten Kuriositäten bei finsteren Raumstations-Kaufleuten gegen organisch gewachsene Cockpits, Wohnquartiere und Rumpfstrukturen für eure Flotte ein. Wer genug konservierte Larven vorlegt, schaltet außerdem die fleischliche Larvenkanone als Multitool frei und verpasst seiner Figur einen passenden Larventank-Helm. Der Loot-Kreislauf greift sofort.
Hello Games trifft hier genau den Nerv jener Weltraum-Reisenden, die ihren Schiffen schon lange eine finstere H.R.-Giger-Ästhetik verpassen wollten. Statt steriler Blechplatten dominieren nach dem Tausch fremdartige Chitin-Panzer, pulsierende Adern und biomechanische Streben auf euren Landedecks. Das motiviert spürbar zum erneuten Beutezug, selbst wenn der eigentliche Ablauf aus Bergen, Flucht und Feilschen vertrauten Mustern früherer Expeditionen folgt. Ihr fliegt fortan keinen gewöhnlichen Frachter mehr durch die Galaxie, sondern eine lebende Festung. Der Wandel sitzt.
Der nahtlose Warp-Sprung beendet den Menü-Zwang im Cockpit
Mit dem Forsaken-Update springt ihr direkt aus dem Flugfenster zu benachbarten Sternen, ohne dafür die umständliche Galaxiekarte zu öffnen. Gepaart mit einem neuen Minimal-HUD blendet das Spiel störende Anzeigen aus und verwandelt die Raumfahrt in eine flüssige Erfahrung.
Visuell markierte Zielsterne im Nachbarsystem lassen sich nun direkt aus dem Weltraum anvisieren und per Hyperantrieb ansteuern. Befindet sich euer Missionsziel im Nachbarsektor, weist euch ein dezentes Missionssymbol direkt am Gestirn den Weg. Gleichzeitig reduziert der neue Minimal-Modus Kompass, Gefahrenschutz und Aufgabenleisten auf das Nötigste, während ein Radialmenü den Wechsel eurer Multitool-Funktionen beschleunigt.
Wie die offiziellen Patchnotes von Hello Games belegen, halten zusätzlich Holo-Arenen, Raumkurier-Aufträge und ein iOS-Start Einzug in Version 7.10. Hello Games beseitigt damit gezielt jene Reibungspunkte, die seit Jahren den Spielfluss bremsten.
Während Konkurrenten wie Bungie bei Destiny 2 für die gleichnamige Erweiterung Forsaken einst 39,99 Euro verlangten und später Inhalte ersatzlos im Tresor sperrten, liefert Sean Murrays Team seinen 32. großen Gratis-Zusatz ohne jeden Aufpreis ab. Der Wegfall der Karten-Unterbrechung zeigt eindrucksvoll, wie viel Feinschliff in der Simulation steckt. Ihr schaut durch die Cockpitscheibe, wählt ein fernes Leuchten und springt ansatzlos hinein. Genau dieser Spielfluss hat dem Titel über ein Jahrzehnt gefehlt.


