Eigentlich sollte es eine Überraschung werden – dann leakte eine japanische Werbesendung das ganze Ding. Jetzt ist es offiziell: Pokémon Pokopias erstes kostenpflichtiges DLC Bubbly Basin erscheint am 5. August zusammen mit Version 2.0.0. Und während alle auf die Unterwasser-Stadt starren, übersehen sie, was wirklich spannend ist.
Was im Bubbly Basin wirklich steckt
Die titelgebende Stadt liegt unter Wasser und ist laut Ankündigung ein großartiger Ort, um Wassermelonen anzubauen – vorausgesetzt, man hat Wasser-Pokémon, die sich darum kümmern. Das DLC führt außerdem Tiefseetauchgänge ein, neue Gebäude aus Bouncy-Blöcken und das Sharpedo-U-Boot, das als neuer Raum im eigenen Haus dient. Dazu kommen neue Pokémon, Outfits, ein Surf-Upgrade und Smoothies, die man zubereiten kann. Es ist Teil 1 des Expansion Pass – Teil 2 folgt im späten 2026 mit weiteren Pokémon und Möbeln.
Klingt nach einer soliden DLC-Portion. Aber der eigentliche Hammer steht in der Fußnote.
Der interessantere Teil ist kostenlos
Gleichzeitig mit Bubbly Basin rollt das Version 2.0.0 Update aus – und das ist kein Bugfix-Paket. Spieler können ab sofort unter Wasser bauen, neben Wasser-Pokémon herschwimmen und vor allem: Tauchen von Manaphy lernen. Das ist kein DLC-Feature. Das kommt gratis ins Hauptspiel. Wer Pokopia schon durchgespielt hat, bekommt einen komplett neuen Spielraum geschenkt: Die gesamte Unterwasser-Welt als Baugrund, erkundbar ohne Aufpreis. Während Bubbly Basin also eine neue, handgefertigte Location und ein paar nette Extras bringt, öffnet das kostenlose Update die Tiefsee für alle – und das könnte langfristig der größere Content-Drop sein.
Wie ein Spin-off zur Überraschung des Jahres wurde
Dass Pokopia überhaupt DLCs bekommt, war vor sechs Monaten nicht selbstverständlich. Das Spiel startete als mutiges Experiment: Ein Lebenssimulator im Pokémon-Universum, entwickelt von Omega Force und Game Freak. Exklusiv für die Nintendo Switch 2. Der Metascore von 89 ist das höchste Pokémon-Rating aller Zeiten. Mit 2,41 Millionen verkauften Exemplaren bis Ende März hat es sogar Koei Tecmos eigenen CEO überrascht. Das Spiel ist ein finanzieller Tsunami, der Nintendos Börsenkurs nach oben trieb und die Switch 2 zum Systemseller machte.
Jetzt kommt der nächste Schritt: Der Expansion Pass zeigt, dass Nintendo und Koei Tecmo langfristig mit Pokopia planen. Und die Botschaft ist klar: Wer dachte, das war ein One-Hit-Wonder, hat nicht verstanden, wie Nintendo Franchises baut.
