Owlcat Games hat einen neuen Environmental Trailer zu Shadow of the Road rausgehauen, der die Locations des taktischen RPGs zeigt. Das Besondere: Ihr müsst nicht warten, bis das Spiel irgendwann nächstes Jahr erscheint – die Demo läuft schon auf Steam. Während der Trailer vor allem die atmosphärischen Schauplätze eines alternativen Japans im 19. Jahrhundert in den Mittelpunkt stellt, steckt hinter den Bildern ein deutlich ambitionierteres Setting, als die ruhigen Aufnahmen vermuten lassen.
Warum dieser Trailer mehr zeigt als nur hübsche Locations
Der Environmental Trailer konzentriert sich auf die Welt – verfallene Tempel, dampfbetriebene Industrieanlagen, dichte Wälder. Was auf den ersten Blick nach einem historischen Spaziergang aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als ein ziemlich wilder Mix. Shadow of the Road spielt in der Bakumatsu-Zeit, der Endphase des Tokugawa-Shogunats. Das ist die Phase, in der Japan sich nach Jahrhunderten der Isolation dem Westen öffnete. Die Rohdaten beschreiben den Konflikt zwischen Shogunat und Kaiser Mutsuhito – aber das ist nur die historische Bühne.
Denn Shadow of the Road packt noch ein paar Schippen drauf. Auf der Seite des Kaisers kämpft die East Nippon Company mit dampfbetriebenen Mechs, und zwischendrin treiben Kami und Yōkai aus der japanischen Mythologie ihr Unwesen. Das erklärt den Haken am Setting: Ihr spielt nicht irgendeinen historischen Samurai, sondern führt eine Gruppe Ronin an, die einen Jungen mit unkontrollierbaren Kräften beschützen soll.
Samurai, Mechs und Yōkai: Wie Shadow of the Road die Genres mischt
Owlcat Games hat sich mit den Pathfinder-Spielen und Warhammer 40,000: Rogue Trader einen Namen gemacht – tiefe taktische RPGs mit viel Wert auf Entscheidungen und Charakterentwicklung. Shadow of the Road scheint in dieselbe Kerbe zu schlagen, aber mit einem ungewöhnlicheren Setting. Die Entwickler versprechen rundenbasierte Kämpfe mit Samurai-Taktiken, bei denen die Beziehungen zwischen den Teammitgliedern Einfluss auf den Kampf haben – ein Mechanismus, den wir bereits aus dem hervorragenden Triangle Strategy kennen, der hier aber in japanischer Steampunk-Folklore verpackt wird.
Die Charaktere sind vorgegeben – ihr spielt den Spionagemeister des Tokugawa-Shogunats und die beiden Ronin Satoru und Akira, die nach und nach von weiteren Mitgliedern begleitet werden. Also kein Charakter-Editor, sondern eine feste, aber entwickelbare Besetzung. Eure Entscheidungen bestimmen, wohin die Reise geht, wer überlebt und wer sich gegen euch stellt.
Demo schon live: Was euch im alternativen Bakumatsu erwartet
Die Demo ist ab sofort auf Steam verfügbar. Das ist der Punkt, der diese Trailer-News von den üblichen „schaut mal, wie hübsch“-Ankündigungen unterscheidet: Ihr müsst euch nicht auf Trailer und PR-Versprechen verlassen. Ladet euch die Demo runter, spielt sie und entscheidet selbst, ob die Mischung aus historischem Japan, Steampunk-Mechs und japanischen Dämonen funktioniert.
Ein Wort zur Optik: Der Trailer zeigt eine Unreal-Engine-Umgebung, die stimmungsvoll, aber nicht bahnbrechend aussieht. Die Architektur und die Naturkulissen sind schön eingefangen, die Charaktermodelle wirken solide. Ob das Gameplay technisch hält, was das Setting verspricht, müsst ihr in der Demo selbst testen. Ein Releasedatum für die Vollversion hat Owlcat übrigens noch nicht genannt – aber eine Demo ist in der Regel ein Zeichen, dass der Release nicht mehr allzu fern ist.
