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Games

Stop Killing Games feiert nächsten Etappensieg: Kaliforniens AB 1921 Protect Our Games Act nimmt die nächste Hürde

Der kalifornische AB 1921 Protect Our Games Act hat den Haushaltsausschuss passiert und fordert von Publishern 60-tägige Vorwarnungen und Offline-Lösungen vor Spiel-Schließungen. Die ESA lobbyierte dagegen, der Weg durch Legislative und Gouverneur steht noch bevor.

Alexander Liebe
von Alexander Liebe
19.05.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Die Bewegung gegen das Abschalten gekaufter Spiele hat gerade einen dicken Stein im Brett: Der kalifornische AB 1921, besser bekannt als Protect Our Games Act, hat den Haushaltsausschuss der State Assembly passiert. Elf Stimmen dafür, zwei dagegen – und das trotz aktiver Lobbyarbeit der Entertainment Software Association, die alles daran setzt, das Gesetz zu kippen. Was das für dich als Spieler bedeutet? Dass gekaufte Spiele nicht mehr einfach von heute auf morgen unspielbar werden dürfen. Zumindest, wenn der Weg durch die Instanzen weiter so erfolgreich verläuft.

Das steckt im Artikel
  • Ein Gesetz mit Zähnen
  • Der lange Marsch durch die Institutionen

Ein Gesetz mit Zähnen

Die Entertainment Software Association lobbyierte mit voller Wucht dagegen – doch der AB 1921 pflügte mit 11 zu 2 Stimmen durch den Appropriations Committee. Und das hat es in sich: Ab Januar 2027 müssen Publisher, die ein Spiel einstellen wollen, 60 Tage vorher Bescheid geben. Und zwar nicht nur mit einem lapidaren Forenpost. Sie müssen eine Lösung anbieten: einen Patch, der das Spiel offline spielbar macht, Community-Server-Kits oder eine Rückerstattung. Verkauft werden darf das Ding danach natürlich auch nicht mehr. Der offizielle Gesetzestext hält fest: „Der Betreiber muss dem Käufer eine alternative Version, einen Patch oder eine Rückerstattung anbieten und darf keine Version mehr vertreiben, die nicht unabhängig von seinen Servern genutzt werden kann.“

Das klingt nach Bürokratie, ist aber ein verdammt starker Hebel. Vor allem, wenn man bedenkt, wie schnell heutzutage Spiele vom Markt genommen werden. Die Kalifornier greifen damit ein Problem auf, das die Branche seit Jahren plagt: Der Kauf eines Spiels fühlt sich immer mehr an wie eine Miete mit ungewissem Enddatum. Ubisoft-CEO Yves Guillemot konterte die Bewegung jüngst mit der Aussage, „nichts sei für die Ewigkeit“ – Stop Killing Games hält dagegen: Wer bezahlt, soll auch behalten.

Der lange Marsch durch die Institutionen

So euphorisch der Erfolg auch ist – bis zur finalen Unterschrift ist es noch ein weiter Weg. Der AB 1921 geht jetzt an das kalifornische Repräsentantenhaus, wo er rund 41 der 80 Stimmen braucht. Schafft er das, wandert er in den Senat, wo weitere Anhörungen und mögliche Änderungen drohen. Am Ende entscheidet der Gouverneur von Kalifornien, der zwölf Tage Zeit hat, um das Gesetz zu unterschreiben, durchzuwinken oder sein Veto einzulegen. Sollte alles glattgehen, tritt das Gesetz am 1. Januar 2027 in Kraft. Zieht sich der Prozess hin, verschiebt sich der Stichtag um ein Jahr.

Was auf den ersten Blick nach typischer Politik-Bürokratie aussieht, ist ein echter Meilenstein für die Spielerschaft. Bisher hat sich vor allem die EU mit der Stop Killing Games Petition hervorgetan, die über 1,4 Millionen Unterschriften sammelte. Dass nun der größte US-Bundesstaat mit einem ähnlichen Ansatz vorprescht, setzt die Branche massiv unter Druck. Die ESA wird nicht kampflos aufgeben – aber die Stimmung kippt. Studien zeigen, dass immer mehr Spieler physische Kopien oder DRM-freie Alternativen bevorzugen, weil sie die Kurzlebigkeit digitaler Besitztümer satthaben.

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vonAlexander Liebe
Seitdem ich zum ersten Mal einen Controller in der Hand hielt wusste ich, dass dies eine Freundschaft fürs Leben wird. Bis heute ist der digitale Sport für mich fixer Bestandteil meiner Freizeit. Mit AustriaGaming ist er sogar zum Teil zur Berufung geworden. Favorisierte Spiele sind für mich aus dem Genre Horror, SciFi und RPG mit viel geschichtlichem Tiefgang. Gerade innovative und alternative Games ziehen mich öfters in den Bann.
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