Der Koop-Actionrollenspiel-Brawler „Towerborne“ von Stoic Studios hat seinen Schritt aus der Frühzugangsphase mit einem bemerkenswerten Paukenschlag vollzogen: Vollständige Veröffentlichung auf PC, gleichzeitiger Launch auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S, ein neuer Trailer, der die visuelle Reife des Spiels eindrucksvoll zur Schau stellt – und ein Geschäftsmodell, das sich von Grund auf gewandelt hat. Was genau sich verändert hat und warum das für alle relevant ist, die das Spiel bislang gemieden haben, lohnt einen genaueren Blick.
Von kostenlos zu einmalig kaufen – ein grundlegender Wandel
Was viele vielleicht nicht mitbekommen haben: Towerborne startete einst als kostenloses Onlinespiel mit Mikrotransaktionen – ein Modell, das für den Vollrelease vollständig aufgegeben wurde. Das Spiel kostet nun einmalig 24,99 Euro in der Standardversion, die Deluxe-Edition ist für 29,99 Euro erhältlich. Damit einher geht die Möglichkeit, Towerborne vollständig ohne Internetverbindung zu spielen – ein tiefgreifender Einschnitt, der das Erlebnis grundlegend verändert. Inhalte, die zuvor im Laden gegen Echtgeld erhältlich waren, lassen sich nun ausschließlich im Spiel freischalten. Wer dem Titel während des Frühzugangs aus gutem Grund ferngeblieben ist, findet nun deutlich bessere Vorzeichen vor.
Die Stadt der Zahlen und der Kampf ums Überleben
Im Mittelpunkt von Towerborne steht die fiktive Stadt der Zahlen – ein Name, der zynisch anmutet angesichts der Tatsache, dass sie die letzten Überreste der Menschheit beherbergt, die sich gegen eine bedrohliche Dunkelheit zur Wehr setzen müssen. Als eine der sogenannten Asse, besonderer Kämpfer mit einzigartigen Fähigkeiten und Charakterprofilen, gibst du dem Widerstand ein Gesicht. Vom zentralen Anlaufpunkt, dem Glockenturm, aus stürzt du dich in Seitwärtsscroller-Gefechte, die im Koop-Modus mit bis zu vier Spielern ausgefochten werden können. Das vollständige Releaseupdate bringt eine abgeschlossene Hauptgeschichte mit einem ausgewachsenen Hauptwidersacher, neue Nebenaufgaben und eine überarbeitete Weltkarte mit einem neuen Gebiet.
Brutalmodus und Endspielinhalt für erfahrene Asse
Für alle, die bereits während der Frühzugangsphase dabei waren und sich nach echten Herausforderungen sehnen, hält Towerborne mit dem Brutalmodus eine handfeste Antwort bereit. Dieser neue Schwierigkeitsgrad erlaubt es, eine vollständige Wiederholung mit verschärften Regeln, neuen Biomen und erweitertem Inhalt zu starten – ein klassischer Weg, erfahrenen Spielern nachhaltigen Anreiz zu bieten, ohne die Geschichte für Neueinsteiger zu verwässern. Die überarbeitete Spielfortschrittsstruktur orientiert sich nun vollständig am Einzelspieler- und lokalen Koop-Erlebnis, unterstützt durch eine clientseitige Architektur, die Offline-Spiel ohne Einschränkungen ermöglicht. Towerborne ist damit kein Frühzugangsprojekt mehr, sondern ein vollwertiges, abgerundetes Spiel.
