Es gleicht einer kleinen Revolution in der Spieleentwicklung, wenn ein Titel kurz vor der Ziellinie eine derart radikale Kurskorrektur vornimmt. Nachdem Towerborne bereits im September 2024 seinen Einstand im Early Access auf dem PC feierte und später auch Xbox-Besitzer im Game Preview begrüßte, zieht Entwickler Stoic nun die Reißleine beim Geschäftsmodell. Wenn das Spiel am 26. Februar endlich in der Version 1.0 erscheint, wird vieles anders sein, als ursprünglich geplant – und für Traditionalisten ist das eine verdammt gute Nachricht.
Schluss mit Gratis-Modell und Internet-Fesseln
Die wohl markanteste Änderung betrifft den Geldbeutel und die Freiheit der Spieler. Towerborne verabschiedet sich offiziell vom Free-to-Play-Ansatz. Anstatt auf Mikrotransaktionen und die Hoffnung auf „Wale“ zu setzen, wird das Spiel zu einem klassischen Einmalkauf umgewandelt. Für 24,99 Dollar (Standard) beziehungsweise 29,99 Dollar (Deluxe Edition) gehört das Spiel dir.
Noch wichtiger für viele Fans dürfte jedoch der Wegfall des ungeliebten „Always-Online“-Zwangs sein. Mit dem Update 1.0 kannst du das Spiel komplett offline genießen, ohne ständig an den Servern hängen zu müssen. Der Online-Koop bleibt natürlich für gemeinsame Runden mit Freunden erhalten, aber die Solisten unter euch können aufatmen: Das Internetkabel darf gezogen werden.
Ein Finale mit Paukenschlag auf der PS5
Der 26. Februar markiert nicht nur das Ende der Early-Access-Phase, sondern auch das Debüt des Beat-‚em-ups auf der PlayStation 5. Inhaltlich lässt sich Stoic nicht lumpen: Die Version 1.0 liefert endlich das langersehnte Finale der Geschichte. Du wirst dich dem Hauptantagonisten stellen, zwei brandneue Bosse bezwingen und dich mit gefährlichen Handlangern sowie „Umbra“-Gegnern messen müssen.
Die Welt von Towerborne wächst zudem beträchtlich. Ein völlig neues Biom, angesiedelt an einer malerischen Küstenregion, lädt zum Erkunden ein. Auch unter der Haube wurde geschraubt: Das Schwierigkeitsniveau wurde komplett neu ausbalanciert. Wer es besonders knackig mag, kann sich im neuen „Brutal Mode“ beweisen, der selbst Veteranen ins Schwitzen bringen dürfte.
Kosmetik für alle – ohne Kreditkarte
In einer Branche, die oft von aggressiver Monetarisierung geplagt ist, wirkt die Entscheidung zu den Kosmetikgegenständen fast schon altruistisch. Da das Spiel nun einen Kaufpreis hat, sind sämtliche kosmetischen Items – und das schließt auch kommende Ergänzungen ein – rein durch Gameplay kostenlos freischaltbar. Es gibt kein „Pay-to-Win“ beim Aussehen mehr. Abgerundet wird das Paket durch ein überarbeitetes Kartensystem, eine neue Schmiede und natürlich weitere musikalische Meisterwerke von Komponist Austin Wintory. Auch an die „Twinks“ wurde gedacht: Es gibt nun mehrere Slots für verschiedene Charaktere, damit du verschiedene Spielstile parallel ausprobieren kannst.