Als Dragonkin: The Banished im März 2026 aus dem Early Access rollte, stand im Raum, was bei jedem neuen Genre-Vertreter passiert: Wird es sich halten, oder verschwindet es im Schatten der Platzhirsche? Vier Monate später liefert NACON die Antwort – kein Battle-Pass-Event, sondern ein Update, das das Spiel an den Stellen nachschärft, an denen Hack’n’Slash-Titel sonst nachlassen.
Ein Endgame, das unter Zeitdruck setzt
Der neue Modus Dracomundus Purgatory ist kein simpler Boss-Rush. Ihr kämpft durch drei Inseln aus einem Pool von über fünfzig – und das gegen die Uhr. Drachenaltäre auf den Karten spendieren Bonussekunden, zwingen aber zu der Frage: Nehme ich den Umweg oder bleib ich auf der direkten Route? Wer alle drei Inseln übersteht, trifft auf den Champion des Fegefeuers. Die Belohnung: Voracious-Waffen, eine eigene Ausrüstungskategorie mit passiven Boni, die den Spielstil grundlegend verschieben können.
Cross-Play ist nett, der Stadtwechsel ist besser
Cross-Play für PC, PS5 und Xbox Series X|S ist inzwischen das Minimum, das ein Koop-Titel mitbringen muss – gut, dass es da ist. Interessanter ist die zweite Neuerung: Bisher wart ihr im Online-Koop-Modus an die gemeinsame Stadtentwicklung gebunden, im Offline-Modus an eure eigene Spielwelt. Der Stadtwechsel erlaubt jetzt, jederzeit zwischen beiden Modi hin- und herzuschalten, ohne dass Fortschritt verloren geht. Die Stadt wird nicht zurückgesetzt, ihr wechselt einfach die Perspektive. Klingt unspektakulär, ist aber genau die Art von Quality-of-Life, die zeigt, dass Eko Software verstanden hat, wie unterschiedlich Spieler ihre Sitzungen gestalten.
Opfern, um zu verstärken
Die Voracious-Waffen sind die interessanteste Neuerung des Updates. Ihr findet sie im Dracomundus Purgatory, und sie kommen mit passiven Boni, die euren Build grundlegend umkrempeln können. Der Clou: Statt sie einfach auszurüsten, könnt ihr eine Waffe opfern, um die Stufe einer anderen zu erhöhen. Die Affixe, die bei der Verstärkung wirken, wählt ihr präzise aus. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verändert aber das Verhältnis zur Beute fundamental: Plötzlich entscheidet ihr bewusst, was ihr wegwerft – ein Trade-off, den das Genre selten so klar stellt.
Der beste Moment zum Einstieg
Dragonkin: The Banished ist ab sofort auch im stationären Handel erhältlich – für alle, die auf den physischen Disc-Release gewartet haben. Die Kombination aus Retail-Start und dem kostenlosen Update ergibt einen Einstiegszeitpunkt, den es seit März nicht gab: Das Spiel hat jetzt Cross-Play, einen Endgame-Modus jenseits von stumpfem Boss-Grinding und ein Waffensystem, das auf Opfer basiert statt auf endlosem Farmen.