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Hardware

280 Hz, 0,03 ms, 1.500 Nits: iiyama betritt mit dem G-Master GOB2701QSC-B1 zum ersten Mal die OLED-Bühne

iiyama bringt mit dem G-Master GOB2701QSC-B1 Titan Falcon seinen ersten OLED-Monitor – ein 27-Zoll-WOLED der vierten Generation mit 280 Hz und WQHD-Auflösung. Zum Preis von 449 Euro wird er ab 9. Juli zur ernstzunehmenden Konkurrenz für LG, Asus und AOC.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
01.07.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Während LG, Asus, MSI und AOC längst ihre OLED Gaming Monitore im Regal haben, hat iiyama beharrlich an IPS und VA festgehalten. Bis heute. Der japanische Hersteller, hierzulande vor allem für solide Business-Displays und solide G-Master Einsteiger Monitore bekannt, steigt mit dem G-Master GOB2701QSC-B1 Titan Falcon in den OLED-Markt ein – und zwar mit einem Panel, das keine halbe Sache ist: LGs WOLED der vierten Generation, auch bekannt als Primary RGB Tandem OLED oder META 3.0. Das Besondere daran? iiyama positioniert den Monitor preislich aggressiv. Erste Händler listen den Titan Falcon für 449 Euro – das ist rund 50 bis 100 Euro unter dem, was vergleichbare Modelle von LG (UltraGear 27GS95QE) oder Asus (ROG Swift PG27AQDM) aktuell kosten.

Das steckt im Artikel
  • Primary RGB Tandem: Was die vierte WOLED-Generation besser macht
  • 280 Hz und 0,03 ms – aber kein 4K: Für wen sich der Titan Falcon lohnt
  • 449 Euro, Verfügbarkeit und die Frage nach der Konkurrenz

Primary RGB Tandem: Was die vierte WOLED-Generation besser macht

Das Herzstück des Titan Falcon ist ein Panel, das sich von früheren OLED-Generationen technisch abhebt. Statt wie bisher mit zwei oder drei lichtemittierenden Schichten zu arbeiten, setzt die Primary-RGB-Tandem-Architektur auf vier Ebenen mit getrennten roten und grünen Emittern. Das Ergebnis: höhere Helligkeit, sattere Farben und rund 20 Prozent mehr Energieeffizienz als die Vorgängergeneration. Die Spitzenhelligkeit liegt bei 1.500 cd/m² in kleinen HDR-Fenstern, die typische Panelhelligkeit bei 335 cd/m² – genug für die DisplayHDR True Black 400-Zertifizierung. Die offizielle Produktseite listet zudem eine überarbeitete RGWB-Subpixelstruktur, die Textdarstellung und feine Bildelemente schärfer zeichnen soll – ein klassischer Schwachpunkt früherer WOLED-Panels.

iiyama verzichtet auf eine MLA-Schicht (Micro Lens Array), die LG bei manchen Panels einsetzt, um die Helligkeit weiter zu treiben. Stattdessen setzt der Hersteller auf eine neue Antireflexbeschichtung, die Spiegelungen reduziert, ohne den typischen OLED-Tiefenkontrast zu verwässern. Dass das Konzept aufgehen kann, zeigte erst kürzlich ein Tandem WOLED Monitor mit 1.500 Nits von AOC.

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280 Hz und 0,03 ms – aber kein 4K: Für wen sich der Titan Falcon lohnt

Mit 280 Hz und 0,03 Millisekunden Reaktionszeit ist der Titan Falcon eindeutig auf kompetitive Spieler ausgelegt. Die WQHD-Auflösung (2.560 × 1.440 Pixel) auf 27 Zoll bietet eine Pixeldichte von rund 109 ppi – scharf genug für Shooter und Strategie, aber kein 4K. Wer auf maximale Detaildichte setzt, greift besser zu einem der teureren 4K-OLEDs. Dafür hat iiyama bei der Ausstattung kaum gespart: zwei HDMI 2.1, DisplayPort 1.4, USB-C mit 65 Watt Power Delivery, ein KVM-Switch, drei USB-3.2-Anschlüsse und zwei 5-Watt-Lautsprecher. G-Sync Compatible und FreeSync Premium sind ebenfalls an Bord. Vergleicht man das mit einem AOC QD-OLED mit 280 Hz, liegt iiyama bei der Panel-Wahl konservativer, punktet aber beim Preis.

Die integrierte TPC-Funktion (Temporal Peak Control) regelt die Helligkeit bei längerer OLED-Nutzung automatisch nach. Zusammen mit der 3 Jahres Garantie, die auch Burn-In abdeckt, zeigt iiyama, dass man die typischen OLED-Ängste der Käufer ernst nimmt.

449 Euro, Verfügbarkeit und die Frage nach der Konkurrenz

Der iiyama G-Master GOB2701QSC-B1 Titan Falcon ist ab dem 9. Juli 2026 im Handel. Erste Händler haben den Monitor für 449 Euro notiert – ein Preis, der im aktuellen OLED-Markt für Aufsehen sorgt. Zum Vergleich: Der Philips Evnia 27M2N6501L liegt bei knapp 400 Euro, bietet aber QD-OLED der dritten statt vierten Generation. LGs UltraGear 27GS95QE kostet um die 500 Euro, Asus ROG Swift PG27AQDM liegt bei 550 Euro und aufwärts. iiyama positioniert sich mit dem Titan Falcon also genau zwischen den Preisbrechern und den Premium-Herstellern – mit einem Panel, das technisch zum aktuellen Stand der WOLED-Entwicklung gehört.

Was fehlt? Ein 4K-Modell, höhere Bildwiederholraten jenseits der 280 Hz und DisplayPort 2.1. Der Titan Falcon ist kein Monitor, der neue Maßstäbe setzt. Aber er ist der erste OLED von iiyama, der zu einem Preis kommt, der die Konkurrenz unter Druck setzt.

TAGGED:Gaming MonitoriiyamaOled

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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