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The Witcher 4: Wallpaper
Games

800 Millionen Dollar für den Hexer: CD Projekt RED plant gigantisches Budget für The Witcher 4

Analyst Mateusz Chrzanowski schätzt, dass The Witcher 4 CD Projekt RED über 800 Millionen Dollar kosten wird – 388 Millionen für Entwicklung, der Rest für Marketing. Zudem prognostiziert er ein neues Witcher 3 DLC für Mai 2026 sowie ein 416-Millionen-Dollar-Budget für Project Orion, während CD Projekt RED KI nur begrenzt nutzt und nicht für Personalabbau plant.

René Nikel
von René Nikel
23.01.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Manchmal wirft eine Zahl mehr Fragen auf als tausend Worte. 800 Millionen Dollar – eine Summe, die selbst für Blockbuster-Spiele astronomisch erscheint. Doch genau diese Schätzung kursiert derzeit für The Witcher 4, und sie stammt nicht von irgendwem, sondern von einem Analysten, der die polnische Gaming-Industrie genau beobachtet. Was bedeutet das für CD Projekt RED, für die Zukunft der Triple-A-Entwicklung und für Geralt – oder vielmehr Ciri? Schnall Dich an, denn die Zahlen, die jetzt auf den Tisch kommen, könnten die gesamte Branche ins Wanken bringen.

Das steckt im Artikel
  • Die Rechnung eines Analysten: 388 Millionen für Entwicklung, der Rest für Marketing
  • Project Orion und ein DLC für The Witcher 3: Weitere Millionen auf dem Tisch
  • KI und Talentpool: Wie CD Projekt RED seine Zukunft plant
  • 800 Millionen Dollar: Investition oder Wahnsinn?

Die Rechnung eines Analysten: 388 Millionen für Entwicklung, der Rest für Marketing

Mateusz Chrzanowski von Noble Securities hat kürzlich seine Prognosen für The Witcher 4 veröffentlicht, und sie lassen aufhorchen. Der Analyst schätzt, dass CD Projekt RED rund 1,4 Milliarden Złoty – umgerechnet etwa 388 Millionen Dollar – allein für die Entwicklung des Spiels ausgeben wird. Doch das ist nur die halbe Miete. Chrzanowski erwartet, dass das Unternehmen einen ähnlichen Betrag in das Marketing stecken wird, was die Gesamtausgaben auf über 800 Millionen Dollar katapultiert. Zum Vergleich: The Witcher 3 kostete rund 81 Millionen Dollar, inklusive Marketing – The Witcher 4 würde damit das Zehnfache verschlingen. Diese Zahlen rücken das kommende Spiel in die Liga von Titeln wie Grand Theft Auto 6, dessen Budget ebenfalls in astronomische Höhen klettern soll. Doch ist diese Summe gerechtfertigt, oder überhitzt die Industrie gerade maßlos?

Project Orion und ein DLC für The Witcher 3: Weitere Millionen auf dem Tisch

Chrzanowski hat nicht nur The Witcher 4 im Blick, sondern auch Project Orion, die Fortsetzung von Cyberpunk 2077. Hier schätzt er die Entwicklungskosten auf rund 1,5 Milliarden Złoty, also etwa 416 Millionen Dollar. Ein Teil dieser Summe soll auf geplante Multiplayer-Modi entfallen – ein riskantes Unterfangen, nachdem CD Projekt RED bereits einmal ein Cyberpunk-Multiplayer-Projekt auf Eis gelegt hat. Zudem verschiebt sich der Release-Termin für Orion angeblich auf das vierte Quartal 2030 – ein Zeitfenster, das noch weit entfernt liegt. Doch das ist noch nicht alles: Chrzanowski bestätigt, dass ein neues DLC für The Witcher 3: Wild Hunt „zu 100 Prozent“ kommt. Er spekuliert, dass es im Mai 2026 erscheinen und innerhalb eines Jahres etwa 11 Millionen Exemplare verkaufen wird. Das Budget für diese Erweiterung? Rund 52 Millionen Złoty, knapp 14,5 Millionen Dollar. Gerüchte deuten darauf hin, dass das DLC Spieler nach Zerrikania entführen könnte, eine Region östlich von Nilfgaard, die bislang nur in Büchern und Dialogen erwähnt wurde. IGN Polen behauptet, schon „sehr lange“ von dem DLC zu wissen, was die Glaubwürdigkeit der Spekulationen erhöht.

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KI und Talentpool: Wie CD Projekt RED seine Zukunft plant

Während die Budgetzahlen schwindelerregend sind, bleibt die Frage, wie CD Projekt RED diese Summen stemmen will – und welche Rolle generative KI dabei spielt. Co-CEO Michał Nowakowski äußerte sich im Dezember 2025 dazu und machte klar, dass das Unternehmen nicht plant, wegen KI Personal abzubauen. Zwar nutzt das Studio KI-Tools in „Produktivitätsbereichen“, doch Nowakowski ist skeptisch, ob die Technologie jemals in der Lage sein wird, eigenständig Spiele zu entwickeln. „Unsere Einschätzung ist, dass sie nicht The Witcher 5 oder 6 machen wird“, so seine klare Ansage. Stattdessen profitiert CD Projekt RED derzeit von einem größeren Talentpool, da andere Studios in den letzten Jahren Projekte eingestellt und Mitarbeiter entlassen haben – ein trauriges Nebenprodukt der Turbulenzen in der Gaming-Branche. Die Verfügbarkeit von erfahrenem Personal sei gestiegen, doch Nowakowski führt das weniger auf KI, sondern auf die Krise bei anderen Entwicklern zurück. Das ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits kann CD Projekt RED von den besten Talenten profitieren, andererseits zeigt es, wie prekär die Lage in der Branche geworden ist.

800 Millionen Dollar: Investition oder Wahnsinn?

Die Frage, die sich jetzt stellt, ist simpel: Ist ein Budget von 800 Millionen Dollar für The Witcher 4 gerechtfertigt, oder bewegt sich CD Projekt RED auf dünnem Eis? The Witcher 3 war ein kritischer und kommerzieller Erfolg, der über 50 Millionen Mal verkauft wurde. Doch kann The Witcher 4 ähnliche Zahlen erreichen – und vor allem, muss es das, um profitabel zu sein? Bei einem solchen Budget müsste das Spiel weit über 20 Millionen Exemplare zum Vollpreis verkaufen, nur um die Kosten zu decken. Das ist machbar, aber keineswegs garantiert, besonders in einer Zeit, in der Game Pass und andere Abo-Modelle die Verkaufszahlen drücken. CD Projekt RED setzt alles auf eine Karte, und die Branche schaut gebannt zu.

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vonRené Nikel
Seit Dino Wars oder North&South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, aber meine Leidenschaft für Videospiele nicht! Mit dem Alter von 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich um einen kleinen Indie-Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zu der Grundausstattung. Bei meiner Begeisterung für den Journalismus in Verbindung mit Videospielen gab es da nur eine logische Konsequenz. Redakteur bei PixelCritics werden, um mein Interesse beider Welten auszuleben.
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