Die Gerüchteküche rund um das Prügelspiel-Genre brodelte in den vergangenen Tagen wieder auf absoluten Hochtouren. Im Mittelpunkt der wilden Spekulationen stand Injustice 3 samt angeblich angelaufener Playtests bei externen Testagenturen. NetherRealm-Studioleiter Ed Boon schritt nun persönlich ein und erklärte die Berichte über angebliche Testläufe für vollkommen frei erfunden. Mit einer beiläufigen Bemerkung über den Unterschied zwischen Produktion und Spieltests ließ der Branchenveteran der Community dennoch Raum für Spekulationen.
Ed Boon zerlegt die AAA-Märchen im Netz
Über die sozialen Netzwerke verbreitete sich rasch die Behauptung, NetherRealm arbeite gemeinsam mit Insomniac Games an einem gigantischen AAA-Kampfspiel. Ed Boon reagierte auf der Plattform X gewohnt direkt und unmissverständlich auf diese Gerüchte. Er stempelte den angeblichen Crossover-Titel als zu hundert Prozent falsch ab und forderte die Community trocken auf, zügig das nächste Hirngespinst aufzutischen.
Im selben Atemzug räumte der Studiochef mit weiteren Meldungen auf, die zuletzt durch einschlägige Branchenforen geisterten. Weder für Injustice 3 noch für ein hypothetisches Mortal Kombat 13 oder ein Remake von Mortal Kombat 9 finden gegenwärtig externe Spieltests statt. Nach den früheren Hinweisen in Künstler-Lebensläufen sorgt diese schonungslose Absage zunächst für spürbare Ernüchterung unter wartenden Fans.
Die Spurensuche bei Good Gamer Group in Culver City
Ausgangspunkt der jüngsten Spekulationswelle war eine auffällige Ausschreibung der externen Testfirma Good Gamer Group. Gesucht wurden gezielt Tester für ein unangekündigtes AAA-Prügelspiel mit klassischem zweidimensionalem Gameplay. Da der geplante Testlauf eine zwingende physische Präsenz in Culver City im US-Bundesstaat Kalifornien verlangte, fiel der Verdacht der weltweiten Prügelspiel-Szene unverzüglich auf das erfahrene Traditionsteam von NetherRealm.
Exakt in Culver City unterhält der Medienkonzern Warner Bros. Discovery bekannte Studiobüros. Trotz der anhaltenden Turbulenzen beim Mutterkonzern bleiben ertragreiche Prügelspiele eine tragende Säule im Firmenportfolio. Die lokale Nähe schien vielen Beobachtern als unumstößlicher Beweis zu genügen, doch Boons klares Veto entzieht dieser kalifornischen Verbindung vorerst jegliches argumentative Fundament.
Zwischen Supergirl und dem DC-K.O.-Turnier
Parallel zu den Testgerüchten machten detaillierte, laut unbestätigten Berichten kursierende Angaben über die Charakterauswahl die Runde. Neben dem aus Injustice 2 bekannten Supergirl sollte demnach erstmals Batwoman ihr Franchise-Debüt im spielbaren Kader feiern. Gleichzeitig spekuliert die Szene über eine bewusste Abkehr vom vertrauten Markennamen, um frischen erzählerischen Wind in die Comic-Adaptionen zu bringen.
Als ideale Vorlage gilt das jüngste Comic-Crossover DC K.O., das von Oktober 2025 bis März 2026 lief und Helden gegen Darkseid antreten ließ. Bemerkenswerterweise mischte dort Sub-Zero als Gastkämpfer mit, was Spekulationen über eine Neuauflage von Mortal Kombat vs DC Universe zusätzlich anheizte. Während die Fangemeinde auf den geplanten dritten Mortal Kombat Kinofilm blickt, liefert dieses Turnierevent perfekte Steilvorlagen für neue Spielkonzepte.
Kein Playtest bedeutet nicht kein Spiel
Die brisanteste Aussage lieferte Boon auf die Nachfrage eines Fans nach einem neuen Aufeinandertreffen von Mortal Kombat und DC. Der Studioleiter betonte im September 2026 unmissverständlich, dass das Fehlen externer Spieltests keineswegs einen Stillstand der internen Entwicklung bedeute. Diese präzise Formulierung unterstreicht, dass neue Großprojekte hinter verschlossenen Türen längst konzeptionelle Gestalt annehmen können, bevor externe Dienstleister überhaupt eingeweiht werden.
Seit dem erfolgreichen Launch von Mortal Kombat 1 im Jahr 2023 auf PC, PS5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch werkelt das Studio am nächsten Projekt. Beobachter deuten Boons Reaktionen als geschicktes Ablenkungsmanöver vor möglichen Ankündigungen im Spätherbst. Wer geduldig auf den möglichen nächsten Blockbuster von NetherRealm wartet, muss das DC-Universum daher noch lange nicht zu den Akten legen.