Die Beta eines neuen Call of Duty ist jedes Jahr ein eingespieltes Ritual: Vorbesteller dürfen früher ran, der Rest wartet – und am Ende zocken alle dasselbe. Doch diesmal hat Activision einen Twist eingebaut, der die Beta von Modern Warfare 4 von allen Vorgängern abhebt: Erstmals in der Geschichte der Reihe ist eine Nintendo-Konsole mit von der Partie. Die Switch 2 mischt ab dem 28. August mit, und das ist nicht die einzige Neuerung, die Publisher und Entwickler Infinity Ward für den August parat haben.
Beta-Zeiträume: Wann wer spielen darf
Activision teilt die Beta von Modern Warfare 4 in zwei Wochenenden auf – das kennen wir von den letzten Jahren. Was sich geändert hat, ist das Drumherum. Das erste Wochenende läuft vom 21. bis 25. August und steht exklusiv den Spielern offen, die das Spiel vorbestellt haben. Plattformseitig heißt das: Xbox Series X/S, PS5 und PC. Die Besonderheit diesmal: Die Beta startet direkt im Anschluss an die Call of Duty NEXT-Show am 21. August. Vorbesteller müssen also nicht bis zum nächsten Morgen warten, sondern können sofort loslegen.
Das zweite Wochenende ist vom 28. August bis zum 1. September für alle geöffnet – ohne Vorbestell-Pflicht. Und hier kommt der historische Moment: Erstmals in der Reihe sind auch Nintendo Switch 2 Spieler mit von der Partie. Wer auf Nintendos neuer Konsole zocken will, muss sich allerdings bis zur offenen Beta gedulden. Die Vorbestellungen für die Switch 2 Version starten separat am 26. August – zwei Tage bevor die Beta für alle losgeht. Activision hat die genauen Daten im offiziellen Call of Duty Blog bestätigt.
Beta-Zeiträume auf einen Blick:
- Early Access (Vorbesteller): 21. – 25. August | Xbox Series X/S, PS5, PC
- Offene Beta: 28. August – 1. September | Xbox Series X/S, PS5, PC, Nintendo Switch 2
- Switch 2 Vorbestellungen: Ab 26. August
Beta-Inhalte: 19 Waffen, Kill Block und kein Omnimovement
Was die Beta konkret bietet, hat Activision ebenfalls aufgeschlüsselt. Insgesamt 19 Waffen lassen sich freischalten und testen – ein solider Kader, der einen guten Vorgeschmack auf das vollständige Arsenal geben dürfte. Dazu kommen bekannte Modi wie Search and Destroy, aber auch der neue Kill-Block-Modus. Der hat auf dem Fanatics Fest in New York bereits sein öffentliches Debüt gefeiert: ein 10 gegen 10 Gunfight-Erlebnis in einer militärischen Trainingsanlage, das auf schnelle, enge Gefechte ausgelegt ist.
Der Clou: Kill Block lässt zwischen den Runden Layout, Sichtlinien und Deckung über 500 modulare Konfigurationen rotieren – ein Roguelike-Ansatz im Multiplayer, der ohne gigantischen Map-Pool für Abwechslung sorgt. Das ist kein Zufall: Die Launch Map-Liste von Modern Warfare 4 fällt mit 12 Karten kleiner aus als bei Vorgängern (MW 2019 hatte 19, MW3 immerhin 16) – Kill Block kompensiert das clever.
Wer zwischendurch seine Bewegungsabläufe optimieren will, kann den Training Mobility Course besuchen – allerdings ohne Omnimovement. Infinity Ward hat bestätigt, dass die Bewegungsmechanik aus Black Ops 7 in Modern Warfare 4 nicht zum Einsatz kommt – ein Detail aus dem Gameplay-Deep-Dive, das vor allem Hardcore-Spieler betrifft, die sich in den letzten Monaten an die neue Freiheit gewöhnt haben.
Die Design-Entscheidung ist strategisch: Während Black Ops 7 mit Omnimovement Sprinten und Rutschen in alle Richtungen erlaubt, setzt Modern Warfare 4 auf geerdet-taktisches Movement – eine bewusste Differenzierung zwischen den Subserien. Stattdessen gibt es Gunny-Unterstützung beim Loadout-Bau sowie die übliche breite Auswahl an Tacticals, Lethals, Field Upgrades, Perks und Killstreaks. Die offiziellen Karten werden am 21. August im Rahmen von Call of Duty NEXT enthüllt.
Beta-Inhalte im Überblick:
- Waffen: 19 freischaltbare Waffen
- Modi: Search and Destroy, Kill Block (10v10, 500+ Konfigurationen), Training Mobility Course
- Movement: Kein Omnimovement – stattdessen taktisch-geerdet
- Karten-Enthüllung: 21. August bei Call of Duty NEXT
Switch 2 und PS5 Pro: Neuland für Call of Duty
Der größte Neuigkeitswert dieser Beta-Ankündigung ist die Nintendo Switch 2 Unterstützung. Call of Duty war seit Black Ops 2 auf der Wii U im Jahr 2012 nicht mehr auf einer Nintendo-Plattform vertreten – satte 14 Jahre liegen dazwischen. Grundlage ist die 10-Jahres-Vereinbarung zwischen Microsoft, Nintendo und Activision aus dem Jahr 2023. Dass Activision den Schritt jetzt wagt, ist ein klares Signal, wie ernst man Nintendos neue Konsole als Spieleplattform nimmt.
Entwickelt wird der Port von Infinity Ward in Zusammenarbeit mit Digital Legends – einem Studio, das sich auf Mobile-Ports spezialisiert hat. Deren Rendering-Pipelines aus dem eingestellten Warzone Mobile harmonieren ideal mit der NVIDIA-basierten Switch 2 Architektur. Ein klares Indiz, dass man die technischen Herausforderungen ernst nimmt und nicht einfach nur schnell portieren will.
Am anderen Ende des Leistungsspektrums steht die PS5 Pro. Modern Warfare 4 unterstützt Sonys Mid-Gen-Upgrade von Tag 1 an mit dem verbesserten PSSR-Upscaling. Konkret bedeutet das: 4K-Darstellung bei 120 Hz, VRR und HDR sind ab Release dabei. Eine Ansage, die vor allem Besitzer der teureren Sony-Konsole freuen dürfte, die schon bei Black Ops 7 mit Performance-Sorgen kämpfen mussten.
Zusammen mit der Ankündigung, dass Vorbesteller die Kampagne bereits ab dem 16. Oktober spielen können – eine Woche vor dem regulären Launch am 23. Oktober 2026 – zeichnet sich ein klares Bild ab: Modern Warfare 4 will alle Plattformen bedienen, von der günstigen Nintendo-Hardware bis zur High-End-Konsole.


