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Call of Duty: Modern Warfare 4 verabschiedet sich von Bloom – und bringt einen rätselhaften Kill-Block-Modus

Modern Warfare 4 erscheint am 23. Oktober mit 12 Maps, Kill Block, kein Bloom und einem DMZ-Relaunch. Klingt solide – aber die Map-Anzahl ist mager, Omnimovement fehlt, und der Switch-2-Port liegt in den Händen eines Studios mit Katastrophen-Track-Record.

Maciej Ataman
von Maciej Ataman
28.05.26
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Lesezeit: 6 Min.
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Call of Duty: Modern Warfare 4 steht in den Startlöchern: Am 23. Oktober 2026 erscheint Infinity Wards neuester Shooter für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und – erstmals seit über einem Jahrzehnt – auch für Nintendo Switch 2. Die Ankündigung verspricht 12 Kernkarten, einen komplett überarbeiteten Waffenschmied, den Wegfall von Bloom sowie den dynamischen Kill-Block-Modus mit über 500 Kartenkonfigurationen. DMZ kehrt als Extraktionsmodus zurück. Doch was auf den ersten Blick nach einem soliden Paket aussieht, wirft bei genauerem Hinsehen Fragen auf: Warum nur 12 Maps? Was wurde aus Omnimovement? Und kann das Studio hinter der Switch-2-Fassung überhaupt liefern?

Das steckt im Artikel
  • Kein Bloom, kein Omnimovement: Infinity Wards neues Ballistik-Versprechen
  • Kill Block: 500 Kartenkonfigurationen als Ersatz für fehlende Maps?
  • Gunny, Apex-Aufsätze und zwei Prestige-Pfade
  • DMZ-Comeback, Switch-2-Debüt und die Warzone-Mobile-Narbe

Kein Bloom, kein Omnimovement: Infinity Wards neues Ballistik-Versprechen

Infinity Ward bewirbt Modern Warfare 4 mit einem neuen Schlagwort: „Ballistik-Kompetenz“. Dahinter steckt ein überarbeitetes Waffensystem, das präzises Zielen, realistische Geschossflugbahnen und ein konsistenteres Schussverhalten in den Vordergrund stellt. Konkret bedeutet das:

  • Bloom wurde entfernt. Schüsse aus der Hüfte landen dort, wo die Waffe hinzeigt – kein zufälliger Streukegel, der die Treffgenauigkeit verwässert. Rückstoß, Konvergenz und Waffenhandhabung wurden so überarbeitet, dass jede Bewegung als direkte Konsequenz der Spielereingabe spürbar wird.
  • Die Sichtbarkeit von Gegnern soll durch überarbeitete Tiefenschärfe und visuelle Effekte klarer sein. Ein ewiger Kritikpunkt der Community: Kaum sichtbare Operators in dunklen Ecken oder hinter Mündungsfeuer.
  • Bewegung bleibt am Boden. Statt Omnimovement – das seit Black Ops 6 erlaubt, in jede Richtung zu sprinten, zu sliden und zu tauchen – setzt Infinity Ward auf „geerdeten Realismus“. Erweiterte Optionen zum Überklettern, Klettern, Hängen und Springen sollen neue vertikale Flankenwege eröffnen, ohne die physische Schwere zu verlieren, die Modern Warfare von Black Ops unterscheidet.

Das ist eine bewusste Design-Entscheidung – und mehr als nur eine technische Randnotiz. Während Treyarch die Bewegungsfreiheit in den letzten zwei Jahren radikal geöffnet hat, zieht Infinity Ward die Handbremse. Für Spieler, die sich an das flüssige Movement von Black Ops 6 und 7 gewöhnt haben, dürfte sich Modern Warfare 4 deutlich behäbiger anfühlen. Für Traditionalisten hingegen ist es eine Rückkehr zu dem, was Modern Warfare 2019 groß gemacht hat: methodische, taktische Gefechte ohne akrobatische Slides über halbe Karten.

Kill Block: 500 Kartenkonfigurationen als Ersatz für fehlende Maps?

Zwölf Kernkarten zum Launch. Zum Vergleich: Modern Warfare 2019 brachte es auf 19 Karten (inklusive Ground War), Modern Warfare 3 (2023) – das von Kritikern und Spielern zerrissene Sledgehammer-Projekt – immerhin 16. Zwölf Karten sind der niedrigste Launch-Wert der Modern-Warfare-Reihe. Infinity Ward verspricht, dass jede Karte einen eigenen Infiltrationsweg und eine unverwechselbare visuelle Identität erhält. Plus: separate Feuergefecht-Karten und mehrere Karten für Großer Krieg, den großflächigen Fahrzeug- und Infanteriemodus.

Das eigentlich Neue ist Kill Block. Der Modus spielt in der Westbridge-Trainingseinrichtung – einer Einrichtung mit scharfer Munition für Elite-Operator – und verändert zwischen den Runden Layout, Sichtlinien, Routen und Deckung. Über 500 modulare Konfigurationen sollen dafür sorgen, dass keine Runde der anderen gleicht. Unterstützt werden 3v3- und 10v10-Formate, weitere Modi sollen in den Live-Saisons folgen.

Ob Kill Block die schmale Kartenauswahl zum Launch kompensieren kann, wird der Praxistest zeigen. Das Konzept erinnert an einen Roguelike-Ansatz im Multiplayer: Bekannte Räume, aber jedes Mal anders zusammengesetzt. Infinity Ward hat sich damit ein flexibles Werkzeug gebaut, um ohne gigantischen Map-Pool für Abwechslung zu sorgen. Dass die zusätzlichen Karten dann über die Seasons nachgereicht werden, ist das mittlerweile etablierte Live-Service-Modell – aber bei einem Premium-Titel für 70 Euro darf man zwölf Karten zum Start trotzdem knapp nennen.

Gunny, Apex-Aufsätze und zwei Prestige-Pfade

Der Waffenschmied kehrt zurück – und zwar mit einer durchdachten Neuerung: Aufsätze gelten künftig für die gesamte Waffenklasse, nicht nur für eine spezifische Waffe. Wer also einen Griff für die M4 freischaltet, kann ihn an allen Sturmgewehren nutzen. Das reduziert den Grind erheblich und belohnt Experimentierfreude.

Neu ist Gunny, ein virtueller Gunnery Sergeant, der auf Knopfdruck konkrete Waffen-Builds für Nah-, Mittel- und Fernkampf zusammenstellt. Die Builds stammen vom Waffen-Team von Infinity Ward und sollen eine solide Basis bieten, die Spieler nach Belieben verfeinern können. Das klingt nach einem überfälligen Quality-of-Life-Feature für Einsteiger.

Apex-Aufsätze schalten sich frei, wenn eine Waffe vollständig gelevelt ist. Sie verändern das Verhalten der Waffe grundlegend – ob Schusskadenz, Handling, Tarnfähigkeit oder sogar die taktische Rolle. Das klingt nach massiven Balance-Implikationen: Wenn ein Sturmgewehr durch einen Apex-Aufsatz plötzlich wie eine MP funktioniert, verschwimmen Waffenklassen-Grenzen. Gleichzeitig gibt es Hardcore-Spielern einen echten Langzeit-Anreiz jenseits von kosmetischen Belohnungen.

Ein Community-Sieg: Klassisches Prestige kehrt zurück. Anders als im saisonalen Prestige-System der letzten Jahre gibt es jetzt zwei Pfade. Klassisches Prestige setzt den Fortschritt im Klasseneditor zurück, gewährt dafür höhere XP-Raten und exklusive Prestige-Belohnungen – genau wie früher. Reguläres Prestige hingegen startet den Rangfortschritt neu, ohne Loadouts und freigeschaltete Waffen anzutasten. Infinity Ward gibt den Spielern endlich die Wahl zwischen Flexibilität und Hardcore-Neustart.

DMZ-Comeback, Switch-2-Debüt und die Warzone-Mobile-Narbe

DMZ kehrt zurück. Der Extraktionsmodus, den Infinity Ward 2022 mit Modern Warfare 2 einführte und nach einem Jahr Support-Pause faktisch einstellte, wird in Modern Warfare 4 als vollwertiger dritter Modus positioniert. Das Studio verspricht eine „lebendige Kampfarena“, dynamische Wetterbedingungen, wechselnde militärische Ziele und patrouillierende Feindkräfte. Eine größere Enthüllung ist für den 7. Juni angesetzt.

Für PC-Spieler gibt es DLSS 4.5, erweitertes Echtzeit-Raytracing über alle Modi hinweg und umfangreiche Wettkampfeinstellungen für hohe Bildraten. Beenox zeichnet für die PC-Version mitverantwortlich – das Studio, das seit Jahren die soliden PC-Portierungen der Reihe liefert.

Die eigentliche Überraschung ist die Nintendo Switch 2 als Launch-Plattform. Call of Duty erscheint zum ersten Mal seit Ghosts (2013) wieder auf einer Nintendo-Konsole. Entwickelt wird die Fassung von Digital Legends – dem Studio, das Warzone Mobile verantwortete. Dessen Server wurden im April 2026 abgeschaltet, nachdem Activision öffentlich einräumte, dass der Titel „nicht die Erwartungen erfüllt“ habe. Dasselbe Studio nun mit einer nativ entwickelten Switch-2-Version von Modern Warfare 4 zu betrauen, ist mindestens gewagt. Infinity Ward betont, die Entwicklung geschehe „in Partnerschaft“ – aber der Track Record lässt aufhorchen.

Strategisch klug: Der Release am 23. Oktober platziert Modern Warfare 4 ganze vier Wochen vor GTA 6, das am 19. November erscheint. Noch vor wenigen Jahren hätte sich Call of Duty nicht von Rockstars Terminplan diktieren lassen. Dass Activision den eigenen Shooter nun bewusst um einen Titel herumterminiert, spricht Bände über die aktuelle Verfassung des Franchise – und über die tiefste Krise, in der Call of Duty seit 2008 steckt.

Kleiner, aber wichtiger Nebenschauplatz: Modern Warfare 4 erscheint nicht im Game Pass zum Launch. Microsoft hat die Day-One-Strategie nach BO7 gekippt, weil der Abo-Service die Einzelverkäufe spürbar kannibalisierte. Und: PS4 und Xbox One bleiben außen vor – das erste reine Current-Gen-CoD. Sechs Jahre nach dem Start der PS5 ist das nicht revolutionär, sondern überfällig.

TAGGED:Call of DutyCall of Duty: Modern Warfare 4

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Mein “HOBBY” hat mit dem Gameboy und Tetris begonnen und amüsiert mich immer noch bis in die Morgenstunden. Meine Lieblingsspiele sind Strategie/Renn –und Actionspiele. Man probiert jedoch alles aus was Spaß macht. AustriaGaming bietet mir die Möglichkeit mein Hobby mit anderen zu teilen und gemeinsam Spaß zu haben. P.S: “We see us on the Battlefield!”
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