Frisches Blut für das Dracula-Universum: Auf der Nacon Connect 2026 wurde mit Dracula: The Disciple ein brandneues First-Person-Puzzlespiel angekündigt. Entwickler Cyanide Studio schickt euch darin nicht zur Vampirjagd, sondern auf eine verzweifelte Suche nach einem Heilmittel in die Hallen des berühmtesten Blutsaugers. Das unheimliche Abenteuer soll 2027 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S erscheinen.
Ein Pakt mit dem Teufel für ein Heilmittel
Die Prämisse verspricht schaurige Spannung: Wir schreiben das Jahr 1866. Du schlüpfst in die Rolle des französischen Archivars Emile Valombres, der von einer tödlichen Krankheit gezeichnet ist. Deine letzte Hoffnung liegt in Transsilvanien, im Schloss des Grafen Dracula, dessen Wissen über das Leben und den Tod legendär ist. Statt mit Pflock und Weihwasser bewaffnet, musst du dich also mit deinem Verstand durch die gotischen Korridore kämpfen.
Der Fokus liegt klar auf Erkundung und dem Lösen von Rätseln. Um die Geheimnisse des Schlosses zu lüften und rechtzeitig ein Heilmittel zu finden, sollst du sogar auf vampirische Kräfte zurückgreifen können. Wie genau diese aussehen, verrät der erste Trailer nur andeutungsweise, doch die Idee, die Macht des Feindes nutzen zu müssen, um zu überleben, klingt verdammt reizvoll.
Cyanide wagt sich an Draculas Erbe
Hinter dem Projekt steckt mit Cyanide Studio ein Entwickler, der für alles andere als eine klare Linie bekannt ist. Mit Titeln wie der Schleich-Reihe Styx, der Strategie-Prügelei Blood Bowl oder dem Action-RPG Werewolf: The Apocalypse haben die Franzosen ein extrem breites Portfolio. Genau das macht Dracula: The Disciple so interessant. Dass sich das Studio nun einem ruhigeren, erzählerischen Puzzler zuwendet, ist eine willkommene Überraschung. Es bleibt abzuwarten, ob sie die erzählerische Dichte und das knifflige Rätseldesign liefern können, das ein solches Spiel erfordert.
Blutdurst nach mehr?
Die Ankündigung von Dracula: The Disciple ist ein Lichtblick für alle Fans von atmosphärischem Grusel und anspruchsvollen Puzzlespielen. Die Idee, die Dracula-Sage aus der Perspektive eines Todgeweihten zu erleben, der um sein Leben bettelt statt es zu nehmen, ist erfrischend anders. Der Verzicht auf plumpe Action und der Fokus auf das Erkunden und Kombinieren könnten dem Genre neue Impulse geben.
Natürlich muss Cyanide Studio jetzt beweisen, dass sie mehr können als nur ein breites Spektrum an Genres abzudecken. Wenn es ihnen gelingt, eine fesselnde Geschichte mit cleveren Rätseln und einer dichten Atmosphäre zu verbinden, könnte uns hier ein echtes Horror-Highlight für 2027 erwarten. Wir sind gespannt und haben schon jetzt… Blut geleckt.
