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Games

Hass im Sanktuario: Warum Diablo 4 trotz neuem Spieler-Rekord auf Steam abgestraft wird

Obwohl die neue Erweiterung Lord of Hatred für PC, PS5 und Xbox spielerisch überzeugt und für Rekord-Spielerzahlen auf Steam sorgt, stürzen die Nutzerbewertungen aufgrund aggressiver Monetarisierung und technischer Mängel ab. Besonders die hohen Preise für Kosmetika und das Gefühl, durch zeitlich begrenzte Events zum Kauf gedrängt zu werden, sorgen für massives Review Bombing der Community.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
05.05.26
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Lesezeit: 2 Min.
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Blizzard erlebt mit der Veröffentlichung der zweiten großen Erweiterung Lord of Hatred ein Paradoxon: Während die Spielerzahlen von Diablo 4 auf Steam mit über 60.000 gleichzeitigen Nutzern einen neuen historischen Höchststand erreichen, brennt in den Kommentarspalten die Hütte. Trotz überwiegend positiver Kritiken für die neuen Inhalte des DLCs für PC, PS5 und Xbox Series X/S sind die jüngsten Nutzerbewertungen auf ein ernüchterndes „Ausgeglichen“ (nur 66 % positiv) gefallen.

Das steckt im Artikel
  • Ein zweischneidiges Schwert: Rekord-Hype trifft auf Fan-Frust
  • Die Kritikpunkte: Monetarisierung und „FOMO“
  • Blizzard zwischen Profit und Community-Liebe
  • Höllenritt oder Abzocke? Mein Fazit

Ein zweischneidiges Schwert: Rekord-Hype trifft auf Fan-Frust

Seit dem holprigen Start von Diablo 4 im Jahr 2023 hat Blizzard hart gearbeitet. 13 Seasons und die erste Erweiterung Vessel of Hatred sollten das Ruder herumreißen. Mit Lord of Hatred findet der große Handlungsbogen um Mephisto nun seinen Abschluss. Das Kuriose: Rein spielerisch scheint der DLC abzuliefern. Das Feedback zum neuen Warlock-Build (der sich fast wie Pac-Man spielt) und den Endgame-Anpassungen ist unter Experten gut.

Doch warum hagelt es dann negative Reviews? Der Grund liegt nicht im Gameplay, sondern in der Geschäftsführung dahinter.

Die Kritikpunkte: Monetarisierung und „FOMO“

Die Community wirft Blizzard vor, die Grenzen des Erträglichen bei der Monetarisierung zu überschreiten. Die Hauptkritikpunkte der wütenden Fans:

  • Aggressiver Shop: Die Preise für kosmetische Items, die mit der Echtgeld-Währung „Platin“ bezahlt werden, werden als massiv überzogen empfunden.
  • Fear of Missing Out (FOMO): Zeitlich begrenzte Kollaborationen (wie das aktuelle World of Warcraft-Event) setzen Spieler unter Druck, schnell Geld auszugeben, bevor die Items verschwinden.
  • Preispolitik: Käufer der ersten Erweiterung Vessel of Hatred fühlen sich hintergangen, da diese nun beim Kauf von Lord of Hatred oft kostenlos beigelegt wird – ein Schlag ins Gesicht für treue Fans der ersten Stunde.
  • Technische Patzer: Trotz der langen Entwicklungszeit klagen Steam-Nutzer über Performance-Einbußen direkt zum Launch des DLCs.

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Blizzard zwischen Profit und Community-Liebe

Es ist ein bekanntes Bild bei modernen Live-Service-Games: Die Entwickler liefern tolle Inhalte (neue Mechaniken wie Chaos Armor oder Killstreaks), doch die Publishing-Abteilung verspielt das Vertrauen durch fragwürdige Sales-Taktiken. Dass Diablo 4 nun auf Steam den höchsten Stand an gleichzeitigen Spielern seit Release erreicht, zeigt zwar, dass das Interesse am ARPG-König ungebrochen ist – doch die „Mixed“-Wertung ist ein Warnsignal, das Blizzard nicht ignorieren sollte.

Höllenritt oder Abzocke? Mein Fazit

Eigentlich müsste ich jubeln: Die Story um Mephisto ist packend inszeniert und der neue Content-Grind macht verdammt viel Laune. Aber Blizzard macht es uns schwer, das Spiel uneingeschränkt zu genießen. Wenn ich im Vollpreis-Spiel plus kostenpflichtiger Erweiterung ständig das Gefühl bekomme, in einem Mobile-Game-Shop zu stehen, vergeht mir der Loot-Durst. Wer nur für die Story und das Gameplay kommt, wird mit Lord of Hatred glücklich. Wer aber eine faire Behandlung als zahlender Kunde erwartet, bekommt hier aktuell leider eine ordentliche Portion „Hass“ serviert.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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PCPlaystationXbox

Diablo IV

Release Datum: 17. Oktober 2023
Genre: ARPG, Hack and Slay
Entwickler: Blizzard Entertainment
Publisher: Blizzard Entertainment
Spielmodi: Einzelspieler, Online Koop/PvP
Spielzeit: 100+ Stunden
Plattformen
PCPlaystationXbox
PEGI 18
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Diablo IV ist das ultimative Action-RPG-Abenteuer, in dem es endlose Scharen des Bösen abzuschlachten, zahllose Fertigkeiten zu meistern und in alptraumhaften Dungeons legendäre Beute zu ergattern gilt. Spielt die epische Kampagne alleine oder mit Freunden, trefft unvergessliche Charaktere in einer wunderschön düsteren Welt und einer fesselnden Geschichte oder entdeckt die umfangreichen Langzeitinhalte.
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