Sieben Minuten ungekürztes Gameplay zu Dune: Awakening direkt von der PlayStation 5 Pro räumen die größten Zweifel am Konsolen-Ausflug auf den Wüstenplaneten mit einem Schlag beiseite. Das gezeigte Material beweist eindrucksvoll, dass die weitläufigen Dünenzüge und hitzigen Schusswechsel auch abseits des High-End-PCs butterweich über den Bildschirm wandern, während Funcom gleichzeitig das gesamte Fundament für Einzelgänger und Film-Liebhaber umbaut. Wer bisher befürchtete, auf Konsolen mit ruckeligen Wüstentrips abgespeist zu werden, darf aufatmen: Das Survival-Abenteuer nimmt auf Sonys Hardware richtig Fahrt auf.
Saubere 60 FPS und direkte Reflexe im Wüstensand
Dune: Awakening stemmt auf der Standard-PlayStation 5 im Performance-Modus flüssige 60 FPS über eine dynamische 4K-Skalierung, während die PlayStation 5 Pro diese Bildrate in nativer Schärfe ohne spürbare Einbrüche auf den Bildschirm zaubert. Wer den Fokus lieber auf maximale Weitsicht und detailverliebte Gesteinsstrukturen legt, schaltet in den Qualitätsmodus um, der auf beiden Konsolen-Varianten mit stabilen 30 FPS und aufwendig hochskaliertem 4K läuft.
Wie der offizielle PS5-Gameplay-Trailer von der Messe zeigt, ist die höhere Bildrate kein reiner Grafik-Luxus, sondern rettet euch im Gefecht schlicht die Haut. Schnelle Ausweichmanöver gegen feindliche Scharfschützen und präzise Kletterpartien an steilen Felswänden verzeihen keine Eingabeverzögerungen. Wer unseren Dune: Awakening Test verfolgt hat, erinnert sich an die erbarmungslose Härte der Wüste – wenn das Schildmodul unter Beschuss flackert, entscheidet jeder Sekundenbruchteil darüber, ob ihr entkommt oder als Beute im Sand verendet.
Solo-Modus ohne Ganker: Volle Kontrolle über das Wüsten-Chaos
Der frische Einzelspielermodus verlagert das komplette Geschehen auf eine private, rein lokal berechnete Instanz, in der ihr Arrakis völlig ungestört von feindlichen Spielergruppen erkunden und das Regelwerk frei nach euren Wünschen anpassen dürft. Sämtliche Fraktions-Kriege und Patrouillen der Harkonnen werden dabei durch eine dynamische Simulation im Hintergrund gesteuert, sodass sich die Welt keineswegs ausgestorben anfühlt.
Mit diesem Schritt spendiert Funcom der Community den lange geforderten Singleplayer und entschärft gleichzeitig die berüchtigte Survival-Tretmühle für Feierabend-Zocker. Wenn euch die ständige Suche nach Feuchtigkeit die Kehle austrocknet, dreht ihr den Wasserverbrauch im Menü einfach nach unten. Auch der Abbauertrag von Erzen oder die Aggressivität des Sandwurms lassen sich per Schieberegler zähmen. Zusammen mit dem finalen Story-Abschluss rund um das Schicksal der Fremen wandelt sich der Titel damit auf Knopfdruck in ein waschechtes Singleplayer-RPG.
Kaiserlicher Brutalismus und Villeneuves Film-Garderobe
Pünktlich zum Konsolen-Aufschlag erweitert der kostenpflichtige DLC „Filmic Archive“ das Spiel am 22. September um 73 markante Bauteile im wuchtigen Baustil der gefürchteten Sardaukar sowie um authentische Film-Outfits. Mit der Rüstung „Aegis of the Unwalked Path“ streift ihr euch jene Kluft über, die Paul Atreides in seinen düsteren Visionen trug, während der „Caladan Stormcoat“ den aristokratischen Look von Herzog Leto aufgreift.
Laut dem aktuellen Steam-Entwickler-Blog wechselt das Paket für knapp zehn Euro den Besitzer und ergänzt das ohnehin schon wuchtige Bau-System von Arrakis um pechschwarze Festungsmauern und kaiserliche Ornamente. Wer allerdings darauf gehofft hat, sofort mit PC-Kameraden gemeinsame Außenposten hochzuziehen, muss sich noch etwas gedulden: Das vollwertige Cross-Play zwischen Konsolen und Rechnern wird Funcom erst mit einem späteren Update nachreichen.
Hier wächst ein Survival-Hit heran, der die Stärken seiner Vorlage voll ausspielt und die nervigsten Genre-Hürden einfach über Bord wirft. Wir streifen den Destillieranzug über, schnappen uns den Greifhaken und können es kaum erwarten, die Sanddünen im September unsicher zu machen!
