Funcom hat kürzlich ein neues Konsolen-Video zu Dune: Awakening veröffentlicht. Es zeigt, was Spieler auf PS5 und Xbox Series X|S ab dem 22. September erwartet. Und es zeigt vor allem, wie sehr sich das Spiel seit dem PC-Start verändert hat. Der Trailer ist voll mit Szenen, die PC-Spieler vor einem Jahr vermisst haben. Solo-Kämpfe ohne Ganker, eine komplett erzählte Story – und ein Arrakis, das sich nicht wie ein zweiter Job anfühlt. Was Funcom hier verkauft, ist nicht einfach ein Port.
Ein Jahr Fehlerbehebung – und die Konsolen ernten die Früchte
Dune: Awakening kam im Juni 2025 auf den PC. Es verkaufte sich über eine Million Mal in zwei Wochen – Funcoms schnellster Verkauf aller Zeiten. Doch der Metacritic User Score von 6.0 erzählt eine andere Geschichte als die Verkaufszahlen.
Spieler kritisierten repetitiven Grind, technische Ruckler und vor allem den PvP-Zwang in der Tiefenwüste. Funcoms eigene Telemetrie gibt ihnen recht, wie wir bereits berichtet haben: 80 bis 90 Prozent der PC-Spieler mieden PvP komplett. Das Studio reagierte – mit massiven Umbauten, die über mehrere Kapitel verteilt auf den PC kamen.
Jetzt, zum Konsolen-Start, ist all das von Tag eins an drin. PvP? Vollständig optional. Die Tiefe Wüste? Spielbar ohne gegnerische Spieler.
Der Singleplayer, den sich alle gewünscht haben
Die größte Überraschung steckt nicht im Konsolen-Launch selbst. Es ist der neue Einzelspieler-Modus, den Funcom jetzt offiziell als „das am meisten nachgefragte Feature seit dem Launch“ bezeichnet. Und das sagt eigentlich alles über die ursprüngliche Fehleinschätzung.
Dune: Awakening war als reines Multiplayer Survival MMO gedacht. Jetzt lässt es sich komplett allein spielen – mit anpassbarem Schwierigkeitsgrad, frei justierbaren Ernte-Raten und einer Tiefenwüste ohne andere Spieler. Der Coriolis-Sturm setzt keine Basen mehr zurück, der Landsraad simuliert einfach die konkurrierenden Fraktionen.
Das neue Video zeigt erstmals, wie sich das anfühlt: keine Hektik, kein Gank, kein Druck von außen. Nur Arrakis, der Spieler und die Geschichte. Die übrigens mit Akt 5 am 22. September ihr filmreifes Finale bekommt – pünktlich zum Konsolen-Start.
60 FPS als Ziel – und was das auf der Konsole wirklich heißt
Funcom verspricht für PS5 und Xbox Series X einen Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde. Wie der offizielle Blog bestätigt, ist das ein Zielwert – und genau dieses Wort sollte man ernst nehmen. Dune: Awakening läuft auf Unreal Engine 5, und die hat selbst auf einer RTX 4090 spürbare Ruckler bei den Frame Times produziert.
Offene Wüsten, dynamische Sandwürmer, Basisbau mit Dutzenden Einzelteilen und bis zu 40 Spieler pro Sietch – das ist ein Performance-Albtraum. Besonders für die Xbox Series S, die Funcom selbst schon 2024 als „Herausforderung“ bezeichnet hat. Auf der Habenseite steht ein ganzes Jahr Optimierung: Server-Stabilität, Shader-Caches, sogar Steam Deck verified – all das fließt in die Konsolen-Version.
Einen Wermutstropfen gibt es trotzdem: Crossplay funktioniert nur zwischen Xbox und Windows Store. PlayStation-Spieler bleiben unter sich. Wer mit Freunden auf verschiedenen Plattformen zockt, guckt 2026 in die Röhre.
Vorbestellen, Game Pass oder warten – was sich jetzt lohnt
Ab sofort lässt sich die physische PS5-Version bei Amazon, GameStop und EB Games vorbestellen. Digitale Vorbestellungen laufen im PlayStation Store und Xbox Store bereits seit dem 2. Juni. Die Preise: 49,99 Euro für die Standard Edition, 69,99 Euro für die Deluxe Edition und 89,99 Euro für die Ultimate Edition.
Vorbesteller aller Editionen bekommen das exklusive Terrarium von Muad’Dib und eine globale Farbpalette. Deluxe- und Ultimate-Käufer erhalten zusätzlich fünf Tage Vorabzugang – das klassische Funcom-Modell, bekannt aus Conan Exiles. Der entscheidende Punkt für Xbox-Spieler: Dune: Awakening steckt ab Tag eins im Game Pass.
Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die Vorbestellung sein und testet über Game Pass. Die Ultimate Edition für 90 Euro vorbestellen, bevor irgendjemand die Konsolen-Performance gesehen hat? Das ist die Art von Optimismus, die Funcoms Aktionären gefällt – aber nicht unbedingt dem eigenen Geldbeutel.
