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Games

Gears of War: E-Day verzichtet auf offene Welten und setzt auf über 14 Stunden pure Kampagnen-Wucht

The Coalition hat im IGN-Interview bestätigt, dass die Kampagne von Gears of War: E-Day über 14 Stunden dauern wird, strikt linear bleibt und von Beginn an mit allen vier Mitgliedern des Bravo-Trupps spielbar ist. Der Umfang der Kampagne ist der größte, den das Studio je realisiert hat – und die klare Absage an Open World Strukturen ist eine bewusste Design-Entscheidung für Dichte statt Beliebigkeit.

Maciej Ataman
von Maciej Ataman
13.06.26
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Lesezeit: 4 Min.
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The Coalition hat im IGN-Interview mit Creative Director Matt Searcy Klartext geredet, und was dabei herauskam, ist die präziseste Ansage, die dieses Studio seit Jahren gemacht hat. Während die halbe Branche ihre Kampagnen zu überladenen Open World Kompromissen aufbläht, stemmt Gears of War: E-Day genau das Gegenteil: eine fokussierte, brutale Story ohne Leerlauf – und mit der längsten Spielzeit, die The Coalition je abgeliefert hat.

Das steckt im Artikel
  • Die längste Kampagne, die The Coalition je gebaut hat – und sie bleibt linear
  • Das gesamte Bravo Squad ist spielbar – von der ersten Minute an
  • Zwischen 60 FPS, Wall Bouncing und einem mutigen Neustart
  • Warum das alles zusammenhält

Die längste Kampagne, die The Coalition je gebaut hat – und sie bleibt linear

Dass eine Gears-Kampagne über 14 Stunden gehen soll, ist ein Statement. Zum Vergleich: Gears 5 brachte es auf rund 10 bis 12 Stunden, je nach Spielstil. Searcy sprach gegenüber IGN von „länger als jede Kampagne, die The Coalition je gebaut hat“ – und das bei einem Spiel, das keinerlei Altlasten aus früheren Titeln mitschleppt.

Trotz optionaler Ziele und einer detaillierteren Stadtkulisse bleibt die Struktur strikt linear. Searcy machte unmissverständlich klar, dass E-Day kein Plattformer wird. Die neue Sprungmechanik dient ausschließlich dazu, Flanken-Routen zu erreichen – nicht dazu, „über mehrere Ebenen zu hüpfen“. Das ist eine erwachsene Design-Entscheidung: The Coalition nutzt den zusätzlichen Bewegungsspielraum, um das Kampffeld taktisch zu erweitern, nicht um die Kampagne künstlich in die Länge zu ziehen.

Gleichzeitig verspricht das Studio mehr Sammelobjekte als je zuvor – inklusive der klassischen COG-Marken, die in der Serie seit jeher als versteckte Lore-Häppchen dienen. Für Spieler, die auch abseits der Hauptroute etwas entdecken wollen, gibt es also Anreize, ohne dass das Missionsdesign darunter leidet.

Das gesamte Bravo Squad ist spielbar – von der ersten Minute an

Der vielleicht überraschendste Brocken aus dem Interview: Alle vier Mitglieder des Bravo-Trupps sind direkt zu Kampagnenstart spielbar. Brand Director Nicole Fawcette stellte klar, dass niemand gezwungen ist, die gesamte Kampagne als Marcus Fenix zu bestreiten.

Das ändert den Flow spürbar:

  • Dom Santiago – die emotionale Klammer der Story, dessen private Momente im Trailer bereits für Gänsehaut sorgten
  • Marcus Fenix – der ikonische Protagonist, aber eben nicht mehr der einzige spielbare Anker
  • Zwei weitere Bravo-Trupp-Mitglieder – neue Charaktere, über die The Coalition bislang wenig verraten hat

Der Kniff erinnert an das Squad-System aus Gears 5, geht aber weiter: Statt nur in ausgewählten Abschnitten die Perspektive zu wechseln, entscheidet der Spieler von Anfang an, wen er durch Kalona steuert. Für Solospieler, die Abwechslung suchen, ist das ein spürbarer Mehrwert – ohne dass der narrative Faden reißt, denn alle vier Figuren erleben dieselbe lineare Geschichte.

Zwischen 60 FPS, Wall Bouncing und einem mutigen Neustart

Technisch steht E-Day auf einem soliden Fundament. Die Kampagne läuft mit 60 FPS samt Hardware-Raytracing, der Mehrspieler sogar mit 120 FPS. Das ist für einen Shooter dieser visuellen Wucht kein Selbstläufer.

Spielerisch gibt es jedoch eine Bruchstelle, die vor allem die kompetitive Community beschäftigen wird: Das klassische Wall Bouncing funktioniert nicht mehr wie in den Vorgängern. Searcy räumte ein, dass es „Formen von Wall Canceling“ geben wird, aber nicht die gewohnte Bewegungsakrobatik. Seine Ansage dazu war glasklar: E-Day sei ein neues Spiel – wer exakt das gleiche Feeling wie in Gears 5 erwarte, werde eine Anpassungsphase brauchen.

Ob das bei der Hardcore-Community gut ankommt, wird sich in der offenen Beta zeigen. Die startet im August, also knapp zwei Monate vor dem Release am 6. Oktober 2026. Das ist sportlich, aber The Coalition hat mit den Balancing-Phasen von Gears 5 bewiesen, dass das Studio Feedback ernst nimmt. Dass der Fokus im ersten Direct komplett auf der Kampagne lag und Details zum Mehrspieler – inklusive des ambitionierten Belagerungsmodus der Horde mit zwölf Spielern – erst später folgen, ist bewusste Prioritätensetzung.

Warum das alles zusammenhält

Der größere Kontext dieser News ist der, den The Coalition nicht extra ausbuchstabieren muss: 2026 erscheint GTA 6. Während Fable vor diesem Moloch in den Februar 2027 geflohen ist, stellt sich Gears of War: E-Day dem Fenster – und setzt auf ein radikal anderes Genre. Wo Rockstar auf Freiheit, Beliebigkeit und Hunderte Stunden Spielzeit setzt, kontert The Coalition mit Dichte, Linearität und einer Kampagne, die keine Minute verschwendet.

Dazu passt, dass Cliff Bleszinski die neue Richtung ausdrücklich lobte – mitsamt der Rückkehr zum Split Screen Koop und zum puren, unverstellten Locust-Horror. Der geistige Vater der Serie sieht in E-Day den richtigen Instinkt: zurück zu dem, was Gears groß gemacht hat, bevor die Lore mit Gears 4 und 5 immer verzweigter wurde. Recht hat er.

TAGGED:GearsGears of War: E-Day

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vonMaciej Ataman
Mein “HOBBY” hat mit dem Gameboy und Tetris begonnen und amüsiert mich immer noch bis in die Morgenstunden. Meine Lieblingsspiele sind Strategie/Renn –und Actionspiele. Man probiert jedoch alles aus was Spaß macht. AustriaGaming bietet mir die Möglichkeit mein Hobby mit anderen zu teilen und gemeinsam Spaß zu haben. P.S: “We see us on the Battlefield!”
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