Arrowhead Game Studios bereitet den Koop-Shooter Helldivers 2 auf den nächsten großen narrativen Bogen vor. Mit einem neuen Trailer stimmt das Entwicklerstudio die Spieler auf die anstehende „Battle for the Gateway Planet“ ein, die den Startschuss für die düstere Void-Kampagne markiert. Neben neuen Feinden und Mechaniken bringt das Update „Devoid of Liberty“ das langersehnte Level-Cap von 300 und eine Kooperation, auf die Fans seit Monaten gewartet haben.
Der Kampf im Void wandelt sich zum Survival-Horror
Die Entwickler schlagen mit der neuen Storyline einen spürbar düstereren Ton an. Spieler erhalten den Auftrag, Planeten aufzuklären, die in der Reichweite des sogenannten Voids liegen und offensichtlich von Mutationen veränderten Stadien befallen sind. Die primäre Bedrohung in dieser unwirtlichen Zone stellen die Illuminates dar. Diese Fraktion bringt völlig neue Einheiten auf das Schlachtfeld, darunter der flinke Wretch und der massige Crusher, die taktisches Vorgehen erzwingen.
Die neuen Primärmissionen verlangen von den Spielern, Daten zu sammeln, Illuminate-Strukturen zu infiltrieren sowie deren Spires und Gateways gezielt zu zerstören. Flankiert werden diese Aufgaben von diversen Sekundärzielen, die vom Extrahieren neuer Forschungsmaterialien bis zur Vernichtung spezieller Void-Mutationen reichen. Ein erfolgreicher Abschluss dieser optionalen Ziele kann sich direkt auf die Überlebenschancen auswirken, da sie unter anderem neue Extraktionszonen auf der Karte freischalten.
Arrowhead Game Studios betont, dass die aktuellen Missionen stark horror-thematisch geprägt sind. Dies liegt nicht nur an der Tödlichkeit der neuen Feinde, sondern vor allem an den extrem dunklen Welten, auf denen die Kämpfe nun ausgetragen werden. Dass im Hintergrund technische Features wie Cross-Progression aktuell keine Priorität genießen, ist angesichts dieses massiven inhaltlichen Ausbaus der Kampagne nur folgerichtig.
Damit die Helldivers in der Finsternis nicht sofort aufgerieben werden, greift das Update aktiv in die Planetensystematik ein. Fortan können SEAF-Platoons als planetarer Modifikator direkt an der Seite der Spieler abgesetzt werden. Diese verbündeten NPCs bringen eigene Ausrüstung mit, bieten wertvolle medizinische Unterstützung auf dem Feld und sollen so die Moral der Truppen stärken.
Rückwirkendes XP-System belohnt Veteranen sofort
Auf der spielmechanischen Seite gibt es für eingefleischte Helldivers eine massive Motivation, wieder ins Cockpit zu steigen: Das maximale Level-Cap wurde von 150 auf stolze 300 angehoben. Die Besonderheit dabei ist die Handhabung der Erfahrungspunkte. Wer das bisherige Maximum bereits erreicht hatte und trotzdem unermüdlich weiterspielte, verliert diese investierte Zeit nicht. Sobald das Limit live geht, verrechnet das System sämtliche im Hintergrund gesammelten Erfahrungspunkte automatisch mit der neuen Level-Tabelle.
„Kein erneutes Grinden, kein Neuanfang“, erklärt das Studio deutlich. Betroffene Spieler entdecken beim Einloggen sofort, dass sie neue Ränge freigeschaltet haben und auf die Stufe gehoben werden, die ihnen tatsächlich zusteht. Dieser gewaltige Sprung beim Level-Cap ist Teil eines umfassenden Plans von Arrowhead, die gesamten Progressionssysteme des Titels grundlegend zu überholen.
Den Anfang machte bereits die Einführung der Galactic War Campaigns im Juni, und laut Studio werden in den kommenden Monaten weitere tiefgreifende Änderungen folgen. Diese Anpassungen sollen die Langzeitmotivation der gewaltigen Community sichern, die den Titel mit über 800.000 positiven Steam-Reviews zu einem der größten Erfolge der letzten Jahre gemacht hat. Flankiert wird diese Qualitätsoffensive auch durch die kürzliche Implementierung eines strengen, neuen Anti-Cheat-Systems.
Meltaguns und Bolt-Pistolen erreichen die Front
Die massivste Erweiterung des Waffenarsenals liefert jedoch ein Crossover. Ab sofort haben Spieler Zugriff auf den Helldivers 2 X Warhammer 40,000 Legendary Warbond. Diese Kooperation bringt eine Vielzahl an Ausrüstungsgegenständen ins Spiel, die direkt auf dem legendären Sci-Fi-Universum von Games Workshop basieren. Wer nach mehr Feuerkraft sucht, findet im Warbond die R/40-K Hot-Shot Marksman Rifle als Primärwaffe und die durchschlagskräftige P/40-K Bolt-Pistole. Das absolute Highlight, die 40-K Meltagun, ist allerdings so mächtig, dass sie nur als Stratagem aus dem Orbit angefordert werden kann.
Ergänzt wird das Arsenal durch zwei neue Rüstungssets: das mittelschwere TG-8 Sharpshooter-Set und das bullige TG-122 Demo-Trooper-Set für die schwere Klasse. Beide Varianten sind mit dem „True Grit“-Passiv ausgestattet. Dieser Bonus erhöht den Wert für die Waffenhandhabung um 20 Punkte und gewährt eine um 30 Prozent schnellere Nachladezeit bei allen Support-Waffen. Gerade in den hektischen Gefechten des neuen Updates könnte dieser Geschwindigkeitsschub über Leben und Tod entscheiden.
Einschätzung: Der klügste Schachzug von Arrowhead
Dass Helldivers 2 nach der epischen Schlacht um Cyberstan und dem narrativen Bogen um das Termind Control System 2.0 Anfang des Jahres nun auf Survival-Horror setzt, ist ein mutiger, aber logischer Schritt. Anstatt nur weitere, minimal stärkere Feinde in sonnige Wüsten zu werfen, ändert das Void-Biom die Spielmechanik durch Sichtentzug und schnelle Mutanten drastisch.
Der wahre Geniestreich ist jedoch die rückwirkende XP-Berechnung. Anstatt Veteranen zu zwingen, den Balken von Null zu füllen, respektiert Arrowhead die Zeit seiner loyalsten Spieler. Damit untermauert das Team eindrucksvoll sein offizielles Studio-Mantra: Ein Spiel für alle (A game for everyone) ist ein Spiel für niemanden. Gepaart mit der immensen Zugkraft der Warhammer-Marke liefert „Devoid of Liberty“ genau die Argumente, die es braucht, um die Server auf PC, PS5 und Xbox Series X/S wieder an die Belastungsgrenze zu treiben.
