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Games

Nach 9 Jahren Browser-Elend: Nintendo macht den Switch eShop endlich zur App

Nintendo hat den eShop auf Switch 1 mit Update 22.5.0 von einer Browser-App auf eine native App umgestellt. Der Performance-Schub ist massiv, Dark Mode und PIN-Sicherheit kommen obendrauf – nach neun Jahren Verspätung.

Mischa Schumacher
von Mischa Schumacher
18.06.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Die Nintendo Switch bekommt mit Update 22.5.0 den vielleicht wichtigsten Fix ihrer Geschichte: Der eShop wird von einem zähen Browser-Fenster zu einer nativen App umgebaut. Wer jemals auf der Switch Spiele kaufen wollte, kennt das Gefühl – eShop öffnen, warten, hoffen, dass was passiert. Neun Jahre hat das gedauert. Jetzt wird nachgebessert. Mit Dark Mode, PIN-Sicherheit und echter Performance. Die Frage ist: Warum erst jetzt?

Das steckt im Artikel
  • Das Versprechen: Native App statt lahmer Browser
  • Das Signal: Nintendo lässt die Switch 1 nicht sterben
  • Track Record: Neun Jahre Geduld
  • Tiefer gegraben: Was der Fix wirklich bedeutet
  • Kernaussage: Endlich! Aber… 9 Jahre Verspätung

Das Versprechen: Native App statt lahmer Browser

Nintendo hat mit Firmware 22.5.0 den eShop auf der Switch 1 grundlegend überholt. Statt einem aufgeblähten Web-UI läuft jetzt eine native App. Das Ergebnis: sichtbar schnellere Ladezeiten, flüssigeres Scrollen, kein Warten mehr auf Startseiten.

Der alte eShop war technisch ein Desaster. Als Web-App innerhalb eines Applets gestartet, standen ihm nur 256 MB Arbeitsspeicher zur Verfügung – wer die technischen Limits der Switch kennt, weiß, dass das ein Wunder war. Kotaku berichtet von einem „viel besseren Erlebnis“ – auch wenn es nicht ganz an die flotte Switch 2 Version heranreicht. Nintendo hat offenbar die native eShop-App der Switch 2 auf die alte Hardware portiert. Dazu kommen: Dark Mode (wenn das System auf „Basic Dark“ steht), ein PIN-System für Käufe und Zahlungsdaten sowie 10-Sekunden-Sprünge in Videos mit ZL/ZR. Kleine Änderungen. Der Gamechanger ist die App selbst.

Das Signal: Nintendo lässt die Switch 1 nicht sterben

Dass Nintendo den eShop neun Jahre nach Launch fundamental umbaut, ist kein Zufall. Die Switch 1 ist mit 156 Millionen verkauften Einheiten wirtschaftlich zu relevant, um sie links liegen zu lassen. Fast 28 Millionen Software-Einheiten im letzten Quartal – Nintendo macht weiter Geschäfte mit der alten Konsole. Rhythm Heaven Groove erscheint am 2. Juli, Frostpunk kommt. Die alte Switch lebt – und Nintendo investiert in sie.

Die Switch 2 verkauft sich mit knapp 20 Millionen Einheiten stark. Aber Nintendo senkt die Prognose für 2027. Grund: starker Launch, aber Preiserhöhungen ab September. Der eShop-Fix könnte helfen, die Switch 1 als günstige Alternative attraktiv zu halten – ein kluger Schachzug im eigenen Ökosystem.

Track Record: Neun Jahre Geduld

Der eShop der Switch war über Jahre das, was Fans „eSlop“ nannten: technisch lahm, voller Billig-Titel, unübersichtlich. Nintendo hatte alle Hebel in der Hand – und hat sie nicht gezogen. Schon lange vor der Switch 2 hätte ein nativer Shop möglich sein müssen. Stattdessen ließ Nintendo Spieler neun Jahre auf eine Web-App starren, die bei jedem Klick nachdachte. Interessant: Für die Switch 2 ist Nintendo angeblich strenger bei der Shop-Zulassung – Entwickler von New Blood Interactive bestätigen das. Für die Switch 1 bleibt der Wildwuchs. Aber wenigstens scrollt man jetzt schneller dran vorbei.

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Tiefer gegraben: Was der Fix wirklich bedeutet

Der native eShop ist kein Selbstzweck. Nintendo bereitet den Boden für weiterhin regelmäßige Releases auf der alten Hardware. Rhythm Heaven Groove und Frostpunk sind erst der Anfang. Die Nintendo Direct im Juni 2026 zeigte: Nintendo denkt in zwei Generationen gleichzeitig. Die Switch 2 ist die Premium-Maschine, die Switch 1 bleibt das Massenprodukt – besonders nach den Preiserhöhungen der Switch 2 ab September.

Bleibt die Frage nach den Downloads. Die neue App macht den Shop schneller. Ob auch die Download-Raten steigen? Dazu schweigt Nintendo. Das eSlop-Problem? Auch ungelöst.

Kernaussage: Endlich! Aber… 9 Jahre Verspätung

Nintendo hat mit Update 22.5.0 einen der größten Switch-Schwächen endlich behoben. Der eShop läuft jetzt wie eine moderne App – schnell, dunkel, sicher. Aber neun Jahre sind eine Ansage. Neun Jahre, in denen Spieler beim Shoppen geduldig Browser-Fenster nachluden. Die PlayStation 4 hatte von Anfang an einen nativen Store. Die Xbox One auch. Nintendo hat ein Problem ausgesessen, das nie hätte existieren müssen. Der Fix kommt spät – aber er kommt. Die Switch bleibt relevant, die Verkaufszahlen zeigen das. Technisch hinkte der Shop immer hinterher. Das holt Nintendo jetzt nach.

Praktisch heißt das: Wer die Switch 1 noch nutzt, bekommt ein massiv besseres Shopping-Erlebnis. Kein Warten mehr auf Startseiten. Kein ewig scrollender Browser. Ein sauberer, nativer Shop. Die eSlop-Flut bleibt – aber man scrollt flotter dran vorbei. Für Nintendo-Fans: das beste Update seit langem. Für realistische Gamer: neun Jahre zu spät, aber besser als nie.

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vonMischa Schumacher
Seit Kindestagen bin ich ein riesen Nintendo-Fan und bin mit Spielen wie Super Mario und Pokemon aufgewachsen. Dann kam die erste Playstation, kurz darauf folgte der eigene PC und somit gab es für mich keinen Halt mehr und meine Leidenschaft für Videospiele wurde immer größer. So groß, dass ich mittlerweile 16 Konsolen im Wohnzimmer stehen hab. Ich kann mit Shooter nicht wirklich etwas anfangen, jedoch habe ich mit RPGs und JRPGs umso mehr Freude, Jump and Runs dürfen natürlich hier nicht fehlen. Mein Herz gilt Spielen mit einer bewegenden Story, da kann Grafik schon mal als Nebensache betrachtet werden.
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