The Elder Scrolls 4: Oblivion Remastered ist seit dem 11. August 2026 für die Nintendo Switch 2 erhältlich – digital und physisch, begleitet von einem neuen Launch-Trailer. Damit bekommt Nintendos Hybrid-Konsole die komplette Neuauflage des Rollenspiel-Klassikers von 2006, inklusive beider großer Erweiterungen Knights of the Nine und Shivering Isles. Der Haken: Anders als auf PS5, Xbox und PC gibt es keine 60-FPS-Option – und die Technikprobleme, die das Remaster seit dem Original-Release begleiten, sind auch in dieser Fassung noch nicht ganz verschwunden.
Oblivion Remastered ist ab sofort für die Switch 2 erhältlich
Bethesda hat die Switch 2 Fassung wie angekündigt am 11. August 2026 veröffentlicht, gut 16 Monate nach dem Debüt auf PC, PS5 und Xbox Series X/S im April 2025. Der neue Launch-Trailer zeigt die aufgefrischten Cyrodiil-Landschaften, Kampfszenen und Ausschnitte aus der Hauptquest, ohne die Geschichte für Neulinge vorwegzunehmen. Die Neuauflage setzt auf die Unreal Engine 5 und bringt neben der Grafik auch überarbeitete Menüs, ein modernisiertes Levelsystem und spürbar flüssigere Kämpfe mit.
Der entscheidende Unterschied zu vielen anderen Switch 2 Versionen steckt in der Verpackung: Die physische Deluxe Edition enthält das komplette Basisspiel auf einer echten Cartridge – kein Code in der Box, keine Game-Key-Card. Für Sammler und alle, die Nintendos Game-Key-Card-Praxis kritisch sehen, ist das ein echtes Argument. Die Ankündigung von Oblivion Remastered auf Switch 2 haben wir bereits im Vorfeld eingeordnet.
Warum läuft die Switch 2 Fassung nur mit 30 FPS?
Laut Bethesda läuft das Spiel auf der Switch 2 in beiden Betriebsarten mit 30 FPS. Im Dock werden 1080p angestrebt, im Handheld-Modus 900p – jeweils mit DLSS-Unterstützung, die das Bild hochskaliert. Das ist der größte Kompromiss gegenüber den anderen Plattformen: PS5 und Xbox Series X/S bieten einen 60-FPS-Modus, auf den Switch 2 Spieler verzichten müssen.
Die ersten Tests bestätigen das Gesamtbild. Die 30 FPS laufen über weite Strecken stabil, doch in belebten Städten und bei schnellen Kameraschwenks kommt es zu Einbrüchen und ungleichmäßigem Frame-Pacing. Kurios: Ausgerechnet der Handheld-Modus erweist sich in mehreren Tests als stabilster Betrieb. Die Technik-Analyse bei Nintendo Life nennt die Performance trotz 1080p-DLSS im Dock „intermittierend ruckelig“.
Ist die Switch 2 Version endlich frei von den Technikproblemen?
Das Remaster kam im April 2025 in einem technisch angeschlagenen Zustand auf den Markt: Ruckler beim Erkunden der offenen Welt, Frame-Rate-Einbrüche und Abstürze auf allen Plattformen. Digital Foundry nannte die PC-Fassung eines der schlechtesten Ports überhaupt.
Die Switch 2 Fassung galt deshalb als Chance für einen zweiten Anlauf. Die Bilanz fällt gemischt aus: Die Portierung läuft besser als anfangs befürchtet, die grundlegenden Stotter-Probleme sind aber auch hier nicht restlos behoben. Bethesda hat inzwischen offiziell einen Patch bestätigt; ob der tatsächlich nachbessert, ist offen. Wer wissen will, wie sich das Spiel seit dem Start verkauft hat: Die Verkaufszahlen von Oblivion Remastered zeigen ein zwiespältiges Bild.
Was kostet Oblivion Remastered auf der Switch 2?
In den USA kostet die digitale Standard Edition 49,99 Dollar, die Deluxe Edition 59,99 Dollar; in Großbritannien werden für die Deluxe Edition 49,99 Pfund fällig. Deutsche Preisvergleiche listen die Switch-2-Fassung für 64,99 Euro. Alle Editionen enthalten die beiden Story-Erweiterungen Knights of the Nine und Shivering Isles sowie acht kleinere DLCs – von Fighter’s Stronghold über Spell Tomes bis zum berüchtigten Horse Armor Pack.
Die Deluxe Edition legt exklusive Rüstungen, Waffen und ein eigenes Pferderüstungs-Set obendrauf. Ausgerechnet die Pferderüstung ist eine ironische Fußnote der Spielegeschichte: 2006 löste der Horse-Armor-DLC für 2,50 Dollar einen Aufschrei aus und gilt bis heute als berüchtigtes Beispiel für frühe Mikrotransaktionen. Dass Bethesda das Set heute als Bonus verpackt, dürfte alteingesessenen Fans ein müdes Lächeln entlocken.
Für wen sich die Switch 2 Fassung lohnt
Wer Oblivion zum ersten Mal erlebt, bekommt eines der einflussreichsten Rollenspiele der 2000er – komplett, mobil und mit moderner Optik. Mehr als 100 Stunden Spielzeit stecken allein in Hauptquest und den beiden großen Erweiterungen, dazu kommen die Gilden-Storylines, die noch heute zu den besten der Serie zählen.
Wer das Remaster dagegen schon auf einer anderen Plattform mit 60 FPS gespielt hat, bekommt kaum einen technischen Grund zum Wechsel – außer der Portabilität. Für Neulinge, Sammler und Switch 2 Besitzer ohne weitere Konsole ist das Paket trotz der 30-FPS-Grenze stark, nicht zuletzt wegen der vollständigen Cartridge. Die eigentliche Frage ist eine andere: Kann Bethesda die Technik mit dem angekündigten Patch endlich in den Griff bekommen – auf allen Plattformen?