Capcom hört zu – das lässt sich nach dem jüngsten Update für Resident Evil Requiem wohl kaum bestreiten. Der neunte Hauptteil der legendären Horrorserie hatte bereits kurz nach seinem Erscheinen die Spielwelt regelrecht elektrisiert, und nun legt der Entwickler mit einem Patch nach, der das Erlebnis auf allen Plattformen spürbar verbessert. Wer schon immer eine Vorliebe für eindrucksvolle Bildschirmfotos hatte, dürfte sich dabei besonders freuen.
Fotomodus und Korrekturen – was das Update konkret bringt
Das Herzstück des Updates ist zweifellos der neu hinzugefügte Fotomodus, der sich bequem über das Pausemenü aufrufen lässt und Spielern eine vollständige Palette an Werkzeugen bietet, um atemberaubende Aufnahmen einzufangen. Tiefenschärfe, Kamerawinkel, Belichtung – all das lässt sich nun nach Belieben anpassen. Doch damit nicht genug: Auch Lokalisierungsfehler wurden behoben, Charakterausdrücke in einigen Szenen nachgebessert und Fortschrittsblockaden in bestimmten Spielabschnitten beseitigt, die einige Spieler in die Irre geführt hatten. Besonders die PC-Version profitiert von diesem Update: Abstürze und Grafikfehler, die bei bestimmten Grafikkartentreiber-Versionen auftraten, gehören nun der Vergangenheit an.
Verkaufsrekorde und ein triumphaler Start
Resident Evil Requiem ist seit seinem Erscheinen ein beispielloser Erfolg. Capcom vermeldete bereits kurz nach dem Launch, dass das Spiel auf über 6 Millionen verkaufte Exemplare auf allen Plattformen kommt – eine bemerkenswerte Zahl, die den Stellenwert der Marke im Jahr 2026 eindrucksvoll unterstreicht. Auf dem PC erzielte Resident Evil Requiem zum Start einen Spitzenwert von über 340.000 gleichzeitigen Spielern, womit der bisherige Rekordhalter Resident Evil 4 Remake mit seinen rund 168.000 gleichzeitigen Spielern klar übertroffen wurde. Marktanalysen zufolge ist Resident Evil Requiem inzwischen auch das meistverkaufte Spiel des Jahres 2026 in den USA, mit einem Umsatz beim Start, der satte 60 Prozent über dem des Vorgängers Resident Evil Village lag. Das Spiel ist derzeit für rund 70 Euro auf dem PC und 89,99 Euro auf PlayStation 5 erhältlich.
Zwei Protagonisten, zwei Spielstile – das steckt in Resident Evil Requiem
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Resident Evil Requiem erzählt die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Hauptfiguren: Grace Ashcroft, eine FBI-Agentin, die in einem Hotel grausamen Morden auf den Grund gehen soll und dabei tief in das Erbe der Umbrella Corporation hineingezogen wird, sowie Leon S. Kennedy, der nach den Ereignissen von Raccoon City 1998 mit einer mysteriösen Infektion kämpft und ähnlichen Fällen nachspürt. Spielerisch spiegeln sich diese Gegensätze in zwei klar voneinander abgegrenzten Stilen wider: Während Grace‘ Passagen auf Erkundung, bedrückende Atmosphäre und Rätsel setzen, bietet Leon rasante, actionreiche Sequenzen. Dieser Kontrast macht den Kern des Spiels aus – und erklärt auch, warum es in unserem Test mit 8.9 von 10 Punkten bewertet wurde.
Was als Nächstes kommt – Erweiterungen und Gerüchte
Capcom hat bereits bestätigt, dass sowohl eine Story-Erweiterung als auch ein Minispiel in Entwicklung sind. Letzteres soll in der Tradition des klassischen Söldner-Modus der Reihe stehen – ein kompetitiver Hochgeschwindigkeits-Modus, der Fans seit Jahren begeistert. Offizielle Details zu Erscheinungsdatum oder Inhalt der Erweiterung ließ sich Capcom bislang nicht entlocken. Hartnäckige Gerüchte deuten allerdings darauf hin, dass die Story-Erweiterung im Mittelpunkt von Leon stehen und dabei keine Geringere als Ada Wong zurückbringen könnte. Wer die Reihe kennt, weiß, wie bedeutsam diese Figur für Leons Geschichte ist – spannender könnte ein Zusatzinhalt kaum angekündigt werden.



