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Tellerrand

Nintendo vs. Amazon: Reggie Fils-Aimé packt über illegalen Deal-Versuch aus

Reggie Fils-Aimé hat enthüllt, dass Amazon einst illegale finanzielle Unterstützung von Nintendo forderte, um Preise zu unterbieten. Nintendo weigerte sich, nannte die Praxis illegal und stoppte vorübergehend den Verkauf an Amazon, was die angespannte Beziehung der beiden Konzerne erklärt.

Mischa Schumacher
von Mischa Schumacher
06.05.26
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Lesezeit: 2 Min.
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In der Spielebranche fliegen oft die Fetzen, aber selten bekommt man einen so direkten Einblick in die harten Verhandlungen hinter den Kulissen. Reggie Fils-Aimé, der legendäre Ex-Präsident von Nintendo of America, hat kürzlich bei einer Vorlesung an der NYU eine Bombe platzen lassen: Er enthüllte, wie ein Konflikt mit dem Tech-Giganten Amazon die Geschäftsbeziehung der beiden Konzerne über Jahre vergiftete und warum man zum Launch der Switch 2 vergeblich nach der Konsole auf der Plattform suchte.

Das steckt im Artikel
  • Der Preis ist (zu) heiß: Amazons aggressive Forderung
  • Eine rote Linie: Nintendos konsequente Reaktion
  • Moralischer Highscore statt schneller Moneten?

Der Preis ist (zu) heiß: Amazons aggressive Forderung

Die Geschichte geht zurück auf eine Zeit, als Amazon versuchte, im Gaming-Markt Fuß zu fassen. Ihr Ziel war es, um jeden Preis der günstigste Anbieter zu sein – sogar noch günstiger als der US-Handelsriese Walmart. Um das zu erreichen, wandte sich ein Amazon-Manager an Nintendo und forderte eine „obszöne Menge an finanzieller Unterstützung“, so Reggie. Im Klartext: Nintendo sollte Amazon subventionieren, damit diese ihre Konkurrenz unterbieten konnten.

Reggies Reaktion war unmissverständlich. Er sagte dem Manager am Telefon klipp und klar: „Wissen Sie, dass das illegal ist, oder? Das kann ich nicht tun.“ Was folgte, war Stille am anderen Ende der Leitung. Diese Praxis, auch als unlautere Preisabsprache bekannt, hätte Nintendo in massive rechtliche Schwierigkeiten bringen und die Beziehung zu allen anderen Handelspartnern zerstören können.

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Eine rote Linie: Nintendos konsequente Reaktion

Anstatt einzuknicken, zog Reggie einen harten Schlussstrich. Nintendo stoppte vorübergehend den direkten Verkauf seiner Produkte an Amazon. Für Reggie war es ein Akt der Selbstbehauptung: „Ich würde nichts Illegales tun. Ich würde nichts tun, was die Beziehung, die wir zu anderen Einzelhändlern haben, gefährden würde“, erklärte er. Mit diesem Schritt wollte er ein klares Signal senden: „Du kannst mich nicht herumschubsen. Das ist die Art und Weise, wie wir Geschäfte machen.“

Dieser mutige Schritt, sich gegen einen aufstrebenden Giganten wie Amazon zu stellen, habe über die Zeit den Respekt für Nintendo im Handel gefestigt. Es ist eine faszinierende Anekdote, die erklärt, warum Nintendo-Produkte auf Amazon oft später oder zu schlechteren Konditionen verfügbar waren als anderswo.

Moralischer Highscore statt schneller Moneten?

Reggies Enthüllung ist mehr als nur eine spannende Kriegsgeschichte aus der Konzernwelt. Sie zeigt, dass langfristige Prinzipien und faire Partnerschaften für Nintendo einen höheren Stellenwert hatten als der kurzfristige Umsatz durch einen dominanten Händler. Rückblickend hat Nintendo alles richtig gemacht: Während Amazons eigene Gaming-Ambitionen wie der Cloud-Dienst Luna scheiterten, ist Nintendo mit der Switch und der Switch 2 erfolgreicher denn je. Der Vorfall beweist, dass im harten Business der Videospiele manchmal der gewinnt, der nicht um jeden Preis mitspielt.

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vonMischa Schumacher
Seit Kindestagen bin ich ein riesen Nintendo-Fan und bin mit Spielen wie Super Mario und Pokemon aufgewachsen. Dann kam die erste Playstation, kurz darauf folgte der eigene PC und somit gab es für mich keinen Halt mehr und meine Leidenschaft für Videospiele wurde immer größer. So groß, dass ich mittlerweile 16 Konsolen im Wohnzimmer stehen hab. Ich kann mit Shooter nicht wirklich etwas anfangen, jedoch habe ich mit RPGs und JRPGs umso mehr Freude, Jump and Runs dürfen natürlich hier nicht fehlen. Mein Herz gilt Spielen mit einer bewegenden Story, da kann Grafik schon mal als Nebensache betrachtet werden.
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