Während Capcom die offiziellen PC-Anforderungen für das mit Hochspannung erwartete Resident Evil Requiem weiterhin wie ein Staatsgeheimnis hütet, lieferte die Tokyo Game Show 2025 nun erste, handfeste Indizien. Die japanische Publikation Famitsu hat akribisch unter die Motorhauben der Demo-Stationen geblickt und enthüllt, welche Rechenknechte den neuesten Albtraum aus dem Survival-Horror-Universum befeuerten. Diese Enthüllungen sind zwar noch kein in Stein gemeißeltes Gesetz, zeichnen aber ein faszinierendes Bild von der potenziellen technischen Wucht, die der Titel bei seiner Veröffentlichung im Jahr 2026 entfesseln könnte. Für PC-Spieler beginnt damit die spannende Phase der Spekulation und des Systemabgleichs.
Das Triumvirat der Testsysteme
Am obersten Ende des auf der Messe gezeigten Leistungsspektrums thronte eine beeindruckende Konfiguration. Angetrieben von einem Intel Core i7-14500F, beflügelt von einer GeForce RTX 4060 Ti mit 8 GB VRAM und unterstützt von üppigen 32 GB Arbeitsspeicher, lief hier die Vorzeigeversion des Spiels. Im mittleren Segment fand sich ein System mit einem Core i5-14400F, einer RTX 4060 und soliden 16 GB RAM. Um auch das untere Ende abzudecken, wurde eine Kombination aus einem Ryzen 5 4500 und einer RTX 3050 mit 6 GB VRAM bei gleicher RAM-Ausstattung gesichtet. Sogar spezifische Laptop-Hardware wurde offengelegt, was darauf hindeutet, dass Capcom eine breite Palette an Geräten im Visier hat.
Die großen Unbekannten im Leistungspuzzle
So aufschlussreich diese Einblicke auch sein mögen, sie hinterlassen entscheidende Leerräume, die zur Vorsicht mahnen. Die Famitsu konnte keinerlei Details zu den entscheidenden Metriken wie Auflösung, anvisierter Bildrate oder den gewählten Grafikeinstellungen der einzelnen Konfigurationen in Erfahrung bringen. Es bleibt somit völlig im Dunkeln, welche visuellen Kompromisse für eine flüssige Darstellung auf den schwächeren Systemen eingegangen werden mussten. Ob eine RTX 4060 Ti beispielsweise ausreicht, um das Spiel in 4K-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde auf Ultra-Einstellungen zu genießen, ist reine Spekulation. Diese fehlenden Variablen sind das Zünglein an der Waage und werden erst mit den offiziellen Anforderungen geklärt.
Warten auf das offizielle Verdikt
Bis zur finalen Bekanntgabe durch Capcom dienen uns diese Informationen als wertvoller, wenn auch grober Kompass. Der Titel erscheint am 27. Februar 2026 für die Xbox Series X/S, die PlayStation 5 und den PC. Unabhängig von der benötigten Hardware verspricht das Spiel selbst, die Grenzen des Genres neu auszuloten. Director Koshi Nakanishi äußerte bereits, dass der Horrorfaktor in Requiem jenem des gefeierten Resident Evil 2-Remakes in fast nichts nachsteht, sondern ihn womöglich sogar übertrifft. Die kommende Zeit bis zum Release wird also nicht nur von technischem Aufrüsten geprägt sein, sondern vor allem von der wachsenden Vorfreude auf ein unvergessliches Horror-Erlebnis.



