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Hardware

Schlechte Nachrichten für PC-Spieler: RAM-Preise könnten bis 2027 hoch bleiben

Aufgrund der massiven Ressourcenbindung durch KI-Datenzentren prognostiziert Chip-Hersteller Micron eine anhaltende und gravierende RAM-Knappheit bis weit nach 2026, was durch den kompletten Rückzug Microns aus dem Endkundenmarkt und drastische Preiserhöhungen eine schwere Krise für PC-Gamer und Konsolenhersteller gleichermaßen bedeutet.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
22.12.25
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Lesezeit: 2 Min.
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Die düsteren Wolken am Horizont des PC-Gamings verdichten sich zu einem ausgewachsenen Sturm. Wer gehofft hatte, dass sich die Preisschraube bei Hardware bald lockert, muss jetzt ganz stark sein. Der Chip-Gigant Micron hat eine Prognose veröffentlicht, die jedem Bastler das Blut in den Adern gefrieren lässt: Die globale RAM-Knappheit wird uns nicht nur im nächsten Jahr begleiten, sondern weit über das Jahr 2026 hinaus anhalten. Wir steuern auf eine holperige Fahrt zu, bei der der klassische Gamer droht, unter die Räder der künstlichen Intelligenz zu geraten.

Das steckt im Artikel
  • KI frisst den Markt leer
  • Der Dominoeffekt: Wenn GPUs und Konsolen leiden
  • Lagerhorter oder Optimist?

KI frisst den Markt leer

Es ist eine bittere Ironie des technologischen Fortschritts. Während wir über KI-generierte Wunder staunen, graben uns genau diese Technologien das Wasser ab. Der Ursprung dieser Misere liegt im Herbst 2025, als OpenAI und andere Tech-Titanen Deals mit den Schwergewichten Samsung und SK Hynix schlossen. Das Ergebnis? Ein massiver Abzug von Ressourcen weg vom Verbraucher, hin zu den unersättlichen Datenzentren. DDR5-RAM-Kits haben sich mancherorts im Preis verdreifacht, und nun zieht auch Micron nach.

In ihrem jüngsten Quartalsbericht malt Micron den Teufel nicht nur an die Wand, sondern lädt ihn zum Abendessen ein. Die globale Versorgung wird auf absehbare Zeit „erheblich hinter der Nachfrage zurückbleiben“. Doch der eigentliche Hammer ist Microns strategische Neuausrichtung: Das Unternehmen plant, sein Segment für Consumer-RAM komplett einzustellen. Das bedeutet weniger Auswahl und noch weniger Angebot für uns Gamer.

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Der Dominoeffekt: Wenn GPUs und Konsolen leiden

Das Problem ist jedoch weitaus tückischer als nur teure Arbeitsspeicher-Riegel. RAM ist das Lebenselixier moderner Hardware. Wenn die Quelle versiegt, trocknet der ganze Fluss aus. Nvidia steht Gerüchten zufolge bereits kurz davor, die GPU-Produktion für 2026 um bis zu 40 % zu drosseln. Besonders die kommende 50er-Serie könnte Opfer dieser Verknappung werden, da Hersteller die Chips nicht mehr in ausreichender Menge zukaufen können, um ihre Grafikkarten zu bestücken.

Diese Knappheit kriecht wie ein schleichendes Gift durch die gesamte Lieferkette. Da die Fertigung neuer Reinräume für die Speicherproduktion ein langwieriger Prozess ist, gibt es keine schnelle Lösung. Wir sehen bereits Preiserhöhungen von über 100 % im Großhandel bei Samsung – Kosten, die unweigerlich an dich, den Endkunden, durchgereicht werden.

Lagerhorter oder Optimist?

Selbst Konsolen sind nicht immun. Die „Switch 2“ oder die Xbox Series X/S benötigen ebenfalls Speicherchips. Ohne ausreichende Sicherheitsbestände könnten auch hier die Preisschilder bald neu gedruckt werden müssen. Es ist eine Phase der Unsicherheit, in der das Aufrüsten zum Luxusgut verkommt.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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