Die Macht ist stark in diesem Entwicklerteam: Arcanaut Studios hat mit Dan Fessenden einen weiteren Veteranen des originalen Knights of the Old Republic für ihr mit Spannung erwartetes Projekt Star Wars: Fate of the Old Republic verpflichtet. Obwohl das Rollenspiel bisher nur mit einem vagen Release-Zeitraum (vor 2030) und ohne bestätigte Plattformen auskommen muss, wächst die Hoffnung auf einen würdigen geistigen Nachfolger.
Ein Who’s Who der RPG-Geschichte
Wenn du dir ein Dreamteam für ein neues, story-getriebenes Sci-Fi-RPG zusammenstellen müsstest, würde es vermutlich so aussehen wie die aktuelle Besetzung bei Arcanaut Studios. Angeführt wird das Projekt von niemand Geringerem als Casey Hudson, dem Director des originalen KOTOR und kreativen Kopf hinter der Mass Effect-Trilogie. An seiner Seite versammeln sich zahlreiche ehemalige BioWare-Weggefährten, die an Meilensteinen wie Dragon Age, Neverwinter Nights und eben auch an den beiden großen Sci-Fi-Sagas mitgewirkt haben.
Mit der neuesten Verpflichtung von Senior Technical Designer Dan Fessenden, der ebenfalls am originalen KOTOR arbeitete, wird die Ausrichtung immer klarer: Hier soll kein schnelles Lizenzprodukt entstehen, sondern ein Rollenspiel in der Tradition der ganz großen Klassiker.
Ein neues Schicksal für die Alte Republik?
Doch was bedeutet das für die Story? Wie Casey Hudson bereits früher erklärte, wird Fate of the Old Republic keine direkte Fortsetzung sein und die alte KOTOR-Lore ignorieren müssen – eine direkte Folge der Übernahme von Lucasfilm durch Disney, bei der das alte Expanded Universe für nichtig erklärt wurde. Stattdessen will das Team „eine zeitgemäße Vision eines definitiven Star-Wars-Erlebnisses“ schaffen. Es geht darum, das Gefühl von damals – die tiefgreifenden Entscheidungen, die filmreife Inszenierung und das Eintauchen in eine weit, weit entfernte Galaxis – mit moderner Technik neu zu erschaffen. Für viele von uns, die unzählige Stunden in die Rettung (oder Unterwerfung) der Galaxis investiert haben, ist das eine aufregende Aussicht. Wir sind gespannt, ob das Team an die erzählerische Brillanz von damals anknüpfen kann.
Nostalgie-Trip oder echter Game Changer?
Die Ansammlung von so viel Talent weckt natürlich enorme Erwartungen. Die Namen Hudson, Fessenden und Co. sind für RPG-Fans wie ein Gütesiegel. Gleichzeitig müssen wir als Gamer aber auch realistisch bleiben: Seit der Ankündigung im Dezember 2025 ist es, abgesehen von Personalien, recht still um das Projekt geworden. Ein Release-Fenster, das sich bis „vor 2030“ erstreckt, ist alles andere als konkret und lässt viel Raum für Spekulationen.
Die entscheidende Frage wird sein, ob Arcanaut Studios es schafft, den Geist von KOTOR einzufangen, ohne nur eine Kopie zu erschaffen. Das Potenzial für einen echten Meilenstein ist zweifellos vorhanden. Jetzt muss das Team nur noch liefern. Wir bleiben mit dem Hyperantrieb auf Standby und halten dich auf dem Laufenden!