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Hardware

Steam Deck OLED wird teurer: Preiserhöhungen in Asien zeigen, wie ernst die RAM-Krise wirklich ist

Das Steam Deck OLED wird in Japan, Südkorea und Taiwan um bis zu knapp 100 US-Dollar teurer, ausgelöst durch steigende Logistikkosten und globale RAM-Engpässe. Die Speicherkrise trifft neben Valve auch Sony und Nintendo und könnte die gesamte Gaming-Hardware-Branche noch länger belasten.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
03.03.26
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Lesezeit: 3 Min.
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Das Steam Deck OLED war ohnehin schon kein Schnäppchen. Doch wer in Japan, Südkorea oder Taiwan auf das handliche Gaming-Gerät von Valve spekuliert hatte, braucht jetzt ein dickeres Portemonnaie. Und der Grund dahinter reicht weit über die Grenzen Asiens hinaus.

Das steckt im Artikel
  • Bis zu 100 Dollar teurer: Die neuen Preise im Überblick
  • RAM-Mangel trifft Valve ins Mark
  • Valve kämpft auch bei anderen Hardware-Plänen mit Verzögerungen
  • Sony und Nintendo unter Beobachtung: Eine Branche im Ausnahmezustand

Bis zu 100 Dollar teurer: Die neuen Preise im Überblick

Laut einem Bericht von Famitsu hebt Komodo Station, das für den Vertrieb des Steam Deck in asiatischen Märkten verantwortliche Unternehmen, die Preise in Japan, Südkorea und Taiwan spürbar an. Am stärksten trifft es Japan: Dort steigen die Preise um 15.000 Yen, was knapp 100 US-Dollar entspricht. Das 512-GB-Modell kostet künftig 99.800 Yen, was rund 635 US-Dollar entspricht, das 1-TB-Modell schlägt mit etwa 730 US-Dollar zu Buche. In Südkorea werden für die beiden Modelle künftig 898.000 beziehungsweise 1.048.000 Won fällig, in Taiwan steigen die Preise auf 18.980 beziehungsweise 22.480 Neue Taiwan-Dollar. Hongkong bleibt von den Erhöhungen vorerst verschont. Als Begründung nennt Komodo Station gestiegene Logistikkosten seit dem Marktstart sowie Schwankungen im Wechselkursumfeld.

RAM-Mangel trifft Valve ins Mark

Die Preiserhöhungen kommen nicht aus dem Nichts. Valve hatte bereits im Februar darauf hingewiesen, dass das Steam Deck OLED in einigen Regionen zeitweise nicht vorrätig sein könnte, verursacht durch Engpässe bei Arbeitsspeicher und Flash-Speicher. Gleichzeitig wurde die Produktion des Steam Deck LCD in der 256-GB-Variante eingestellt, verbleibende Einheiten sind reines Restlagerbestand. Der globale RAM-Mangel trifft Valve damit an einem empfindlichen Punkt und zwingt das Unternehmen zum Handeln, sowohl bei der Verfügbarkeit als auch bei der Preisgestaltung.

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Valve kämpft auch bei anderen Hardware-Plänen mit Verzögerungen

Das Steam Deck OLED ist nicht das einzige Valve-Produkt, das unter dem Speicherengpass leidet. Die für das erste Halbjahr 2026 angepeilten Neuvorstellungen, darunter die Steam Machine, der Steam Frame und ein überarbeiteter Steam Controller, wurden verschoben. Valve erklärte, das Ziel einer Veröffentlichung in der ersten Jahreshälfte bestehe weiterhin, doch konkrete Preise und Termine ließen sich aufgrund sich schnell verändernder Rahmenbedingungen noch nicht mit Sicherheit kommunizieren. Eine ehrliche Einschätzung, die aber zeigt, wie tiefgreifend die Lieferkettenproblematik das gesamte Hardware-Geschäft des Unternehmens beeinflusst.

Sony und Nintendo unter Beobachtung: Eine Branche im Ausnahmezustand

Die Auswirkungen des RAM-Mangels beschränken sich keineswegs auf Valve. Einem Bericht vom vergangenen Monat zufolge könnte Sony den Launch der PlayStation 6 bis ins Jahr 2029 verschieben. Auch Nintendo behält die Speicherpreise genau im Blick und schließt spätere Preiserhöhungen nicht aus, ohne bisher offizielle Aussagen gemacht zu haben. Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa hatte sich bereits Anfang des Jahres zu Markteinflüssen wie Speicherengpässen und Handelszöllen geäußert und betont, dem durch eine vorausschauende Komponentenbeschaffung über mittlere und lange Zeiträume entgegenwirken zu wollen. Für Verbraucher weltweit bedeutet das: Die Zeiten stabiler Hardware-Preise könnten auf breiter Front vorerst vorbei sein.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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