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Hardware

Steam Deck 2 lässt auf sich warten: Valve lehnt Mittelmaß kategorisch ab

Valve plant derzeit keinen unmittelbaren Nachfolger für das Steam Deck, da Software-Ingenieur Pierre-Loup Griffais erklärt, dass das Unternehmen keine inkrementellen Performance-Verbesserungen von lediglich 20 bis 50 Prozent anstrebt, sondern auf fundamentale Silicon- und Architektur-Fortschritte wartet, die einen echten Next-Gen-Leistungssprung ermöglichen.

Alexander Liebe
von Alexander Liebe
14.11.25
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Lesezeit: 3 Min.
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Trotz der jüngsten Enthüllung einer ganzen Palette neuer Valve Geräte bleibt eine Frage unbeantwortet: Wann kommt endlich ein Nachfolger für das erfolgreiche Steam Deck? Software-Ingenieur Pierre-Loup Griffais hat sich in einem ausführlichen Interview mit IGN dieser brennenden Thematik gewidmet und dabei unmissverständlich klargestellt, dass das Unternehmen keine Eile verspürt. Die Begründung fällt dabei ebenso pragmatisch wie philosophisch aus und offenbart eine Entwicklungsphilosophie, die sich deutlich von den üblichen Hardware-Zyklen der Branche abhebt.

Das steckt im Artikel
  • Die Absage an Inkrementalismus
  • Wartespiel mit Methode
  • Einheitlichkeit als Stärke
  • Die SOC-Misere
  • Vision trifft Realität

Die Absage an Inkrementalismus

Griffais formulierte es kristallklar: Valve interessiert sich nicht dafür, lediglich 20, 30 oder gar 50 Prozent mehr Performance bei identischer Akkulaufzeit zu liefern. Solche marginalen Verbesserungen würden dem Anspruch des Unternehmens nicht gerecht werden. „Wir möchten etwas, das deutlich abgegrenzter ist“, betonte der Ingenieur. Stattdessen arbeitet das Team rückwärts von Silicon-Fortschritten sowie architektonischen Verbesserungen aus. Zwar besitzt Valve bereits eine „ziemlich gute Vorstellung“ davon, wie das nächste Steam Deck aussehen wird, doch die aktuelle SOC-Landschaft bietet schlichtweg keine Optionen, die Valves Definition einer echten Next-Gen-Performance erfüllen würden.

Wartespiel mit Methode

Diese Geduld ist keineswegs Ausdruck von Desinteresse, sondern vielmehr strategischer Weitsicht. Das Original-Steam-Deck hat seine Mission erfüllt und den Weg für Konzepte wie die Steam Machine geebnet. Griffais hebt hervor, dass beide Systeme einen einheitlichen Hardware-Standard bieten, den Entwickler gezielt ansteuern können. Diese Reduktion der Hardware-Varianz entpuppt sich als bedeutender Vorteil – sowohl für Studios als auch für Spieler. Jedes einzelne Steam Deck verfügt über identische Leistungsparameter und kann sämtliche als „Steam Deck Verified“ gekennzeichneten Titel ausführen. Valve plant, diesen Verifizierungsprozess künftig auch auf die Steam Machine auszudehnen.

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Einheitlichkeit als Stärke

Besonders interessant ist Griffais‘ Argumentation bezüglich der einheitlichen Performance-Spezifikation. Bei der Konzeption der Steam Machine sei es essentiell gewesen, dass Käufer nicht bereits im Vorfeld mit komplizierten Auswahlprozessen konfrontiert werden, die darauf basieren, welche Games man möglicherweise zurücklassen müsste. Diese Philosophie unterscheidet Valves Ansatz fundamental von traditionellen PC-Builds mit ihren unzähligen Konfigurationsmöglichkeiten. Die einheitliche Spezifikation entfaltet zudem positive Nebeneffekte für Entwickler, die grafische Einstellungen optimieren möchten – sie können sich auf exakt eine Zielplattform konzentrieren statt auf diverse Hardware-Konstellationen Rücksicht nehmen zu müssen.

Die SOC-Misere

Das Kernproblem liegt in der aktuellen Chiplandschaft. Während Smartphone-Prozessoren rasante Fortschritte verzeichnen, hinken die für Handheld-Gaming-Geräte relevanten SOCs hinterher. Valves Ansprüche gehen über bloße Taktfrequenz-Steigerungen oder zusätzliche Compute-Units hinaus. Das Unternehmen sucht nach fundamentalen Architektur-Innovationen, die spürbare Quantensprünge ermöglichen. Solange diese Revolution ausbleibt, wird auch kein Steam Deck 2 das Licht der Gaming-Welt erblicken. Diese kompromisslose Haltung mag frustrierend wirken, zeugt jedoch von einem qualitativen Anspruch, der in einer Industrie voller jährlicher Iterationen selten geworden ist.

Vision trifft Realität

Griffais‘ Ausführungen machen deutlich, dass Valve keineswegs untätig bleibt. Die Arbeit am Nachfolger läuft, Konzepte existieren, technische Visionen wurden formuliert. Was fehlt, sind die passenden Bausteine, um diese Ambitionen Realität werden zu lassen. Diese Transparenz verdient Anerkennung, auch wenn sie Enthusiasten enttäuschen mag, die bereits nach dem nächsten Upgrade lechzen. Valve demonstriert hier eine Produktphilosophie, die langfristige Zufriedenheit über kurzfristige Verkaufszahlen stellt – eine Seltenheit in einer von Quartalsberichten getriebenen Industrie.

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vonAlexander Liebe
Seitdem ich zum ersten Mal einen Controller in der Hand hielt wusste ich, dass dies eine Freundschaft fürs Leben wird. Bis heute ist der digitale Sport für mich fixer Bestandteil meiner Freizeit. Mit AustriaGaming ist er sogar zum Teil zur Berufung geworden. Favorisierte Spiele sind für mich aus dem Genre Horror, SciFi und RPG mit viel geschichtlichem Tiefgang. Gerade innovative und alternative Games ziehen mich öfters in den Bann.
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