Große Neuigkeiten aus Südkorea: Shift Up, das Studio hinter dem PS5-Erfolg Stellar Blade, hat im Rahmen des aktuellen Earnings-Reports offiziell bestätigt, dass der Nachfolger nicht mehr von Sony verlegt wird. Stattdessen übernimmt Shift Up die Publisher-Rolle selbst und lotet gleichzeitig eine „weitere Plattform-Expansion“ aus. Ein konkretes Releasedatum steht noch nicht fest – der Zielkorridor liegt jedoch vor 2027, wie bereits im Mai 2025 kommuniziert wurde.
Shift Up geht eigene Wege: Was der Publisher-Wechsel bedeutet
Bisher war Stellar Blade ein klassischer PS5-Exklusivtitel, der erst später den Sprung auf den PC schaffte. Mit Stellar Blade 2 will Shift Up nun das Ruder selbst in die Hand nehmen. In der offiziellen Mitteilung heißt es, dass das Studio die „einzigartige Anziehungskraft“ des Franchise so „direkter und effektiver“ kommunizieren könne. Ein klarer Hinweis darauf, dass man sich nicht länger an Exklusivitäts-Deals binden will.
Die Zahlen geben Shift Up recht: Der erste Teil spülte umgerechnet rund 151,4 Millionen US-Dollar Umsatz in die Kassen – ein respektabler Erfolg für eine neue IP, die dem Studio genug finanziellen Spielraum für den Alleingang verschafft.
Kommt Stellar Blade 2 auf die Nintendo Switch 2?
Spannend ist vor allem der Hinweis auf die „Plattform-Expansion“. Shift Up bestätigte im Earnings Call, dass man aktiv prüft, das originale Stellar Blade auf weiteren Systemen zu veröffentlichen. Schon 2025 gab es hartnäckige Gerüchte, dass das Studio ein Dev-Kit für die Nintendo Switch 2 erhalten hat – inklusive APIs, Debugging-Tools und Optimierungs-Software.
Offiziell bestätigt ist der Switch 2-Port zwar nicht, aber die Indizien verdichten sich. Dass Shift Up hier auf DLSS setzen könnte, um die Performance auf der hybriden Konsole zu glätten, liegt nahe. Mehr zum aktuellen Stand des Studios und seinen ehrgeizigen Plänen erfährst du in unserem Artikel über Shift Ups Übernahme von Shinji Mikamis Studio Unbound.
Sequel mit Selbstvertrauen: Drei starke Säulen
Shift Up geht mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein in die Entwicklung des Nachfolgers. Das Studio setzt auf drei strategische Pfeiler:
- Self-Publishing: Volle Kontrolle über Marketing und Vertrieb
- Sales-Maximierung: Gezielte Multiplattform-Strategie statt Exklusiv-Deal
- Bewährte IP-Fanbase: Eine wachsende Community, die nach mehr verlangt
Die Kombination soll laut Shift Up zu „deutlich verbesserten Ergebnissen im Vergleich zum Vorgänger“ führen. Kein Wunder – wer sich erinnert, wie stark das Crossover-Event mit NieR: Automata bei der Community eingeschlagen hat, weiß, dass Shift Up sein Publikum versteht
Wer sich ein Bild vom ersten Teil machen will, findet auf der offiziellen Stellar-Blade-Website alle Infos.
EVE 2.0: Der richtige Schritt zur richtigen Zeit
Shift Up macht gerade alles richtig. Nach dem Erfolg des ersten Teils, der Übernahme von Shinji Mikamis Unbound-Studio und dem Aufbau eigener Publishing-Kapazitäten ist der logische nächste Schritt: Unabhängigkeit von Sony und die Öffnung für möglichst viele Plattformen. Stellar Blade 2 könnte damit nicht nur ein besseres Spiel werden, sondern auch eines, das viel mehr Spieler erreicht – sei es auf PS5, PC, Xbox Series X/S oder sogar der Switch 2.
Ob der Schritt auch ohne Sonys Marketing-Maschinerie gelingt? Wenn die Qualität stimmt und die Plattform-Expansion ernst gemeint ist, stehen die Chancen für Shift Up besser denn je. EVE ist bereit für die große Bühne – und wir sind gespannt, wo sie als nächstes auftaucht.