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PS6-Launch könnte sich dramatisch verzögern: Analyst prognostiziert verlängerte PS5-Generation

MST Financial-Analyst David Gibson prognostiziert eine Verzögerung der PlayStation 6 über das erwartete Zeitfenster 2027-2028 hinaus, da explodierende RAM-Preise durch KI-Nachfrage Sony zur Verlängerung des PS5-Lebenszyklus zwingen. Die Verschiebung könnte bis 2029 oder später reichen, wobei bereits für 2026-2027 die Produktionskapazitäten ausverkauft sind.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
27.01.26
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Lesezeit: 4 Min.
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Die PlayStation 6 lässt möglicherweise deutlich länger auf sich warten als erhofft – und schuld daran ist ausgerechnet der KI-Boom. David Gibson, Senior Research Analyst bei MST Financial, hat in einem Bericht auf SandStoneInsights eine bemerkenswerte Prognose abgegeben: Sony plane offenbar, den Lebenszyklus der PlayStation 5 zu verlängern, während die PS6 „länger verzögert werden könnte, als viele erwarten“. Der Grund? Explodierende RAM-Preise, ausgelöst durch einen regelrechten Ansturm von KI-Rechenzentren auf den Speichermarkt. Produktionskapazitäten für 2026 und selbst 2027 sind bereits nahezu ausverkauft, was Sony vor ein erhebliches Beschaffungsproblem stellt. Während ursprünglich ein Launch zwischen 2027 und 2028 kolportiert wurde, könnten Spieler nun deutlich länger warten müssen – möglicherweise bis 2029 oder gar darüber hinaus.

Das steckt im Artikel
  • Die KI-Industrie als unerwarteter Spielverderber
  • Power Saver Mode als Brückentechnologie
  • Auswirkungen auf die Spieleentwicklung
  • Konsumenten zwischen Frust und Pragmatismus

Die KI-Industrie als unerwarteter Spielverderber

Der globale Halbleitermarkt erlebt momentan eine beispiellose Nachfragewelle, angetrieben von dem rasanten Wachstum künstlicher Intelligenz. Rechenzentren, die enorme Mengen an Hochleistungsspeicher benötigen, kaufen die verfügbaren Produktionskapazitäten regelrecht leer. Dies treibt nicht nur die Preise in astronomische Höhen, sondern führt auch zu Lieferengpässen, die sich über Jahre erstrecken könnten. Sony hat zwar angeblich genug RAM-Reserven gesichert, um eine weitere unmittelbare Preiserhöhung der PS5 zu verhindern, doch für die Massenproduktion einer kommenden Konsole reicht dies bei weitem nicht aus. Gibson weist in seinem Bericht darauf hin, dass Sony im dritten Geschäftsquartal die Markterwartungen übertreffen dürfte, getragen von starken Verkäufen hauseigener und Drittanbieter-Titel. Dennoch scheint die Realität der Lieferkette eine Verschiebung unausweichlich zu machen – es ist keine Frage des „ob“, sondern des „wann“.

Power Saver Mode als Brückentechnologie

Während Fans auf die nächste Konsolengeneration warten müssen, arbeitet Sony offenbar daran, die aktuelle Hardware-Generation maximal auszureizen. Immer mehr Entwickler implementieren Unterstützung für den sogenannten Power Saver Mode in ihre Titel – ein Feature, das als Kernbestandteil des gemunkelten Handheld-SDKs für die PS6 gilt. Diese Technologie könnte es einem portablen PlayStation-Gerät ermöglichen, PS5-Spiele nativ auszuführen, was den Übergang zwischen den Generationen fließender gestalten würde. Die Ironie ist kaum zu übersehen: Während die Branche auf leistungsstärkere Hardware wartet, fokussiert sich Sony darauf, bestehende Spiele effizienter laufen zu lassen. Diese Strategie könnte sich als weitsichtig erweisen, sollte sich die Verzögerung tatsächlich über Jahre erstrecken. Die PS5 Pro, die kürzlich 13 Prozent aller PS5-Verkäufe ausmachte, zeigt bereits, dass Spieler bereit sind, für inkrementelle Verbesserungen zu zahlen – eine verlängerte Generation könnte weitere Mid-Cycle-Upgrades oder spezielle Editionen mit sich bringen.

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Auswirkungen auf die Spieleentwicklung

Eine verlängerte PS5-Generation hat weitreichende Konsequenzen für die Spielebranche. Titel, die ursprünglich als Launch-Games für die PS6 konzipiert waren, könnten vorgezogen und für die aktuelle Hardware angepasst werden. Bloomberg-Reporter Jason Schreier berichtete kürzlich, dass Naughty Dogs Intergalactic für Mitte 2027 anvisiert sei – ein Zeitfenster, das ursprünglich mit einem möglichen PS6-Launch zusammenfallen sollte. Quellen aus dem Studio enthüllten zudem, dass Mitarbeiter im vergangenen Jahr „wochenlang“ verpflichtende Überstunden leisten mussten, um diesen ambitionierten Zeitplan zu halten. Sollte die PS6 sich tatsächlich bis 2029 oder später verzögern, würde dies bedeuten, dass Intergalactic und ähnliche AAA-Projekte die technischen Grenzen der PS5 vollständig ausreizen müssten. Entwickler stehen vor der Herausforderung, entweder ihre Ambitionen zu drosseln oder innovative Optimierungstechniken zu entwickeln – beides mit unsicherem Ausgang.

Konsumenten zwischen Frust und Pragmatismus

Für Spieler ist diese Nachricht ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bedeutet eine verlängerte Generation, dass die PS5-Bibliothek noch Jahre weiterwachsen wird und Investitionen in die aktuelle Hardware sich länger auszahlen. Andererseits wächst die Ungeduld auf einen echten Generationensprung – besonders angesichts der Tatsache, dass viele das Gefühl haben, die aktuelle Generation habe wegen der COVID-19-Pandemie und anhaltender Chipknappheit nie wirklich begonnen. Die PS5 erschien Ende 2020, doch erst 2023 fühlte es sich an, als wäre die Konsole wirklich verfügbar und würde ihr Potenzial ausschöpfen. Eine Verschiebung der PS6 bis 2029 würde einen neunjährigen Zyklus bedeuten – deutlich länger als die üblichen sechs bis sieben Jahre zwischen Konsolen-Generationen. Gibson betont in seiner Analyse, dass selbst wenn sich die RAM-Preise stabilisieren oder fallen sollten, Sony erhebliche Zeit benötigen würde, um ausreichende Mengen für die Massenproduktion zu beschaffen. Die Frage ist nicht, ob die Verzögerung kommt, sondern wie lange sie dauern wird.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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