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Games

The Expanse: Osiris Reborn – Mehr als nur ein Mass Effect? Entwickler über Gameplay & Vergleiche

Entwickler Owlcat Games zollt dem großen Vorbild Mass Effect demütig Tribut, betont aber, dass The Expanse: Osiris Reborn mit einem tiefgreifenden System aus Herkunft, nuancierten Entscheidungen und weitreichenden Konsequenzen eine eigenständige und moderne Sci-Fi-Saga schmieden wird.

The Expanse: Osiris Reborn - Screenshot
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René Nikel
von René Nikel
14.07.25
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Lesezeit: 3 Min.
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Ein Held, der sich hinter Deckung verschanzt, treue Begleiter an seiner Seite, ein Universum, das von den Entscheidungen des Spielers geformt wird, und sogar eine Zwillingsgeschwister-Thematik – es ist schier unmöglich, einen Blick auf The Expanse: Osiris Reborn zu werfen, ohne dass die geisterhafte Silhouette der Normandy am Horizont erscheint. Die Vergleiche mit der legendären Mass Effect-Trilogie sind allgegenwärtig und unvermeidlich. Doch anstatt diese Parallelen zu leugnen, vollzieht Entwickler Owlcat Games eine Geste der tiefen Verneigung. Creative Director Alexander Mishulin gestand gegenüber Polygon, dass das Team sich durch diese Vergleiche zutiefst „geehrt“ fühle.

Das steckt im Artikel
  • Eine Hommage, die aus dem Herzen kommt
  • Der Owlcat-Stempel: Mehr als nur Gut und Böse
  • Dein Geburtsort ist dein Schicksal

Eine Hommage, die aus dem Herzen kommt

Mishulin legt die Karten offen auf den Tisch: „Mass Effect ist eine gewaltige Inspiration für uns, denn es ist ein ikonisches Spiel für die Xbox-360-Generation, und viele Mitglieder des Owlcat-Teams haben es in ihrer Jugend gespielt.“ Er geht sogar so weit zu sagen, dass einige Entwickler erst durch die Inspiration von BioWares Meisterwerk überhaupt den Weg in die Spielebranche gefunden haben. „Es wäre unmöglich zu leugnen, dass Mass Effect einen gewaltigen Einfluss auf uns als Spieleentwickler hatte.“ Es ist keine bloße Kopie, sondern eine Huldigung – das Fundament, auf dem nun ein neues, eigenständiges Monument errichtet werden soll.

Der Owlcat-Stempel: Mehr als nur Gut und Böse

Doch bei aller Liebe zum Vorbild stellt Mishulin unmissverständlich klar: „Es ist ein Spiel von Owlcat Games, und es unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von Mass ‚Effect.“ Wer die bisherigen Werke des Studios wie Pathfinder kennt, weiß, was das bedeutet: eine fast schon obsessive Hingabe an komplexe Entscheidungsmöglichkeiten und weitreichende Konsequenzen. „Wir gestalten unsere Geschichte ein wenig anders. Wir bauen mehr Entscheidungen und Konsequenzen ein und wollen sicherstellen, dass das Spiel dem Spieler eine enorme Handlungsfreiheit bietet.“ Der vielleicht größte Bruch mit der BioWare-Formel ist dabei die vollständige Abkehr von einem simplen Paragon-Abtrünniger-System. Geradlinige, schwarz-weiße Entscheidungen gehören der Vergangenheit an; The Expanse lebt in den moralischen Grauzonen.

Dein Geburtsort ist dein Schicksal

Die wohl radikalste und spannendste Neuerung ist die Art und Weise, wie deine Herkunft das gesamte Spielerlebnis definiert. Zu Beginn wählst du deinen Ursprung: Bist du ein Erdling, ein Marsianer oder ein „Belter“ aus dem Asteroidengürtel? Diese Wahl ist kein kosmetisches Detail, sondern ein fundamentaler Pfeiler deines Abenteuers. „Wenn du einen Charakter mit Mars- oder Erd-Herkunft spielst, wirst du auf Ceres aufgrund der dortigen Ereignisse nicht sehr willkommen sein“, erklärt Mishulin. „Spielst du aber einen Belter, wirst du viel freundlicher empfangen und hast mehr Möglichkeiten, mehr Orte zum Besuchen, wahrscheinlich einige neue Nebenquests und so weiter.“

Jede Herkunft eröffnet und verschließt Türen, formt Dialoge und Beziehungen und sorgt für einen immensen Wiederspielwert. Owlcat will kein Mass Effect modernisieren, sondern „ein Spiel im selben Genre, aber mit allen modernen Finessen“ erschaffen, das sich sogar von der Charakterdarstellung eines Persona 5 inspirieren lässt.

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vonRené Nikel
Seit Dino Wars oder North&South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, aber meine Leidenschaft für Videospiele nicht! Mit dem Alter von 5 Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich um einen kleinen Indie-Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zu der Grundausstattung. Bei meiner Begeisterung für den Journalismus in Verbindung mit Videospielen gab es da nur eine logische Konsequenz. Redakteur bei PixelCritics werden, um mein Interesse beider Welten auszuleben.
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