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Traurige Nachrichten aus Kanada: Eidos Montreal erneut von Entlassungswelle erfasst

Eidos Montreal wurde von einer weiteren, in ihrem Umfang noch unbekannten Entlassungswelle getroffen, die durch LinkedIn-Posts ehemaliger Führungskräfte bestätigt wurde und das anhaltende Schrumpfen des Studios nach massiven Stellenstreichungen in den Jahren 2024 und Anfang 2025 fortsetzt.

Christian Schmidinger
von Christian Schmidinger
04.12.25
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Lesezeit: 3 Min.
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Eidos Montreal, das renommierte kanadische Studio, welches uns Perlen wie Marvel’s Guardians of the Galaxy schenkte, sieht sich erneut gezwungen, den Rotstift beim Personal anzusetzen. Während eine offizielle Pressemitteilung der Firmenleitung noch auf sich warten lässt, sprechen die sozialen Netzwerke eine deutliche Sprache. Es ist das digitale Flüstern auf LinkedIn, das die traurige Gewissheit bringt: Weitere kreative Köpfe müssen ihre Schreibtische räumen.

Das steckt im Artikel
  • Ein Abschied mit schwerem Herzen
  • Ein schmerzhaftes Muster wiederholt sich
  • Zwischen Hoffnung und Stagnation
  • Vom Hauptdarsteller zum Support-Act

Ein Abschied mit schwerem Herzen

Die Bestätigung dieser neuerlichen Kündigungen kam ausgerechnet von Samuel Daher, dem ehemaligen Gameplay Director des Hauses. In einem emotionalen Beitrag teilte er mit: „Hey Leute! Ich habe bei Eidos gearbeitet, habe es geliebt und wäre geblieben, aber die Zeiten sind schwierig.“ Seine Worte hallen nach, denn sie spiegeln das Schicksal vieler wider, die nun auf der Suche nach einer neuen beruflichen Heimat sind, um ihre Leidenschaft für Design in frische Projekte zu investieren. Dahers Statement ist kein Einzelfall, sondern Symptom einer tiefgreifenden Unruhe, die das Unternehmen seit geraumer Zeit erfasst hat.

Ein schmerzhaftes Muster wiederholt sich

Leider wirkt diese Nachricht wie ein düsteres Echo der Vergangenheit. Erst im April dieses Jahres musste die Belegschaft den Abgang von 75 Kollegen verkraften. Damals begründete die Führungsebene den Schritt damit, dass ein bestimmtes Mandat ausgelaufen sei und man schlichtweg keine Kapazitäten habe, die betroffenen Talente intern umzuverteilen. Es sei keine Frage der Kompetenz gewesen, betonte man damals fast entschuldigend, sondern eine bittere Notwendigkeit der Ressourcenplanung. Doch wenn man noch weiter zurückblickt, offenbart sich eine fast jährliche Regelmäßigkeit des Aderlasses. Bereits im Januar 2024 mussten 97 Mitarbeiter aus Entwicklung, Verwaltung und Support gehen – Opfer des „globalen wirtschaftlichen Kontexts“ und der umfassenden Restrukturierung durch die Muttergesellschaft Embracer Group.

Zwischen Hoffnung und Stagnation

Die drängende Frage bleibt: Woran arbeitet das Studio eigentlich, wenn es nicht gerade Personal abbaut? Die Gerüchteküche brodelt, doch konkrete Ankündigungen sind rar. Im Frühjahr kursierten Berichte, wonach man aktiv versucht habe, ein neues Deus Ex-Spiel zu pitchen. Diese Ambitionen scheinen jedoch an der harten Realität des Marktes zerschellt zu sein, da das Cyberpunk-Franchise von einigen Entscheidungsträgern als „zu nischig“ abgetan wurde. Eine bittere Pille, besonders wenn man bedenkt, dass ein bereits zwei Jahre in Entwicklung befindliches Deus Ex-Projekt zuvor von Embracer eingestampft wurde.

Vom Hauptdarsteller zum Support-Act

In der Zwischenzeit hat sich die Rolle von Eidos gewandelt. Statt eigener Blockbuster fungiert man zunehmend als Edel-Helfer für die Xbox Game Studios. So unterstützte das Team Playground Games beim kommenden Fable und griff Obsidian Entertainment bei Grounded 2 unter die Arme. Der letzte große, eigenständige Titel, Shadow of the Tomb Raider, liegt nun schon Jahre zurück – eine Ewigkeit in dieser schnelllebigen Branche. Es bleibt zu hoffen, dass die verbliebenen Kreativen bald wieder die Chance erhalten, aus dem Schatten der Support-Arbeit zu treten.

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vonChristian Schmidinger
Seit den ersten Runden BubbleBobble und DynaBlaster am Amiga, haben mich Videospiele in der einen oder anderen Form begleitet. Heute bin ich froh, dass sich seit Amiga und Nintendo Gameboy ein bisschen was getan hat und allen Unkenrufen zum Trotz ist für mich der PC noch immer die Plattform der Wahl. Das geht soweit, dass ich mir meine Rechner seit 2005 selber baue, aber auch als Problemlöser darf ich manchmal für Freunde und Kollegen zum Maschinengeist sprechen ?
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