Nachdem Rockstar bestätigt hat, dass die Hülle von GTA 6 am Launchtag nur einen Download-Code enthält, gibt es jetzt einen Lichtblick für Sammler – zumindest wenn man einem neuen Leak glaubt. Das polnische Portal PPE.pl, das bereits im März korrekt vorhersagte, dass die physische Version ohne Disc erscheinen wird, nennt jetzt ein konkretes Datum für die echte Disc-Version: Dezember 2026. Ein gutes Zeichen für alle, die gehofft haben, dass Rockstar nicht komplett auf die Disc verzichtet – aber auch eine Erinnerung daran, wie undurchsichtig die Kommunikation des Publishers in dieser Sache bleibt.
Was PPE.pl genau berichtet
Das polnische Portal, das in der Vergangenheit mehrfach mit unbequemen Enthüllungen zu Rockstar aufgefallen ist, beruft sich auf den Insider Graczdari – dieselbe Quelle, die bereits im März 2026 exklusiv meldete, dass GTA 6 zum Launch auf eine Disc verzichten wird. Was damals noch wie eine abwegige Behauptung klang, wurde wenige Wochen später durch Rockstars offizielle Vorbestell-Seite bestätigt. Jetzt legt PPE.pl nach: Die eigentliche Disc-Version soll demnach im Dezember 2026 in den Handel kommen – also etwa vier Wochen nach dem Launch am 19. November. Die Vorbestellungen zu GTA 6 hatten zuvor für Wirbel gesorgt, weil klar wurde, dass Käufer der Box am ersten Tag nur einen Code erhalten.
Bemerkenswert ist die Formulierung des Leaks: Die Disc soll demnach „alle Daten enthalten, um GTA 6 ohne Zuweisung eines Keys oder Account-Zugangs zu starten“. Das wäre mehr als ein symbolischer Akt – es wäre eine vollwertige, gebrauchsfähige Disc, wie man sie von Rockstar-Spielen seit Jahrzehnten gewohnt ist.
Die widersprüchliche Spur von Strauss Zelnick
Dass Rockstar überhaupt in diese Situation geraten ist, hat einen direkten Vorlauf. Im Februar 2026 wurde Take-Two-CEO Strauss Zelnick in einem Earnings Call direkt gefragt, ob das Unternehmen den physischen Release von GTA 6 verzögere, um Leaks zu verhindern. Seine Antwort war knapp: „Das ist nicht der Plan.“ Ein Bericht von Notebookcheck dokumentiert, wie Zelnick damals sogar eine „große physische Komponente“ für den Launch versprach.
Was dann kam, war das Gegenteil: eine Code-in-Box-Lösung, bei der selbst die teure Ultimate Edition für 99,99 Euro keinen Datenträger enthält. Die Kontroverse über die Ultimate Edition hat gezeigt, wie sehr die Community auf diese Nachricht reagiert hat – nicht nur wegen der fehlenden Disc, sondern auch wegen der Paywall für Friseure und Tuning-Werkstätten. Der Dezember-Leak wäre also nicht nur eine technische Korrektur, sondern auch ein Geständnis, dass der digital-Only-Ansatz zum Launch der falsche Weg war.
Was der Rockstar-Support verrät
Parallel zum PPE.pl-Bericht hat Rockstars Kundensupport auf Nachfragen reagiert – und zwar mit einer Nachricht, die vorsichtig Optimismus erlaubt. In einer automatisierten Antwort heißt es: „Die aktuelle Vorbestellung ist nur für ein digitales Update gedacht; Sie werden in den folgenden Monaten eine physische Kopie erhalten können.“ Das klingt nicht nach einem festen Versprechen, aber immerhin nach einer Bestätigung, dass eine Disc-Version existiert.
Der Vice-Bericht zum Disc-Backlash ordnet die Support-Mail jedoch vorsichtig ein: Sie könnte automatisiert sein, und die Formulierung „physische Kopie“ (statt explizit „Disc“) lässt Raum für Interpretation. Dass PPE.pl ein Dezember-Datum nennt, deckt sich aber mit dem Support-Zeitfenster. Und die Quelle Graczdari hat zumindest beim No-Disc-Leak im März bewiesen, dass sie Zugang zu verlässlichen Informationen hat – auch wenn ihre Gesamttrefferquote laut Vice als „durchwachsen“ gilt.
